Category: Hamburger SV,Werder Bremen – 6:23 pm

Der Hamburger SV hat sein „Trauma“ aus der Vorsaison, Werder Bremen, am Sonntag mit unbändigem Kampfeswillen und Engagement überwunden. Zum Abschluss der Hinrunde gewannen die „Rothosen“ in einem packenden Derby trotz widriger Boden- und Wetterverhältnisse mit 2:1 und schoben sich an Werder vorbei auf Tabellenplatz 4. Die Bremer indes mussten sich binnen 8 Tagen zum zweiten Mal einem unmittelbaren Konkurrenten um die Tabellenspitze geschlagen geben und überwintern nach dem Ende ihrer großartigen Serie aus der Vorrunde lediglich auf Rang 6.

Unter stehenden Ovationen wurden die Hamburger zum Jahresausklang von ihren begeisterten Anhängern in die Winterpause verabschiedet. Nach dem Vierfachderby im Frühjahr (Meisterschaft, Halbfinale DFB- und zweimal UEFA-Pokal), als der Nordrivale binnen 19 Tage alle Titelträume des HSV zerstörte, gelang in der mit 57 000 Zuschauern restlos ausverkauften HSH-Nordbank-Arena die lang ersehnte Revanche.

Ein wesentlicher Faktor beim wieder erstarkten HSV ist an der Rückkehr von Stürmerstar Mladen Petric festzumachen: Mit ihm in der Startelf holte man in zwei Spielen sechs Punkte, während man ohne den Kroaten in sieben Bundesliga-Partien sieglos blieb. Wenngleich der Angreifer noch nicht ganz zu alter Stärke zurückgefunden hat, so schafft allein seine Präsenz mehr Raum vor allem für Eljero Elia. Der Niederländer lieferte eine beeindruckende Vorstellung und ließ sich selbst durch den Schneeboden nicht ausbremsen, sondern bestach durch zahlreiche technische Finessen und unglaubliche Schnelligkeit. Das vorentscheidende 2:0 durch Marcel Jansen in Unterzahl bereite er mit einem Geniestreich und genau getimten Steilpass in die Nahtstelle der weit aufgerückten Werder-Abwehr mustergültig vor. Kurz zuvor war Jerome Boateng nach einem Foul an Marko Marin des Feldes verwiesen worden, der HSV musste darauf 60 Minuten in Unterzahl antreten.

Bei Werder dagegen wurden die Probleme auf den defensiven Außenbahnen nach den Ausfällen von Clemens Fritz und Sebastian Boenisch überdeutlich. Mit Petri Pasanen (links) und Sebastian Prödl (rechts) boten die Bremen vier gelernte Manndecker auf. Insgesamt erinnerte die defensive Leistung allzu oft an die der vergangenen Saison, als man sich selbst das Leben schwer machte und den Gegner zum Toreschießen einlud. Beim ersten Gegentreffer durch Mathijsen war weit und breit kein Gegenspieler zu sehen, das 2:0 resultiere im Anschluss an eine eigene Ecke, als das Umschalten auf Defensive erneut schlafmützig in Angriff genommen wurde und außerdem die Abseitsfalle nicht zuschnappte.

Obwohl Werder nie aufsteckte und durch Hunt, Marin und Naldo, der bei seinem Seitfallzieher immerhin die Höchstnote in der B-Note abräumte, am Querbalken scheiterte, fehlte den Werderanern um den enttäuschenden Spielmacher Özil der entscheidende Funke Esprit. Der HSV dagegen hat seine jüngste Vergangenheit nun erfolgreich aufgearbeitet und kann optimistisch in das neue Jahr blicken.

Marc Strasser

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Gast - Wednesday, September 20, 2017 11:12:02

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