Archive for May, 2013

Category: Derbys Italien – Author: admin – 6:10 pm

Nur wenige Wochen nach dem 140. „Derby della Capitale“ in der Serie treffen die beiden römischen Traditionsklub im Finale der „Coppa Italia“ erneut aufeinander. Am 8. April gab es ein 1:1-Unentschieden. Seit diesem Duell haben Roma und Lazio in der Tabelle die Plätze getauscht, allerdings reichten die Ränge sechs und sieben nach dem letzten Spieltag der Liga für keinen der beiden Klubs für einen internationalen Startplatz.

Daher ist nun der Sieg im Pokalbewerb neben dem Gewinn eines Titels für die Klubs auch die Möglichkeit, sich für die Europa League zu qualifizieren. Während sich Lazio bereits seit dem 2:1-Heimsieg über Meister Juventus am 29. Januar als Finalist fühlen darf, dauerte es beim AS Rom fast drei Monate länger. Nach dem 2:1-Heimsieg der Römer am 23. Januar über Inter Mailand fand das Rückspiel im Giuseppe-Meazza-Stadion erst am 17. April statt. Vor über 52.000 Zuschauern setzten sich die Gäste mit 3:2 durch und erreichten das Endspiel.

10. Pokalsieg für den AS Rom?

Keine Seltenheit für die Giallorossi, die seit 2003 bereits zum siebenten Mal im Finale der Coppa Italia stehen und nach dem insgesamt 10. Pokalgewinn greifen. Von den letzten sechs Finalteilnahmen hat die Roma allerdings vier verloren, den letzten Sieg im Pokal gab es 2008. Im Jahr darauf holte sich Lazio den Pokal zum insgesamt fünften und bisher letzten Mal.

Beide Klubs mussten auf dem Weg ins Endspiel nur drei Gegner aus dem Weg räumen. Der AS Rom setzte sich zunächst im Achtelfinale gegen Atalanta Bergamo mit 3:0 durch, musste aber im anschließenden Viertelfinale beim AC Fiorentina in die Verlängerung, wo sich die Römer dank eines Treffers von Mattia Destro mit 1:0 durchsetzten. Destro war auch der Matchwinner im Halbfinale. Zunächst steuerte er einen Treffer beim 2:1-Heimsieg über Inter bei und im Rückspiel in Mailand traf er beim 3:2-Auswärtssieg gleich zwei Mal.

Last-Minute-Lazio

Gegner Lazio hat dagegen nur mit viel Glück überhaupt die erste Hürde überstanden. Im ersten Antreten im Achtelfinale lagen die Biancocelesti im Olympiastadion gegen den AC Siena bis zur Schlussminute mit 0:1 zurück, ehe sie sich durch einen Treffer von Michael Ciani doch noch in die Verlängerung retteten. Schließlich erreicht Lazio erst nach dem Elfmeterschießen das Viertelfinale, wo man sich gegen Catania aber mit 3:0 deutlich durchsetzte.

Im Halbfinale bei Meister Juventus erreicht man durch ein spätes Tor durch Stefano Mauri in Turin ein 1:1. Dramatisch verlief auch das Rückspiel im Olympiastadion, wo Lazio bis zur 90. Minute mit 1:0 voran lag, ehe Vidal für Juventus ausglich. Aber in der Nachspielzeit fixierte der eingewechselte Sergio Floccari den 2:1 und damit den Finaleinzug der Römer.

Die Wettanbieter sehen den AS Roma in der Favoritenrolle – die Quoten für einen Sieg der Giallorossi bewegen sich zwischen 2,2 und 2,35. Dagegen wäre ein Siegertipp Lazio das 3 bis 3,3-fache des Wetteinsatzes wert.

 

Category: 1 FC Kaiserslautern,1899 Hoffenheim,Derbys Deutschland – Author: admin – 3:56 pm

So manchem Derby-Puristen lässt es möglicherweise die Haare zu Berge stehen, wenn vor den Relegationsspielen zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und 1899 Hoffenheim mittlerweile fast allerorten von einem Derby gesprochen wird: Denn wenngleich die beiden Orte gerade einmal ein Katzensprung von knapp 80 Kilometern trennt, fehlt es den Vergleichen angesichts von bislang gerade einmal sechs absolvierten Duellen doch nach wie vor an jeglicher Tradition. Doch auch wenn die Erinnerung an die geschlagenen Schlachten der vergangenen Jahrzehnte mit Sicherheit eines der wichtigsten Kriterien zur Klassifizierung eines Derbys ist, steht die Rivalität insbesondere aus Sicht der Pfälzer doch auch jenen Klassikern in kaum etwas nach, welche die Leidenschaften der Fans schon seit eh und je elektrisieren.

Lautern sieht sich als Bundesligist der Herzen

Ohne größere Übertreibung können die Anhänger der roten Teufel als Gralshüter des traditionellen Fußballs bezeichnet werden: Da der Verein einen erheblichen Teil seines Selbstverständnisses aus den einstmals unter Fritz Walter errungenen Meisterschaften bezieht, erscheint den Pfälzern all jenes suspekt, was sich erst in neuerer Zeit auf der Landkarte der Bundesliga platzieren konnte. Bereits der FSV Mainz wurde nach seinem erstmaligen Aufstieg in die Fußball-Bundesliga ob seiner damals noch gering ausgeprägten Schar an Unterstützern leidenschaftlich abgelehnt: Mit 1899 Hoffenheim wurde nun aber längst ein neuer regionaler Gegner gefunden, der sich – teils aus durchaus nachvollziehbaren Gründen – hemmungslos verachten lässt.

Schließlich steht der 1. FC Kaiserslautern in seiner Abneigung gegen den als Retortenklub angesehenen Nachbarn keineswegs alleine da; bereits das finale Saisonspiel in Dortmund hatte sich für die Hoffenheimer Spieler und Anhänger zuletzt wieder einmal als das übliche Spießrutenlaufen erwiesen. Dass Mäzen Dietmar Hopp mit der geschätzten Investition von 350 Millionen Euro einen beliebigen Wald- und Wiesenverein innerhalb weniger Jahre in die höchsten Sphären des deutschen Fußballs hievte, wird verständlicherweise insbesondere von all jenen als Verrat an der Reinheit des Sports gesehen, deren Herz bereits seit Generationen am Wohl und Wehe ein und desselben Vereines hängt.

1899 hat oft auf das falsche Pferd gesetzt

Doch wenngleich selbst zahlreiche eigentlich neutrale Beobachter den 1899ern weder ein „offizielles“ Derby gegen Lautern noch den Verbleib in der Bundesliga gönnen wollen, ist es sicherlich unnötig, Krokodilstränen über das Schicksal des gescholtenen Vereins zu vergießen – die erheblichen Imageprobleme des Klubs sind schließlich auch zu großen Teilen hausgemacht. Obwohl Hoffenheim schon seit einem Jahrzehnt über ein beispielhaftes Jugendförderungszentrum verfügt, wurde in den vergangenen Spielzeiten viel zu oft auf durchreisende „Legionäre“ gesetzt. Dass den regelmäßig wechselnden Verantwortlichen dabei kaum einmal die Verpflichtung einer Identifikationsfigur gelang, hat selbst die eigenen Unterstützer zuletzt immer häufiger verzweifeln lassen.

Die traditionell hohe Fluktuation innerhalb der Mannschaft wurde seit dem Abgang von Ralf Rangnick nur noch durch ein sich immer schneller drehendes Trainerkarussell getoppt – durch den Zwang zum sofortigen Erfolg wurden auch potentielle Sympathieträger wie Holger Stanislawski binnen kürzester Zeit um einen Kopf kürzer gemacht. Auch nach dem kolossal gescheiterten Aufbruch unter Markus Babbel benötigten die Verantwortlichen mehrere Anläufe, bis dann endlich ein für Nachhaltigkeit stehender Verantwortlicher gefunden war: Wird dem nunmehr tätigen Markus Gisdol ausnahmsweise auch in der ersten Krise das nötige Vertrauen geschenkt, könnte es diesem mittelfristig durchaus gelingen, den Verein auch überregional ein deutlich förderlicheres Image zu verleihen.

Wettanbieter setzen auf den Erstliga-Bonus

Die nunmehr bevorstehende Relegation kommt für 1899 Hoffenheim jedoch noch zu früh, um den vom Gegner beschworenen Gegensatz zwischen Kommerz-Projekt und Kult-Verein entkräften zu können: Selbst wenn sich auch bei den 1899ern seit dem Bundesliga-Aufstieg eine vielschichtigere Fan-Szene formierte, legt der zuletzt stark nachlassende Zuschauerstrom infolge des sportlichen Absturzes nahe, dass offenbar auch so mancher Kraichgauer den Bundesliga-Fußball in der eigenen Heimat für verzichtbar hält. Vor dem Rückspiel in Kaiserslautern wird den Hoffenheimer Akteuren nun schon bei der Anfahrt in Erinnerung gerufen, dass in der strukturschwachen Pfalz dagegen vor allem der Fußball den Takt bestimmt: Als Beweis der eindeutigen Prioritätensetzung thront das Fritz-Walter-Stadion weithin sichtbar über der hoffnungsfrohen Stadt.

Nach der Last-Minute-Rettung in Dortmund müssen die Hoffenheimer in der Relegation im Übrigen auch die Bürde des Favoriten tragen: Nachdem die Wettanbieter bereits beim Heimspiel in der Wirsol Rhein-Neckar-Arena voll und ganz auf den Erstligisten setzen, wird der Sack nach Ansicht der Buchmacher dann auf dem Betzenberg endgültig zugemacht.

Category: Derbys Spanien – Author: admin – 9:03 am

Vor nicht einmal drei Wochen holten sich die Königlichen letztmals den obligatorischen Dreier im „Derbi madrileno“ ab – schon an diesem Freitag werden Real und Atletico Madrid nun an deutlich prominenterer Stelle erneut zusammengeführt. Im Finale um den nationalen Pokal wird sich entscheiden, welcher hauptstädtische Klub zum Saisonende wenigstens einen Cup in den Händen hält: Mit Blick auf die traditionell hohe Anspruchshaltung, steht dabei natürlich insbesondere das Team von Jose Mourinho unter erheblichen Druck.

Mourinhos vorerst letzte Schlacht

Denn dass der portugiesische Startrainer unmittelbar vor dem Absprung nach England steht, ist keinesfalls nur auf atmosphärische Störungen zwischen „The Special One“ und der Mannschaft zurückzuführen – Mourinho wird vor allem auch angelastet, dass der Titelregen in den vergangenen drei Jahren deutlich spärlicher als erhofft ausgefallen ist. Zwar gelang es Real zuletzt immer erfolgreicher, die Dominanz des zuvor enteilten FC Barcelona zu brechen; mehr als jeweils ein Sieg in der Meisterschaft, im Pokal und dem Supercup haben die Bemühungen dem weißen Ballett dennoch nicht eingebracht – und auch auf europäischer Ebene mussten sich Team und Anhängerschaft mit drei glücklosen Halbfinal-Teilnahmen in der Champions League begnügen.

Da die Verpflichtung von Mourinho vornehmlich auf die Rückeroberung des europäischen Thrones zielte, lässt die stets verpasste „Decima“ einen ungewohnt dunklen Flecken auf der ansonsten überaus erfolgreichen Vita des Trainers zurück – auch ein Sieg im nunmehr anstehenden Endspiel um den Copa del Rey wird somit kaum verhindern können, dass man den 50-jährigen in wenigen Wochen mit Freuden ziehen lässt. Vor allem zuletzt ins Abseits gedrängte Stars wie Casillas und Pepe dürften einen Neuanfang kaum noch erwarten können.

Rojiblancos mit deprimierender Bilanz

Zumindest in den 90 Minuten des Pokalfinales wird die vergiftete Atmosphäre innerhalb des Vereins jedoch von der Notwendigkeit verdrängt, den Lokalrivalen in die Schranken zu verweisen: Angesichts der langen Durststrecke der Rojiblancos im madrilenischen Derby, ordnet Real den zu erwartenden Pflichtsieg jedoch schon fast in die Kategorie „Folklore“ ein. Mittlerweile wartet Atletico immerhin schon seit 25 Partien auf einen Sieg – letztmals mussten sich die Königlichen dem kleinen Nachbarn im Jahre 1999 geschlagen geben.

Um einiges deutlicher als der momentane Zwischenstand in der Primera Division, weist somit die lange Niederlagenserie im Derby der Mannschaft von Diego Simeone die deutliche Rolle des Außenseiters zu. Gänzlich unverdrossen werden im Lager Atleticos die Hoffnungen nun vor allem auf die beiden schlagkräftigen Offensivkräfte Falcao und Diego Costa gesetzt: Während sich der Kolumbianer bereits in mehreren Europa-League-Finals als entscheidender Mann erwies, schlug Diego Costa im laufenden Wettbewerb bereits beachtliche sieben Mal zu.

Real plagen Defensivsorgen

Befeuert werden die Hoffnungen des Underdogs durch dem Umstand, dass es um die Abwehr der Königlichen derzeit nicht zum Besten steht, während in der Offensive unter anderem die Rückkehr von Özil für Entlastung sorgt, erscheint die Viererkette angesichts der Ausfälle von Varana und Arbeola sowie der angeschlagenen Marcelo und Sergio Ramos mit ziemlich heißer Nadel gestrickt zu sein. Hinzu kommt, dass Mourinho um keinen Preis auf Landsmann Pepe zurückgreifen will: Da müsste es schon fast mit dem Teufel zugehen, wenn sich die Defensive Reals im heimischen Bernabeu Stadion nun dennoch als stabilisierender Faktor erweist.

Für ein vermindertes Selbstvertrauen können allerdings auch solche personellen Probleme nicht sorgen; immerhin war es Real kürzlich bereits in der Liga geglückt, mit einer reinen B-Elf drei glückliche Zähler aus dem gegnerischen Estadio Vincente Calderon zu entführen. Im Endspiel um den Copa del Rey verspricht nicht zuletzt auch die Teilnahme Özils ein entscheidender Erfolgsfaktor zu werden – immerhin hat das Team bislang alle sieben Derbys in Gegenwart des deutschen Nationalspielers zu einem erfolgreichen Ende gebracht. Somit liegt es nahe, dass auch die Wettanbieter bereits vorab geklärte Verhältnissen vermuten – die Quoten legen nahe, dass allein Real im Endspiel triumphieren kann.

Category: Derbys Schweiz – Author: admin – 2:21 pm

Der Schweizer Rekordmeister Grasshoppers Zürich hat ein paar richtig harte Jahre hinter sich: Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass der große nationale Fußball mittlerweile im ungeliebten Basel zu Hause ist, musste sich der 27-fache Titelträger in der Vorsaison sogar lange Zeit gegen den eigentlich undenkbaren Abstieg stemmen. In der laufenden Spielzeit hat Trainer Uli Forte die Hoppers nun allerdings wieder richtig auf Vordermann gebracht: Vor dem sonntägliche Stadtderby gegen den FC Zürich mischt der Traditionsklub noch immer im Kampf um die Meisterschaft mit.

Basels Fehler blieben bislang ungenutzt

Zwar liegt der Titelverteidiger aus Basel fünf Spieltage vor dem Saisonfinale nach wie vor mit drei Zählern in Front; das unerwartet erfolgreiche Abschneiden in der Europa League ist auf den Spitzenreiter jedoch nicht ohne Wirkung geblieben. Die zusätzlichen Belastungen haben in den letzten Wochen zu einem kleinen Einbruch in der Super League geführt – da der FCB nur eines seiner letzten drei Ligaspiele gewann, scheint für die Grasshoppers noch alles möglich zu sein.

Dabei hätten die Züricher schon längst die Tabellenführung übernommen, wären sie zuletzt nicht ähnlich müde zu Werke gegangen; aufgrund der beiden Niederlagen gegen Thun und Bern, musste der Angriff auf die Spitze schon mehrfach verschoben werden. Am vergangenen Wochenende hatten es die Hoppers sogar den Kollegen vom FC Zürich zu verdanken, dass das Titelrennen weiter spannend bleibt: Am Letzigrund musste sich Basel ein wenig überraschend mit 1:3 geschlagen geben.

Letzigrund Zürich Derby

Der Letzigrund – Schauplatz der Begegnung der beiden Stadtrivalen Grasshoppers Zürich und FC Zürich Quelle: wikimedia.org

 

Im direkten Duell darf der Tabellenzweite nun allerdings keinerlei Nachbarschaftshilfe erwarten; für die Anhänger des FC Zürich kommt es schließlich der Wahl zwischen Pest und Cholera gleich, ob am Ende der Lokalrivale oder doch wieder der Seriensieger aus Basel das Rennen macht. Die beiden Spitzenteams sind für die Mannschaft von Urs Meier gleichermaßen ein rotes Tuch: Dennoch wäre es dem selbsternannten „Stadtclub“ nun natürlich ein Fest, wenn dem unmittelbaren Nachbarn beim Derby erfolgreich in die Parade gefahren werden kann.

Der FCZ fürchtet ein verlorenes Jahr

Gründe gibt es für den „gastierenden“ FC in jedem Falle genug, sich wieder einmal im einzigen echten Derby der Schweizer Liga hervorzutun, unter dem Aufschwung der Hoppers hatte in den vergangenen Monaten nämlich nicht zuletzt auch der Stadtrivale zu leiden gehabt. Behielt der FCZ in den Derbys der vergangenen Jahren noch mehrheitlich die Oberhand, wurden in dieser Saison alle drei bereits absolvierten Meiserschafts-Duelle in den Sand gesetzt – zu allem Überfluss ging vor einem knappen Monat auch noch das nationale Pokalhalbfinale gegen den Rekordpokalsieger verloren.

Die knappe 1:2-Niederlage n. V. war dabei nicht nur aus Prestigegründen ausgesprochen ärgerlich – immerhin schien dem FCZ der Einzug in das Endspiel einen Ausweg aus der gegenwärtigen Mittelmäßigkeit zu bieten. Als Tabellenfünfter droht das Jahr für den Verein erneut ohne die Qualifikation für die Europa League zu Ende zu gehen: Wird nun auch noch gegen die Grashoppers verloren, könnten die Züricher den Mitbewerber vom FC Sion bereits vollends aus den Augen verlieren.

Das anstehende Stadtduell hat somit fast alles zu bieten, was sich ein Derby-Freund überhaupt nur wünschen kann: Neben einer rassigen Rivalität, die bis in das späte 19. Jahrhundert zurückzuverfolgen ist, steht für die beiden Kontrahenten auch noch der erfolgreiche Saisonabschluss auf dem Spiel. Die Fußball-Wettanbieter lassen sich bei ihren Prognosen übrigens hauptsächlich von dem aktuellen Lauf der Hoppers leiten: Die Quoten deuten darauf hin, dass auch das fünfte Derby des Jahres an den Meisterschafts-Aspiranten fällt.

Category: Derbys Türkei – Author: admin – 10:19 am

Eine Woche bevor am kommenden Sonntag zum 374. Mal das Interkontinental-Derby am Bosporus steigt, sicherte sich Galatasaray vorzeitig zum 19. Mal den Titel und krönte sich damit auch zum alleinigen türkischen Rekordmeister. Vor allem in  Istanbul, aber auch in anderen europäischen Städten – wie Berlin oder Wien – feierten die türkischen Fans lautstark.

Enttäuschung bei Fenerbahce

Für die Anhänger von Fenerbahce ist der Triumph des Stadtrivalen dagegen dreifach bitter. Nicht nur, dass man den Gala-Fans beim Feiern zusehen und den – bisher mit den „Löwen“ geteilten – Titel des „Rekordmeisters“ abtreten muss, auch der so sehr erhoffte internationale Paukenschlag blieb aus Sicht der „Kanarienvögel“ leider aus.

Zwar gelang Fener mit dem Erreichen des Halbfinales in der Europa League der größte internationale Erfolg der Klubgeschichte, aber nach dem Ausscheiden bei Benfica Lissabon war die Enttäuschung grenzenlos. Zu gern hätte man es Galatasaray gleich gemacht, die im Jahr 2000 den UEFA-Pokal und den europäischen Supercup nach Istanbul geholt hatten. Somit müssen sich die Gelb-Blauen sowohl national als auch international mit Platz zwei der türkischen Rangliste bescheiden.

Europa gegen Asien

Als Interkontinental-Derby gilt das Aufeinandertreffen der  beiden türkischen Großklubs, da die Klubeinrichtungen von Galatasaray sich überwiegend im europäischen Teil Istanbuls befinden, während Fenerbahce im asiatischen Teil der Stadt beheimatet ist.

Galatasaray (gegründet 1905) ist knapp zwei Jahre älter als der Lokalrivale und hatte seine Anhänger anfangs vor allem in der Mittelschicht, während Fenerbahce vermehrt von Arbeitern unterstützt wurden. Im Laufe der Jahre haben sich diese Gegensätze allerdings – wie bei vielen anderen Vereinen auch – verwischt.

Fenerbahce im direkten Duell voran

Am 17. Januar 1909 trafen Galatasaray und Fenerbahce erstmals aufeinander, die „Löwen“ siegten mit 2:0. Erst fünf Jahre später gelang den „Kanarienvögeln“ der erste Sieg und der erste Torerfolg beim 4:2 am 4. Januar 1914. Die ersten Aufeinandertreffen in der gesamt-türkischen Liga fanden 1959 statt.

Insgesamt traten die beiden Klubs in unterschiedlichen Bewerben bisher 373 Mal gegeneinander an und zumindest in dieser Statistik liegen die Gelb-Blauen gegenüber den Rot-Gelben voran. 141 Mal siegte Fenerbahce und 119 Mal war Galatasaray bisher erfolgreich. Dem stehen 113 Unentschieden gegenüber. Das erste Aufeinandertreffen in der laufenden Saison endete mit einem 2:1-Heimsieg von Gala. Fenerbahce siegt zuletzt am 22. April 2012, ebenfalls mit 2:1 beim Stadtrivalen. Der letzte Heimsieg der Gelb-Blauen liegt bereits etwas länger zurück. Am 22. Oktober 2009 gab es einen 3:1-Erfolg im Sükrü-Saracoglu-Stadion.

Bei den Wettanbietern wird in diesem Spiel Fenerbahce eine leichte Favoritenrolle eingeräumt, bei einem Sieg der Gastgeber ehält man das 2,4- bis 2,5-fache (bei Tipico und Mybet) des Wetteinsatzes. Ein Auswärtssieg des Meisters ist dagegen mit bis zu 2,9 (bei Tipico und Interwetten) dotiert. Für ein Unentschieden kann man bei Tipico das 3,4-fache des eingesetzten Kapitals gewinnen.

 

Category: Derbys Großbritannien – Author: admin – 12:08 pm

Am kommenden Sonntag kommt es in Liverpool zur 220. Auflage des „Merseyside Derbys“. In der Liga findet es zum 188. Mal statt. In der Gesamtbilanz liegt der FC Liverpool mit 88:66-Siegen voran.

Das erste Aufeinandertreffen fand bereits am 13. Oktober 1894 statt, es ist somit eines der traditionsreichsten Derbys der Fußballgeschichte. Der FC Everton gewann das erste Derby im heimischen Goodison Park mit 3:0, das Retourspiel an der Anfield Road endete einen Monat später 2:2.

Gemeinsame Wurzeln

Die Blues waren zunächst auch das erfolgreichere der beiden Teams aus Liverpool. Den ersten Meistertitel gewann der 1878 gegründete FC Everton – 1888 auch eines der 12 Gründungsmitglieder der englischen Liga – bereits 1891. Ein Jahr, bevor der FC Liverpool gegründet wurde. Diese Gründung hängt eng mit dem heutigen Stadtrivalen zusammen. Nach dem Gewinn des Meistertitels 1891 beschloss der Brauereibesitzer John Houlding als Inhaber des Grundstücks an der Anfield Road – auf dem der FC Everton bis dahin seine Heimspiele austrug – eine kräftige Mieterhöhung.

Das wollten sich einige Vereinsmitglieder nicht gefallen lassen und zogen auf ein anderes Grundstück an der nahe gelegenen Goodison Road um. Die an der Anfield Road verbliebenen Mitglieder gründeten unter der Führung Houldings den FC Liverpool, der von nun an seine Spiele an der Anfield Road austrug. In der Saison 1900/01 wurden die Reds erstmals englischer Meister und zogen damit an Titelgewinnen mit dem Stadtrivalen gleich.

Friendly Derby

Trotz aller Rivalität gilt das Aufeinandertreffen des FC Everton mit dem FC Liverpool als „Friendly Derby“. Im Gegensatz zu den meisten anderen Stadtderbys werden die rivalisierenden Anhänger nicht durch unterschiedliche politische und religiöse Einstellungen oder soziale Zugehörigkeit getrennt. Vielmehr sind in vielen Familien sowohl „Blues“ als auch „Reds“ zu finden.

Besonders in der Zwischenkriegszeit zwischen 1919 und 1939 gehörten die beiden Klubs aus Liverpool zu den besten des Landes. Während der FC Liverpool in den Jahren 1922 und 1923 zwei Mal in Folge den Titel holte, hatte anschließend der FC Everton mit den Titelgewinnen 1928, 1932 und 1939 seine erfolgreichste Zeit.

Der Siegeszug des FC Liverpool

Bis zu Beginn der 1970er-Jahre hielten sich die Erfolge der beiden Klubs in Waage. Dann begann unter den erfolgreichen Managern Bill Shankly und Bob Paisley der Siegeszug der Reds durch Europa. 1973 gewann der FC Liverpool neben dem Meistertitel mit dem UEFA-Pokal seine erste internationale Trophäe. 1976 wiederholten sie diesen Triumph und thronten 1977 und 1978 mit dem Sieg im Europapokal der Landesmeister an der Spitze des europäischen Klubfußballs. Auch 1981 und 1984 ging die begehrteste Trophäe Europas an den FC Liverpool. Zwischen 1976 und 1990 holten die Reds 10 Mal den englischen Meistertitel.

Mitten in der großen Zeit des Stadtrivalen feierte auch der FC Everton seinen größten internationalen Erfolg. 1985 wurden die Toffees nicht nur erstmals seit 15 Jahren wieder englischer Meister, sondern holten auch den Europapokal der Pokalsieger.

Die Heysel-Tragödie und die Folgen

Zwei Wochen nach diesem Triumph kam es vor dem Meistercup-Finale im Brüsseler Heyselstadion zwischen dem FC Liverpool und Juventus zu Fanausschreitungen, bei denen 39 Menschen ums Leben kamen. Aufgrund dieser Vorkommnisse wurden die englischen Klubs im Allgemeinen und der FC Liverpool im Speziellen für mehrere Jahre von den internationalen Bewerben ausgeschlossen. Auch der FC Everton durfte als regierender Meister weder 1985 noch 1987 am Europapokal teilnehmen.

Seit 1990 wurde keiner der beiden Vereine aus Liverpool englischer Meister. Während Everton seit dem 5. Sieg im FA-Cup 1995 keinen Titel mehr holte, konnten sich die Reds – neben den FA-Cup-Siegen 2001 und 2006 – auch international in Szene setzen. 2001 holte der FC Liverpool den UEFA-Cup und 2005 gewann er mit einem Sieg im Elfmeterschießen über den AC Mailand sogar die Champions League. In der nationalen Meisterschaft belegten die Reds in dieser Saison hinter Everton nur Platz fünf.

Ziel Europa League

In den letzten drei Saisonen landeten beide Liverpooler Klubs in der Premier League jeweils zwischen den Rängen sechs und acht und traten damit international zumeist nur in der Europa League in Erscheinung. Dennoch sind der FC Liverpool und Everton an Punkten gemessen weiterhin die beiden erfolgreichsten Vereine der englischen Ligageschichte. Erst 2009 löste der FC Liverpool in der ewigen Tabelle (seit 1888) die Blues nach Punkten an der Spitze ab. Der FC Everton spielt 2012/13 seine 110. Saison in der höchsten Spielklasse, kein anderer Verein kann hier mit den Toffees mithalten. (Aston Villa: 102. Saison; FC Liverpool: 98; Arsenal: 96; Manchester United: 88)

Merseyside Derby

Das traditionelle Merseyside Derby zwischen dem FC Liverpool und dem Stadtrivalen Everton FC – in England wird diese Begegnung auch als das “Friendly Derby” bezeichnet. Quelle: wikimedia.org

 

Vor dem Derby am kommenden Wochenende liegt der FC Everton in der Tabelle unmittelbar vor dem Stadtrivalen auf Platz sechs. Allerdings haben die Blues fünf Punkte Vorsprung und damit im Gegensatz zum FC Liverpool noch Chancen auf einen Europa League-Startplatz. Dennoch wird den Gastgebern im Derby an der Anfield Road von den internationalen Wettanbietern die Favoritenrolle eingeräumt. Während bei einem Heimsieg des FC Liverpool lediglich das 1,9 bis 2-fache (bei Tipico, Info und Porträt hier) des Wetteinsatzes zu gewinnen ist, stehen die Quoten bei einem Sieg von Everton zwischen 3,6 und 4,2 (bei Bet365).

Der letzte Sieg in einem Merseyside-Derby gelang dem FC Everton am 17. Oktober 2010, mit 2:0 im Goodison Park, seither blieben die Blues in fünf Derbys sieglos – drei Mal siegten die Reds, zwei Mal gab es ein Unentschieden. An der Anfield Road hat Everton seit dem 27. September 1999 (1:0) nicht mehr gewonnen.

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