Category: Carl Zeiss Jena,Rot Weiß Erfurt – 1:11 pm

Choreografie Horda AzzuroDer Kicker schreibt, dass es das 116. Thüringen-Derby zwischen den Rivalen aus Erfurt und Jena war, das Hundertsechzehnte. Ein Derby, das von zwei Ostclubs geprägt wird, denen es besser geht, als vielen anderen Vereinen im Osten Deutschlands, aber nicht so gut genug, um auf Augenhöhe zu sein mit den “großen” Clubs aus dem Westen, die bereits Jugendspieler frühzeitig abwerben.

RWE ein Verein, der nicht von seinen Erfolgen lebt, schlicht weil er nur wenige vorzuweisen hat, die von den heutigen Supporters eh keiner erlebt hat, sondern viel mehr von den Fans, der Stadt, der Region und Thüringen lebt. Auf der anderen Seite CZJ ein Verein, der zwischen 1960 und 1980 immerhin 7 Titel gewonnen hat und zudem 1981 im Europapokal der Pokalsieger gestanden hat, der heute ebenso von den Fans, der Stadt und der Region am leben gehalten wird.

Als beide Vereine nach der Wende der zweiten Bundesliga angehörten, hatten viele die Hoffnung es würde weiter hoch gehen, stattdessen befanden sich Jena und Erfurt im freien Fall, doch beide haben sich rehabilitiert, auch wenn beide immer wieder am Existenzminimum spielen. Es ist eine Bereicherung für Carl Zeiss und für Rot Weiß, dass sie der selben Liga angehören, so lebt man auch für das Derby.

Das 116. Thüringenderby konnte Rot Weiß Erfurt mit 2:1 gewinnen, ein Befreiungsschlag für den RWE, ein Nackenschlag für den Fußball Club Carl Zeiss Jena. Im Gegensatz zu vergangenen Derbys blieb es überwiegend friedlich, doch den Verbänden und der Polizei ist das Abbrennen von Pyro weiterhin ein Dorn im Auge. Nun droht eine erneute Strafe von Seiten des DFB, weil beide Fangruppen Pyrotechnik angewendet haben.

Lieber DFB,

diesen Clubs wurde nach der Wende ein so schwerer Rucksack angezogen, sie haben doch dank Ihrer Politik nichts anderes mehr als die Hoffnung auf bessere Tage und das Derby, warum will man ihnen das jetzt auch noch nehmen? Die Fangruppen mögen sich nicht, vermutlich ist es eine so tiefe Abneigung, dass man von Hass sprechen kann, auch wenn ein großes Wort, aber sie bereichern die dritte Bundesliga, supporten ihre Clubs bei Heim- und bei Auswärtsspielen, sorgen für vollere Stadien und Kassen, ganz im Gegensatz zu den zweiten Mannschaften der Proficlubs, wo auf der Tribüne der Rausch vom Vortag ausgeschlafen wird.

Es muss friedlich bleiben, es darf niemand von Steinen oder Feuerwerkskörpern verletzt werden, man darf diesen Fans aber auch nicht das nehmen, wofür sie leben. Man darf ihnen nicht ihre Mentalität verbieten, das haben die Vereine und die Szenen selbst zu regeln, falls das Abbrennen von Pyrotechnik unerwünscht ist.

In diesem Sinne:

Pyro Carl Zeiss Jena

Foto horda-azzuro.de

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Gast - Friday, September 22, 2017 02:29:42

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