Mit dem Aufeinandertreffen zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln steht am kommenden Wochenende eines der brisantesten deutschen Fußball-Derbys auf dem Programm. Nicht umsonst ziert auch ein Bild aus einem der bisherigen 80 Rhein-Derbys in der Bundesliga die Titelseite von derbysieg.com.

Glorreiche Vergangenheit

Vor allem die ersten beiden Jahrzehnte der Bundesligageschichte wurden – neben Bayern München – maßgeblich von diesen beiden Vereinen geprägt. Der 1. FC Köln war in der Saison 1963/64 der erste Bundesliga-Meister, die Gladbacher hatten in den 1970er-Jahren ihre ganz große Zeit mit fünf Meistertiteln von 1971 bis 1977.

Besonders spektakulär verlief das Saisonfinish 1977/78, als sich der 1. FC Köln unter dem langjährigen Gladbacher Erfolgstrainer Hennes Weisweiler nach 34 Spieltagen aufgrund der besseren Tordifferenz vor Mönchengladbach den Titel sicherte. Selbst ein 12:0-Heimsieg am letzten Spieltag über Borussia Dortmund reichte den – damals vom kürzlich verstorbenen Udo Lattek betreuten – Fohlen nicht zum Titel, da auch die Kölner in St. Pauli einen hohen 5:0-Auswärtserfolg feierten. Damals ahnte niemand, dass es bis heute der letzte Meistertitel für einen der beiden Vereine bleiben sollte.

Seit Ende der 1990er-Jahre steckten beide Klubs zunehmend im Abstiegskampf fest und mussten in der Folge auch zum wiederholten Mal den Gang in die Zweitklassigkeit antreten. Es waren die Gladbacher, die mit Platz vier in der Saison 2011/12 zunächst den Weg aus diesem tiefen Tal fanden, die Kölner schafften erst in der letzten Saison mit dem souveränen Meistertitel in Liga 2 wieder den Sprung in die höchste Spielklasse.

Gladbach will in die Champions League – Köln den Klassenerhalt

Auch vor dem Duell am kommenden Wochenende sind die Gladbacher in der besseren Position. Zwar gab es am vergangenen Freitag mit der 0:1-Niederlage in Gelsenkirchen gegen Schalke 04 einen kleinen Rückschlag, als Tabellenfünfter mit einem Punkt Rückstand auf Platz drei ist aber die Qualifikation für die Champions League weiterhin im Fokus. Die Kölner sind in ihrer Aufstiegssaison neun Punkte dahinter auf Platz elf klassiert. Mit fünf Punkten Vorsprung auf die auf dem Relegationsplatz liegenden Dortmunder ist der Klassenerhalt aber noch nicht gesichert.

Vor allem im eigenen Stadion ist die Ausbeute der Geißböcke bisher zu gering. Mit nur einem Sieg, vier erzielten Toren und insgesamt acht Punkten rangieren die Kölner in der Heimtabelle auf dem vorletzten Platz. Nur Tabellen-Schlusslicht VfB Stuttgart hat eine noch schlechtere Heimbilanz. Dass sich die Kölner dennoch im Mittelfeld der Tabelle platzieren können, liegt an der starken Performance in fremden Stadien. Nur Meister und Tabellenführer Bayern München kann eine bessere Auswärtsbilanz aufweisen als der Aufsteiger.

Die Bilanz spricht für Gladbach

Fünf von zehn Auswärtsspielen hat der FC in dieser Saison gewonnen. Aus diesem Grund rechnen sich die Domstädter auch im 50 Kilometer entfernten Borussia-Park einiges aus. Die Fußballwetten sprechen allerdings eher für einen Heimsieg der Gladbacher, was auch durch die Bilanz der letzten Begegnungen untermauert wird. Denn in den letzten acht Bundesliga-Duellen blieben die Kölner gegen Gladbach stets sieglos, holten dabei nur drei Punkte aus Unentschieden.

Remis endete auch die letzte Begegnung, das erste Saisonduell am 21. September 2014 in Köln. Da trennten sich die beiden Rivalen torlos. Vor allem für die Mannschaft von Peter Stöger ist das kein ungewöhnliches Resultat. Bereits sechs Mal spielten die Kölner in dieser Saison 0:0, davon allerdings fünf Mal vor eigenem Publikum.

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Gast - Monday, September 25, 2017 01:23:03

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