Erstmals seit zweieinhalb Jahren findet am Sonntag wieder ein Rhein-Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach statt. Beide Vereine hatten ihre große Zeit in den 1960er- und 1970er-Jahren, in denen sie insgesamt acht Mal (5 x Mönchengladbach, 3 x Köln) die Meisterschaft an den Rhein holten und gemeinsam mit Bayern München den deutschen Vereinsfußball dominierten. In den 1990er-Jahren ging es jedoch mit den beiden Klubs steil bergab. Die Talfahrt endete schließlich sowohl für Köln, als auch für Gladbach mit dem Abstieg in die Zweitklassigkeit.

Gladbach im Aufwärtstrend – zieht Köln nach?

Erst in den letzten drei Jahren zeigte sich Borussia Mönchengladbach wieder erholt, etablierte sich im oberen Tabellendrittel und qualifizierte sich in der vorigen Saison erneut für die Europa League. Auch in der neuen Saison ist die vom Schweizer Lucien Favre trainierte Mannschaft noch unbesiegt und zeigte vor allem mit dem 4:1-Heimsieg am vergangenen Wochenende über den Vorjahrs-Dritten Schalke 04 einen deutlichen Formanstieg.

Ganz so weit ist der langjährige Rivale aus Köln noch nicht. In den vergangenen Jahren erwies sich der erste Bundesliga-Meister der Saison 1963/64 als „Fahrstuhlmannschaft“ und pendelte zwischen Liga 1 und 2 hin und her. Nun ging es mit den Geißböcken aber wieder aufwärts. In souveräner Manier wurde in der vergangenen Saison der Titel in der 2. Bundesliga geholt und dieser Umstand gibt den Anhängern der Kölner Hoffnung, dass die mageren Jahre nun vorbei sind.

Dennoch tritt der nüchterne österreichische Meistertrainer Peter Stöger immer wieder auf die Euphorie-Bremse, um die Erwartungen nicht allzu hoch steigen zu lassen. Das straffe Defensivkonzept ging bisher auf, die Kölner sind als einziges Team der Bundesliga in dieser Saison noch ohne Gegentreffer. In der Offensive dagegen ist noch einige Luft nach oben. Nur in Stuttgart gelangen bisher (zwei) Tore, die beiden anderen Spiele endeten jeweils torlos.

Gladbach in der Derby-Bilanz klar voran

Was die direkte Bilanz der beiden Vereine betrifft, so spricht diese deutlich zugunsten der Gladbacher. Von 80 Begegnungen in der Bundesliga haben die Borussen doppelt so viele (44) für sich entschieden wie die Kölner (21). Besonders bemerkenswert ist, dass Mönchengladbach auswärts genau so oft wie daheim gegen die Geißböcke gewonnen hat, nämlich 22 Mal. Köln gewann nur 12 von 40 Heimspielen, woran zu sehen ist, dass der Heimvorteil in den Begegnungen der beiden Klubs keine überaus große Rolle spielt.

Das zeigt auch ein Blick auf die Statistik der letzten Jahre. Von den letzten vier Heimspielen gegen den Rivalen haben die Kölner drei verloren und nur ein einziges Mal einen Punkt geholt. Der einzige Kölner Sieg in den letzten acht Jahren resultierte aus einem 2:1-Auswärtserfolg am 4. Oktober 2008. Seitdem feierten Mönchengladbach in sieben Spielen fünf Siege, nur zwei Mal erreichte der FC ein Unentschieden.

Aus der Sicht der Fußball-Wetten ist der Ausgang dieser Partie einigermaßen offen. Leichte Vorteile werden auf Seiten der Gladbacher gesehen, die sich in den vergangenen Jahren in der Spitze behaupten konnten. Aufgrund der starken Kölner Defensive deutet aber auch einiges auf eine Punkteteilung hin.

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Gast - Tuesday, November 21, 2017 02:35:30

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