Archive for April, 2014

Category: Derbys Italien – Author: admin – 1:44 pm

Inter Mailand gegen AC Milan ist ein Duell, das nicht nur elektrisiert, sondern die Mailänder Bevölkerung in zwei Teile spaltet. Auf der einen Seite die Nerazzurri, die in der „Curva Nord“ des Giuseppe Meazza-Stadion beheimatet sind, auf der anderen die Anhänger des AC Milan, die sich traditionellerweise in der Südkurve befinden. Beiden gemeinsam ist, dass bei einem Mailänder Derby immer wieder besondere Choreographien zur Aufführung gelangen. Am Sonntag (20:45 Uhr) ist es wieder soweit: der AC Mailand und Inter treffen sich in der Liga zum 182. Mal, um den Sieger im Mailänder Derby zu küren.

Das Derby de Madonnina, wie das Duell der Stadtrivalen nach der Madonnenstatue auf der zentralen Turmspitze des Mailänder Doms auch genannt wird, hat bereits bessere Zeiten gesehen. Lag der Scudetto um die Mitte der 2000er Jahre fest in Mailänder Hand (fünf Mal sicherte sich Inter die Meisterschaft, zwei Mal Milan, auch aufgrund des Zwangsabstiegs von Juve, Anm.) haben die beiden Mailänder Großklubs mit der Meisterschaftsentscheidung heuer nichts zu tun. Während Inter mit der Europa League vorlieb nehmen muss, droht den Rossoneri gar eine Saison ohne internationale Beteiligung.

Milan braucht unbedingt Sieg für die Europa League

Dementsprechend ist vor allem Gastgeber Milan unter enormen Druck. Der Rückstand auf Inter, das sich auf Platz fünf befindet, beträgt vor dem 36. Spieltag der Serie A sechs Zähler. Nur mit einem Sieg könnten sich die Rossoneri noch Chancen auf einen internationalen Bewerb ausrechnen. Die beiden Mailänder Klubs sind heuer nur ein Schatten ihrer selbst. Jeweils 18 Mal sicherten sich die beiden Lokalrivalen den Scudetto, doch in den letzten beiden Jahren hat Juventus Turin das Kommando übernommen. Milan und Inter sind in dieser Saison nur noch Mitläufer.

Dennoch ist das Stadtderby eine extrem wichtige Angelegenheit. In der höchsten Spielklasse sind die beiden Mannschaften bereits 181 Mal aufeinander getroffen. Milan hat mit 60:68 Siegen etwas Nachholbedarf. Nimmt man jedoch alle, auch die inoffiziellen Partien, zusammen, dann haben die Rossoneri die Nase vorne. Von insgesamt 294 Aufeinandertreffen konnte der AC Mailand 110 für sich entscheiden, Inter gewann 106 Partien. 78 Mal gab es ein Unentschieden.

In den letzten Wochen hat sich der AC allerdings recht gut geschlagen. Die Mannschaft von Clarence Seedorf hat fünf Siege in Serie feiern können. Am vergangenen Wochenende setzte es allerdings wieder einen Rückschlag. Gegen den Tabellenzweiten AS Rom kassierten die Rossoneri mit 0:2 die erste Pleite seit Mitte März.

Inter muss um internationalen Startplatz zittern

Auch bei den Nerazzurri läuft die Saison alles andere als zufriedenstellend. Die Champions League wird neuerlich nicht erreicht werden, die Mannschaft wird sich aller Voraussicht nach mit der Europa League zufrieden geben müssen. Der fünfte Platz ist zwar mit fünf Zählern abgesichert, doch im Falle einer Niederlage im Derby könnte es für die Elf von Walter Mazzarri noch einmal eng werden.

Inter hat zwar die letzten sechs Liga-Spiele nicht verloren, allerdings davon auch nur zwei gewonnen. Durch die vielen Unentschieden haben es die Nerazzurri verabsäumt, eine Vorentscheidung im Kampf um die EL-Plätze herbeizuführen. Vor allem die Punkteverluste gegen Nachzügler wie Udine, Bologna oder Livorno taten den Fans extrem weh. Ein Sieg im Derby de Madonnina würde einerseits diese Wunden wieder schließen und andererseits wohl den endgültige Teilnahme an der Europa League sichern. Dementsprechend können sich die Fans auf eine überaus interessante Partie freuen, auch wenn es beim 182. Mailänder Liga-Derby bei weitem nicht um die Meisterschaft geht.

Mailänder Derbys sorgen immer für Emotionen

Die Emotionen bei einem Stadtderby in der Modemetropole sind ohnehin immer besonders hoch. Allerdings nicht aufgrund von lokaler, sozialer oder politischer Unterschiede, sondern aufgrund der vielen Gemeinsamkeiten. Inter Mailand ist im Jahre 1908 aus dem “Milan Cricket and Football Club“ (dem heutigen AC Mailand) entstanden. Beide Klubs haben 18. Mal die Meisterschaft gewonnen und nutzen das San Siro-Stadion als gemeinsame Heimstätte. Zudem ist Mailand die einzige Stadt, die zwei Champions League-Sieger in ihren Mauern hat.

Die Wettanbieter gehen bei ihren Fußballwetten von einer knappen Angelegenheit aus, sehen allerdings in ihren Prognosen leichte Vorteile auf Seiten des AC Milan. Allerdings hat Inter Mailand vier der letzten fünf Mailänder Derbys für sich entscheiden können. Im Februar 2013 gab es ein Unentschieden. Den letzten Derby-Sieg der Rossoneri in der Serie A gab es vor fast genau drei Jahren.

Category: Derbys Deutschland,Eintracht Frankfurt,FSV Mainz 05 – Author: admin – 3:22 pm

Im Rhein-Main-Derby zwischen Frankfurt und Mainz steht insbesondere für die Gäste eine ganze Menge auf dem Spiel: Während sich die Eintracht dank einer deutlich verbesserten Rückrunde mittlerweile in relativ solide wirkenden tabellarischen Regionen befindet, will die Mannschaft von Thomas Tuchel ihre Erfolgssaison mit dem Einzug in einen der europäischen Wettbewerbe krönen. Da sich die 05er derzeit jedoch auf dem undankbaren siebten Tabellenplatz befinden, wird das Team nun mit Sicherheit auch in der Commerzbank-Arena mit aller Macht auf einen weiteren Ausbau der positiven Derby-Bilanz drängen.

Die 05er gewannen drei der letzten vier Duelle

Zwar liegt das Premieren-Duell beider Klubs in der 1. Bundesliga noch nicht einmal ganze neun Jahre zurück (zuvor war es rund um die Jahrtausendwende allerdings schon zu häufigeren unterklassigen Vergleichen gekommen), bereits diese kurze Zeitspanne offenbart jedoch, wie sich das Kräfteverhältnis zunehmend zuungunsten der Hessen verschoben hat. Konnte sich in den ersten sieben Partien bei regelmäßigen Punkteteilungen allenfalls die Eintracht gelegentliche Vorteile erspielen, wurde von den Mainzern mit dem 3:0-Erfolg im April 2011 die gegnerische Vorherrschaft dauerhaft gebrochen. In der Folge sorgten zwei weitere Siege dafür, dass derzeit die Rheinländer der knappe Derbykönig sind (3 Siege, 6 Remis, 2 Niederlagen) – wenngleich sich die Vereine im Zweifelsfalle nach wie vor am liebsten zu einem Unentschieden bereiterklären.

Bemerkenswert ist hier jedoch nicht zuletzt, dass die Mainzer ausgerechnet im Vorjahr ihren ersten Derby-Auswärtssieg verbuchten, als eigentlich die Mannschaft von Armin Veh mit ihrem Sturm in das oberste Tabellendrittel in der Liga für Furore sorgte: Obwohl die Frankfurter im Aufstiegsjahr in ihrem eigenen Stadion eine gefürchtete Festung errichteten, zogen die damals im Umbruch befindlichen Gäste dennoch mit einem überraschenden 3:1-Triumph davon. Da es für die 05er in dieser Saison nun deutlich besser läuft, möchte der Karnevalsverein diesen Erfolg nun natürlich nur allzu gerne wiederholen – immerhin lässt überdies auch die abgeflachte Heimbilanz der Adlerträger erahnen, dass in der Banken-Metropole ein Dreier möglich ist.

Frankfurt verspürt Aufwind in der Commerzbank-Arena

Insbesondere im vergangenen Herbst wurde schließlich überdeutlich, dass sich die Frankfurter mit der Teilnahme an der Europa League ein bisschen zu viel zugemutet haben: In den gesamten Hinrunde bekam das Publikum folgerichtig keinen einzigen Heimsieg ihrer Mannschaft zu sehen. Obwohl diese Negativ-Serie dann gleich beim ersten Rückrundenauftritt mit einem glücklichen 1:0-Erfolg über die Berliner Hertha beendet werden konnte, wechselten sich bei der Eintracht auch in der Folge Licht und Schatten ab. Wurde bei den weiteren Siegen gegen Braunschweig, Stuttgart und Gladbach einerseits ein deutlicher Aufwärtstrend erkennbar, fiel anderntags entweder die Leistung (etwa beim 0:0 gegen Bremen) oder das Ergebnis (1:4 gegen den SC Freiburg) erneut merklich ab.

Insgesamt kann dennoch das vorläufige Fazit gezogen werden, dass sich die Frankfurter insbesondere dank ihrer verbesserten Heimspiele wieder berappelt haben: Auch die Ankündigung des allseits anerkannten Armin Veh, seinen Vertrag in der Main-Metropole zum Saisonende auslaufen zu lassen, wurde von den Spielern in positive Energien umgemünzt. Statt mit einer – wie von Schwarzmalern befürchtet- im Angesicht des bevorstehenden Umbruchs auseinanderfallenden Mannschaft, bekamen es die Konkurrenten zuletzt regelmäßig mit einer aufopferungsvoll kämpfenden Gegner zu tun, der darüber hinaus aber auch in tabellarisch etwas düsteren Zeiten nie den Sinn für das Fußballspielen verlor.

Da sich die Frankfurter mit der siebtbesten Bilanz der Rückrunde zumindest im neuen Jahr (rein virtuell) in Richtung europäischer Startplätze orientieren, darf sich der künftige Nachfolger von Armin Veh auf ein bestens bestelltes Feld begeben: Die gewaltigen Fußstapfen des ungleich erfolgreicheren Vorjahres vermögen momentan jedoch allenfalls die Mainzer Gäste auszufüllen. Bereits zum zweiten Mal in seiner Amtszeit ist es Thomas Tuchel gelungen, mit bescheidenen Mitteln ein Team von internationalem Format zusammenzustellen – selbst eine baldige Teilnahme an der Champions League scheint angesichts eines Vier-Punkte-Rückstandes auf Bayer Leverkusen derzeit nicht nur eine verrückte Träumerei zu sein.

Die Mainzer befinden sich zwischen Müssen und Wollen

Doch wenn gleich sich für die 05er schon mit der bloßen Qualifikation für die Königsklasse bislang undenkbare finanzielle Perspektiven ergeben würden, dürfe den Verein zum Saisonende sicherlich bereits das Startrecht für die kleinere Europa League in einen Freudentaumel versetzen. Allerdings sind die Ambitionen des Klubs längst groß genug, um nun nicht mehr völlig unbefangen in den Endspurt starten zu können. Wenngleich die Eroberung des sechsten Tabellenplatzes freilich keine unumstößliche Verpflichtung ist, wäre die Enttäuschung nichtsdestotrotz riesengroß, sollte das Team nach der bislang so vielversprechend verlaufenden Rückrunde am Ende doch leer ausgehen.

Im neuen Jahr haben es bis dato nämlich nur die Top-Klubs aus München, Gelsenkirchen und Dortmund auf eine bessere Bilanz als die Mainzer gebracht: Folglich dürfen im anstehenden Vergleich nicht nur die wiedererstarkten Hessen, sondern auch die nach oben drängenden Rheinländer mit einer richtig breiten Brust erwartet werden. Ein gleichermaßen hochklassiges wie rassiges Duell scheint angesichts solcher erfreulichen Vorzeichen geradezu garantiert zu sein – und es käme keineswegs überraschend, sollte das meist so ausgeglichene Derby auch in diesem Fall wieder einmal mit einem Unentschieden zu Ende gehen.

Category: Bayern München,Derbys Deutschland,FC Augsburg – Author: admin – 2:45 pm

Schon vor einiger Zeit sind sowohl dem FC Bayern als auch dem FC Augsburg die angestammten Lokalrivalen abhandengekommen: Während sich die Münchener Löwen nunmehr bereits seit über zehn Jahren standhaft weigern, in die 1. Bundesliga zurückzukehren, dümpelt der TSV Schwaben Augsburg inzwischen jenseits von Gut und Böse in der “Bezirksliga Schwaben Süd” herum. Folglich ist es kein Wunder, dass sich die Derbyfans aus der Fuggerstadt längst in Richtung der nur 50 Kilometer entfernten Landeshauptstadt orientieren – und da sich die Mannschaft von Markus Weinzierl zunehmend in der deutschen Eliteliga etabliert, werden dann ja vielleicht auch die Vergleiche mit dem großen Platzhirsch demnächst mit der für ein echtes Derby unverzichtbaren Tradition aufgeladen.

Gegen die die Schwaben hält die Münchener Serie

Dass es sich bei den Duellen der beiden Nachbarn bislang rein gefühlsmäßig lediglich um ein halbes Derby handelt, ist dabei jedoch nur teilweise dem Umstand geschuldet, dass es am Sonntag in der SGL-Arena wettbewerbsübergreifend gerade einmal zum neunten Aufeinandertreffen der noch immer ziemlich ungleichen Vereine kommt: Dem Aufkommen von echter Gänsehaut-Atmosphäre musste vielmehr die regelmäßige Unterlegenheit der Augsburger abträglich sein. Wenngleich sich der Außenseiter mal mehr, mal weniger nach Kräften wehrte, war den Gastgebern bislang nicht einmal im eigenen Stadion der kleinste Achtungserfolg vergönnt – in der Allianz Arena haben sich die Hoffnungen auf eine Sensation dann erst recht nicht erfüllen können.

Als großer emotionaler Höhepunkt der bisherigen Derby-Geschichte ragt somit allein ein Platzverweis von Franck Ribery heraus, der sich im Pokal-Achtelfinale der Vorsaison zu einer vergleichsweise verzeihlichen Unbeherrschtheit hinreißen ließ. Die folgende Überzahl wussten die Augsburger tatsächlich dafür zu nutzen, die Bayern zumindest zeitweise in Bedrängnis zu bringen: Weil sich die Fuggerstädter der gegnerischen Übermacht damals erst nach dem 2:0 durch Shaqiri in der 85. Minute endgültig beugen mussten, waren die Schwaben hier noch am allerdichtesten an einer Überraschung vorbeigeschrammt – letztlich stand aber auch in jenem Match die Abschlussschwäche der Hausherren einem besseren Abschneiden im Weg.

Neuer war zuletzt nicht zu überwinden

Zwar drängt sich angesichts der 40 erzielten Treffer an den bisherigen 28 Spieltagen nicht unbedingt der Eindruck von unbeherrschbaren Augsburger Sturm-Problemen auf; in den Derbys gegen die Münchener hat sich die Offensivabteilung des Außenseiters dann aber doch regelmäßig viel zu lieb präsentiert. Zwei magere Törchen in den acht absolvierten Vergleichen sind maßgeblich dafür verantwortlich, dass am bayrischen Machtgefüge nie ernsthaft gerüttelt wurde – passenderweise legte die Mannschaft nun auch beim jüngsten 0:3 in Mainz die Vermutung nahe, dass sie sich schon einmal seelisch und moralisch auf die nächste Pleite gegen den übermächtigen Triple-Champion vorbereitet.

Dabei sollten sich die Augsburger aber dennoch darüber freuen können, dass die sich dem Ende entgegen neigende Saison dieses besondere Highlight zu bieten hat: Schien die Luft bei der Mannschaft aufgrund der weitgehend geklärten Tabellenverhältnisse zuletzt ein wenig raus zu sein, dürfte das Derby nun doch noch einmal die Lebensgeister der Spieler zum Leben erwecken. Zwar kann die inzwischen deutlich nach unten weisende Formkurve (nur ein Punkt aus den letzten vier Partien) den Gastgebern vermutlich kaum ein Duell auf Augenhöhe versprechen: Schon allein durch die Erhöhung des Tempos im anstehenden Match könnte der FCA jedoch etwas zusätzlichen Schwung für die noch kommenden Aufgaben gewinnen.

Wie reagieren die Gäste auf die ungewohnte Unentschieden-“Schwemme”?

Obendrein deutete sich in den vergangenen Tagen vage an, dass den Bayern das Wissen um die bereits eingefahrene Blitz-Meisterschaft das Abrufen der gewohnten Siegermentalität ganz sicher nicht leichter macht: Immerhin ist es angesichts der vorangestellten Siegesserie schon bemerkenswert, dass sich die Elf von Pep Guardiola zuletzt gegen Hoffenheim und Manchester United gleich zwei Mal hintereinander in ein Unentschieden fügen musste. Wenngleich dem Tabellenführer der enorme Ballbesitz und die optische Überlegenheit natürlich auch in diesen Partien nicht zu nehmen war, stellte sich die Dominanz doch insbesondere in Old Trafford bisweilen als ein falscher Zauber heraus: Schließlich gelang es den hochfavorisierten Gästen beim schwächelnden englischen Meister nur im Ausnahmefall, eine halbwegs vielversprechend Torchance zustande zubringen.

Trotzdem wäre es natürlich reichlich verwegen, aus zwei Punkteteilungen gegen sich jeweils am Limit bewegende Gegner den Verdacht einer kleinen sportlichen Krise zu konstruieren: Läuft es die für Augsburger nun richtig dumm, könnten die Münchener Gäste die etwas „weltlicheren“ Ergebnisse der vergangenen Tage sogar als eine zusätzliche Motivationsspritze für das Derby verstehen. Nach wie vor werden die Bayern schließlich von dem großen Wunsch geleitet, den Rekord-Punktestand des Vorjahres noch einmal weiter in die Höhe zu schrauben – und in diesem Sinne kommt dem Spitzenreiter das Gastspiel beim verlässlichen Punktelieferanten aus der Fuggerstadt vermutlich gerade recht.

Category: Derbys Österreich – Author: admin – 9:21 am

Zum 277. Mal treffen die beiden Wiener Traditionsklubs Austria und Rapid am Sonntag den 6. April in einem Meisterschaftsspiel aufeinander. Mit 115:94-Siegen liegen die Grün-Weißen in der Gesamtbilanz voran und auch in den letzten Partien hatte der Rekordmeister zumeist das bessere Ende für sich. In den letzten vier Derbys blieb Rapid unbesiegt und gewann die letzten beiden.

Dabei drohte den Grün-Weißen noch in der Saison 2012/13 die Schmach, erstmals in der Geschichte alle vier Saisonderbys gegen die Violetten zu verlieren. Aber mit einem 2:2 in der letzten Begegnung in der Generali-Arena konnte das Schlimmste noch abgewendet werden. Seit damals verlor Rapid kein Derby mehr.

Kampf um einen internationalen Startplatz

Auch aktuell hat Rapid die etwas bessere Serie. Vier Spiele in Folge sind die Grün-Weißen zuletzt unbesiegt geblieben und ließen dabei kein einziges Gegentor zu. Aber auch die Austria legte nach dem Trainerwechsel von Nenad Bjelica zu Herbert Gager punktemäßig zu und ist unter dem neuen Trainer noch ungeschlagen. Diese Serie hing am vergangenen Wochenende in Ried an einem seidenen Faden, ehe in der Nachspielzeit doch noch der Ausgleich zum 2:2 gelang. Damit wuchs der Rückstand in der Tabelle auf die zweitplatzierten Rapidler jedoch auf zwei Punkte an.

Mit einem Sieg im Derby könnte der Stadtrivale in der Tabelle wieder überholt werden. Der Traum von einer erfolgreichen Titelverteidigung platzte in dieser Saison für die Austria angesichts einer überragenden Mannschaft von Red Bull Salzburg bereits sehr früh. Nun soll zumindest die Qualifikation für die Europa League gesichert werden. Das wäre auch aktuell mit dem dritten Platz der Fall, aber auch der lange Zeit starke Aufsteiger Grödig und die SV Ried haben den Kampf um Europa noch nicht aufgegeben.

Rapid zuletzt zwei Mal erfolgreich

Das letzte Derby in Favoriten endete mit einem 1:0-Sieg der gastierenden Rapidler. Zwei Minuten vor dem Ende sorgte Terrence Boyd per Kopf für den Siegtreffer. Ähnliches wird sich diesmal nicht wiederholen, da der US-Amerikaner im letzten Meisterschaftsspiel gegen Sturm Graz die fünfte Gelbe Karte sah und gesperrt ist. Aber auch im ersten Derby des Jahres 2014 am 9. Februar 2014 im Hanappi-Stadion war Boyd aufgrund einer Sperre nicht dabei, dennoch siegte Rapid nach 0:1-Rückstand noch mit 3:1.

Aus Sicht der Fußballwetten werden – wohl aufgrund des Heimvorteils – diesmal jedoch der Austria die etwas besseren Chancen eingeräumt. Bei einem Sieg der Violetten werden Quoten um 2,2 fällig, während ein Auswärtssieg von Rapid den mehr als dreifachen Wetteinsatz bringen würde. Etwa ebenso viel ist bei einem Tipp auf ein Unentschieden zu gewinnen.

Trainer mit grün-weißen Wurzeln

Brisanz verspricht auch das Duell der beiden Trainer. Zoran Barisic und Herbert Gager spielten von Kindesbeinen an zusammen im grün-weißen Nachwuchs. Nachdem der um acht Monate ältere Gager 1989 zu seinen ersten Einsätzen in der Rapid-Kampfmannschaft kam, wurde er 1990 zum Wiener Sport-Club verliehen, wo er abermals mit dem ebenfalls zu den Hernalsern transferierten Barisic zusammentraf. Gemeinsam kassierten sie mit 1:7 (daheim) und 0:5 (auswärts) zwei schwere Niederlagen gegen Rapid.

Beide kehrten anschließend wieder zu ihrem Stammverein zurück, hatten aber in der Folge einen gänzlich unterschiedlichen Karriereverlauf. Zoran Barisic feierte von 1993 bis 1996 große Erfolge mit den Grün-Weißen, wurde Meister, Cupsieger und zog ins Europacupfinale ein. Auch nach seinem Abschied von Rapid war er ab 1997 vor allem beim FC Tirol (3 Mal Meister) sehr erfolgreich tätig und kehrte 2006 als Co-Trainer zu Rapid zurück.

Herbert Gager dagegen, der einst sämtliche Rapid-Nachwuchsteams als Kapitän aufs Feld geführt hatte, blieb nur bis 1993 bei den Grün-Weißen. In jener Zeit absolvierte er auch seine einzigen Partien für das österreichische Nationalteam. Anschließend führte ihn sein Weg über Stahl Linz, Mödling und die Admira schließlich erstmals zur Austria, für die er von 1996 bis 1998 tätig war. Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn heuerte er als Nachwuchstrainer bei den Violetten an und ist seit diesem Jahr Trainer der Austria, blieb bisher unbesiegt und möchte das auch nach dem Duell mit dem Verein seiner Jugendjahre bleiben.

Fan Box

Facebook By Weblizar Powered By Weblizar

Wettpartner

Logobanner Fussball-Wetten.com

Sport News