Category: 1. FC Köln,Bor. M`gladbach – 8:30 am
3:0 Endstand

3:0 Derbysieg

Arango, Jantschke, Reus, drei Tore, drei zu Null, drei Punkte, DERBYSIEG! Die Borussia demütigt erneut den rheinischen Rivalen und die Fans legen noch einen drauf.

Als ob die erneute sportliche Demontage noch nicht genug sei, hat die Gladbacher Nordkurve 90 Minuten ihre Gegner im Gästeblock verhöhnt. 1.200 Karten wurden vom FC zurückgeschickt; die Borussen skandierten dies mit einem satirischen “Hurra das ganze Dorf ist da” Gesang.

Glas, Flaschen und Dosen Verbot beim Derby

Überall rund ums Stadion, in der Innenstadt und im Stadtteil Rheydt griff das Verbot von Glas, Flaschen und Dosen. Die Polizei und die Stadt MG hatten befürchtet die Gegenstände könnten als Wurfgeschosse eingesetzt werden. Eine Vorsichtsmaßnahme, die man vielleicht mal in Köln einsetzen sollte, denn Gefahr ging von den Gladbacher Anhängern nicht aus. Trotz dieses Verbots flogen Flaschen und das wieder mal vom rot-weißen “Nachbarn”. Nach dem Spiel wurden Flaschen von Kölner Fans als Waffen eingesetzt, blind wurden sie über einen versperrten Zaun geworfen, von dort wo sich die Busse der Gästefans befinden. Hierbei ist zu erwähnen, dass diese Flaschen Kinder, Frauen und Familienväter hätte treffen können, über mögliche gesundheitliche Folgen kann man spekulieren. Fakt ist aber, dass zum Glück nichts passiert ist.

Derby ganz ohne Gewalt

Bis auf kleine Aussetzer wie das Flaschenwerfen, verlief das Rheinland Derby ganz ohne Gewalt. Das mächtige Polizeiaufgebot muss wohl Eindruck gemacht haben, zwar gab es Spannungen hier und da, aber beide Fangruppen konnten getrennt werden. Gladbacher hatten keinen Frust, den sie hätten ausleben können und Kölner haben 90 Minuten sportlich und verbal auf die Fresse bekommen, sodass sie doch sehr angeknockt schienen. Anschließend ging es mit Poizeieskorte zurück nach Hause.

Hohn und Spott

DERBYSIEGER

DERBYSIEGER 4.0

Natürlich ließen es sich die Heimfans nicht nehmen ihren Gegner mit Hohn und Spott zu überhäufen. Zu Beginn die üblichen Anti-Köln-Lieder, dann nach dem 1:0 der erste “Köln, Köln, zweite Liga, oh wie ist das schön, euch nie mehr zu sehen” Gesang. Nachdem spät im zweiten Durchgang Podolski einen Freistoß nicht aufs Tor hämmerte, sondern ins Seitenaus schoss, wurde Podolski vom Mönchengladbacher Block mit “Lukas Podolski” Sprechchören gefeiert. “Ihr habt die Schnauze voll” oder “Schäfer raus” Rufe waren Teil einer Satire, über die der Kölner Anhang nicht wirklich schmunzeln konnte. Zwar hatte die Nordkurve Mönchengladbach nicht ihren besten Tag, das ist in dieser Saison bei einigen Spielen bei deutlicher Führung zu beobachten gewesen, dennoch war es ausreichend, um Köln einen mitzugeben.

Szene Köln – Dumm wie Brot & klinisch tot!

Hohn und Spott erntete der Rivale aus Köln auch auf Transparenten. Hier eine kleine Auswahl davon:

  • Ihr in Paderborn – Wir in Porto
  • Szene Köln – Dumm wie Brot
  • Ihr als Anführer für den Erhalt der Fankultur? Das ist Realsatire pur!
  • 0221 – 138082 (Telefonnummer der Drogenberatung Köln. In Anspielung auf die gefundenen Drogen bei Mitgliedern der Wilden Horde und sicherlich auch auf die versoffenen Spieler Brecko, Pezzoni und Peszko, aber auch darauf bezogen, dass der 1.FC Köln derzeit nur im Drogenrausch zu ertragen ist)

Nach dem 3:0 folgte dann das mittlerweile bekannte Derbysieg-Banner und ein weiteres, nur viel größeres.

Trostlose Gästekurve

Selten hat man Gäste im Borussia Park so leise und nackt erlebt. Zwar war der Mob größer, aber der Support hatte was von Hoffenheim. Zwar hatte die Wilde Horde vor wenigen Wochen ihre Aktivitäten im Stadion vorerst eingestellt, doch dass die Fans des FC Kölns an diesem Tag nichts auf die Reihe bekommen haben, war mehr dem Spielverlauf geschuldet, denn schon wieder verprügelt werden, das ist selbst für hartgesottene Fans nur schwer zu ertragen. 0:3, 1:5, 0:4, 0:3, das waren die letzten Spiele aus Kölner Sicht gegen Borussia Mönchengladbach, das sind 1:15 Tore. Kein Wunder, dass man da Maulsperre bekommt. Einzig zu Beginn gab die Gästekurve ein gewohntes Bild ab, mehrere Bengalos schmückten den FC, ansonsten das bekannte VFL Merda-Banner und einige wenige Fanclub Fahnen, die in Solidarität mit der WH aufm Kopf hängend in der Kurve platziert wurden. “Warum steigt ihr Huren nicht aus dem Bus aus?” war ein mal leicht zu entnehmen, was aber nicht nur von der Lautstärke lächerlich wirkte, sondern viel mehr von der Bedeutung, denn es gibt anscheinend echt Befürworter der Bus-Aktion und tatsächlich Leute, die sich mit dieser kriminellen Tat brüsten. Hierbei ist auch noch mal anzumerken, dass es kein Ultrading war, im Bus hatten sich normale Fußballfans befunden.

Es trennt sich die Spreu vom Weizen

Die Borussia spielt in der kommenden Saison mindestens im Europapokal, während der FC möglicherweise in die zweite Liga muss, aber das ist nicht nur ein Verdienst der Vereinsführung und der Mannschaft, sondern eben auch der Fans, denn kriminelle Handlungen, Bedrohungen der Spieler, der Wurf von Fäkalien, etc., das gibt nicht nur nach außen ein negatives Bild ab, es trifft eben auch den Verein und die Mannschaft. Der Frust der Fans der Geißböcke ist durchaus nachzuvollziehen, doch besser ist es dadurch nicht geworden, ganz im Gegenteil.

In diesem Sinne:
“Außer Poldi könnt ihr alle gehen”

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Gast - Thursday, November 23, 2017 03:18:30

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