Archive for March, 2015

Category: Derbys Spanien – Author: admin – 5:24 pm

Nachdem der FC Barcelona kürzlich die Tabellenführung in der Primera Division übernommen hat, kann sich die Mannschaft von Luis Enrique nun im Duell der Giganten endgültig die besten Karten auf den nationalen Titel sichern – und sich dabei ganz nebenbei für die in der Hinrunde erlittene 1:3-Schlappe im Bernabeu-Stadion revanchieren.

Da die spanischen Top-Teams vor dem anstehenden Spieltag lediglich ein Pünktchen trennt, fällt dem Clasico wohl auch in dieser Saison die Aufgabe zu, den ewigen Wettlauf der beiden großen Rivalen zu entscheiden: Während jedoch der Tabellenstand im Camp Nou für jede Menge Spannung spricht, dürften sich die Klubs in den vergangenen Jahren kaum einmal in einer ähnlich gegensätzlichen Verfassung in den direkten Schlagabtausch begeben haben. Derweil Real nur eines seiner letzten vier Spiele siegreich bestritt, scheinen die Katalanen nahezu unantastbar zu sein – schließlich schloss der amtierende Spitzenreiter beeindruckende 17 der 18 unlängst absolvierten Pflichtspiele mit einem standesgemäßen Dreier ab.

Messi ist obenauf – Ronaldo schwächelt

Wie weit Barca und Real momentan auseinanderliegen, zeigt unter anderem die jeweilige Durchschlagskraft der Offensive auf: So hat es etwa der schon seit dem Jahreswechsel in Topform befindliche Lionel Messi im Alleingang auf mehr erfolgreiche Abschlüsse als der viel gerühmte BBC-Angriff des Weißen Balletts gebracht.  Allein auf den zuletzt stets schlecht gelaunt wirkenden Cristiano Ronaldo machte der Argentinier in der Torschützenliste 15 Treffer gut – und konnte dank des jüngsten Doppelpacks gegen Eibar mittlerweile auch in dieser Wertung die Spitzenposition übernehmen. Obendrein kommen auch Messis Sturmpartner Neymar und Luiz Suarez immer besser in Schwung: Nach einem eher verhaltenen Saisonstart scheint die Mannschaft inzwischen wieder für die Übernahme der europäischen Führungsrolle bereit zu stehen.

Während dem FC Barcelona somit ein offensives “Trio Infernale” zur Verfügung steht, scheinen momentan sämtliche Angreifer des hauptstädtischen Verfolgers mit Formschwächen zu kämpfen zu haben: Sieht sich etwa Garreth Bale – ungeachtet seines jüngsten Doppelpacks gegen Levante – mittlerweile regelmäßig den Pfiffen des eigenen Anhangs ausgesetzt, ist auch die Torquote von CR7 in den vergangenen Wochen besorgniserregend in den Keller gerauscht. Hatte es der amtierende Welt-Fußballer vor der Winterpause noch mit sensationellen 25 Toren in 14 Spielen auf einen Schnitt von fast zwei Buden pro Partie gebracht, steuerte der Portugiese zuletzt durchschnittlich nur zu jedem zweiten Auftritt einen Treffer bei – und dies auch nur, weil er in den beiden europäischen Achtelfinals gegen den FC Schalke gleich drei Mal zum Zuge kam.

Real ist seit Wochen außer Form

Angesichts des Beinahe-K.o.’s im Rückspiel denkt vermutlich aber noch nicht einmal Ronaldo gern an die Duelle gegen die Königsblauen zurück: Nachdem es unmittelbar zuvor bereits in der Liga gegen Villarreal (1:1) und in Bilbao (0:1) unangenehme Überraschungen setzte, legte der Bundesligist die aktuellen Schwächen des Titelverteidigers vielleicht am deutlichsten bloß. Abgesehen davon, dass die Madrilenen nie in den Genuss der Spielkontrolle kamen, stellte sich insbesondere die lustlos wirkende Abwehr als ein permanenter Unsicherheitsfaktor der spanischen Gastgeber heraus – gegen das im vergangenen Jahr noch nach Belieben beherrschte Schalke schien Real eine ungesunde Mischung aus Überheblichkeit und fehlendem Selbstbewusstsein zu schaffen zu machen.

Um nun nicht in Barcelona ein ähnliches Debakel wie beim peinlichen 0:4 im Stadtduell bei Atletico zu erleiden, wurde von Trainer Carlo Ancelotti bereits bei dem jüngsten 2:0-Sieg gegen Levante mit den Vorbereitungen auf das Clasico begonnen: So musste der gelbgefährdete Toni Kroos die erfolgreich bestrittene Generalprobe auf der Ersatzbank verfolgen, um gegen Barca in jedem Fall dabei zu sein. Auch der zuletzt unsichere Iker Casillas durfte vor dem Showdown noch einmal abseits des Rasens neue Kräfte sammeln – dagegen konnte sich Sergio Ramos nach seinem überstandenen Muskelfaserriss wertvolle Wettkampfpraxis für das nun anstehende Wochenende verschaffen.

Category: Derbys Großbritannien – Author: admin – 6:17 pm

Eigentlich haben die Hammers ihren Derby-Tiefpunkt der Saison schon vor zwei Wochen im eigenen Stadion erlebt: Schließlich hatte dem ungeliebten FC Chelsea ein bestenfalls durchschnittlicher Auftritt genügt, um die Tabellenführung mit einem 1:0-Erfolg im Upton Park noch ein bisschen weiter auszubauen. Nach der Niederlage gegen den Liga-Primus wartet West Ham United in der Premier League mittlerweile bereits seit sieben Spieltagen auf einen Sieg – folglich tritt das Team aus East End nun auch am Samstag nur mit geringen Erfolgsaussichten zum nächsten Derby im Emirates Stadium an.

Arsenal vertreibt die Krise

Blickt man auf die Londoner Derby-Geschichte, hat es allerdings ohnehin Tradition, dass West Ham gegen die Gunners nicht allzu viel zu bestellen hat: Zwar liegt der letzte Auswärtssieg in der Höhle des Löwen aus dem Jahr 2007 noch gar nicht so lange zurück, zumindest in den jüngsten acht Duellen behielt dann aber stets die Mannschaft von Arsene Wenger die Oberhand. Da der Hausherr aus dem Norden die drei Punkte auch in dieser Saison dringend zur Verteidigung des direkten Startplatzes für die Champions League braucht, scheint nun aus Sicht der Hammers der neunte Fehlschlag in Serie fast schon vorgezeichnet zu sein – zumal sich die Kanoniere ausnahmsweise einmal in gehobener Stimmung zum Hauptstadt-Duell begeben werden.

Zwar hatte das bittere 1:3 im europäischen Achtelfinal-Hinspiel gegen den AS Monaco erst vor kurzem für den absoluten Saison-Tiefpunkt bei den Gunners gesorgt; in der Folge halfen dann aber die siegreichen Auftritte gegen den FC Everton und die Queens Park Rangers, die sich häufenden kritischen Stimmen wieder etwas in den Hintergrund zu drängen. Den ganz großen Stimmungsumschwung führte allerdings erst der am Montag eingefahrene Sieg bei Manchester United im Viertelfinale des FA Cup herbei: Nachdem Arsenal erstmals seit neun Jahren in Old Trafford triumphierte, scheint die Titelverteidigung im nationalen Cup-Wettbewerb nur noch einen Steinwurf weit entfernt zu sein.

Das Losglück sorgte schließlich dafür, dass es Özil & Co. in der Vorschlussrunde wahlweise mit dem Zweitligisten FC Reading oder dem drittklassigen FC Bradford zu tun bekommen: Den im vergangenen Jahrzehnt nicht gerade mit Titeln überhäuften Gunners wurde durch den starken Auftritt bei den Red Devils somit fast schon der rote Teppich nach Wembley ausgerollt. Was für eine befreiende Wirkung die Wahrung der Titelchance hatte, war nicht zuletzt dem gemeinsamen Tänzchen von Per Mertesacker und Aaron Ramsey unmittelbar nach dem Abpfiff in Manchester zu entnehmen – insbesondere der nach der Pleite gegen die Monegassen noch an den Pranger gestellte Weltmeister scheint durch den derzeitigen Lauf von einer Last befreit zu sein.

Die Hammers sind im Mittelmaß angekommen

Während sich die Perspektiven der Gastgeber somit innerhalb weniger Wochen wieder deutlich verbesserten, haben die Hammers in den vergangenen anderthalb Monaten die Chance auf eine historisch erfolgreiche Saison verspielt: Mischte die Truppe von Sam Allardyce noch im Januar sensationell im Kampf um die europäischen Startplätze mit, wurde dieses Thema aufgrund der nun schon seit etlichen Spieltagen ausbleibenden Siege inzwischen längst zu den Akten gelegt. Durch die in den zuletzt absolvierten Topspiel-Wochen kassierten Niederlagen gegen Liverpool und Chelsea sowie die Unentschieden gegen Man United, Southampton und Tottenham wurde dem von höheren Weihen träumenden Verein der Kopf mittlerweile wieder gerade gerückt.

Das heißt: So ganz gerade scheint der Kopf doch noch nicht wieder auf den Schultern zu sitzen. Obwohl die im Vorjahr noch gegen den Abstieg kämpfenden Hammers im Großen und Ganzen nach wie vor eine bemerkenswert gute Saison absolvieren, wird bei West Ham United schon seit geraumer Zeit nicht mehr an einem Strang gezogen. Insbesondere Teammanager Allardyce sieht sich heftiger Kritik des Umfeldes ausgesetzt – längst pfeifen die Spatzen deshalb von den Dächern, dass dessen Tätigkeit bei den Hammers in diesem Sommer beendet wird. Aufgrund der sich abzeichnenden Veränderungen dürfte es der im gesicherten Mittelfeld feststeckenden Mannschaft einige Mühe bereiten, bis zum letzten Spieltag hochmotiviert zu Werke zu gehen – zumindest im anstehenden Derby müssen die Anhänger aber ganz sicher noch keinen halbherzigen Auftritt von West Ham United fürchten.

Category: Derbys Österreich – Author: admin – 2:48 pm

Im 312. Wiener Derby zwischen Austria und Rapid, das am kommenden Sonntagnachmittag in der Generali-Arena auf dem Programm steht, geht es vor allem für die Heimmannschaft um viel. Denn nach drei Niederlagen in den ersten vier Partien im Frühjahr rangiert die Austria in der Tabelle nur auf Rang sechs. Der Rückstand auf die internationalen Startplätze beträgt nach Verlustpunkten bereits sieben Zähler.

Noch viel bitterer ist für die Violetten allerdings der Zehn-Punkte-Rückstand, den man auf den zweitplatzierten Stadtrivalen aufweist. Im Falle einer Heimniederlage gegen Rapid würde dieser auf wohl uneinholbare 13 Punkte anwachsen. Das ist auch deshalb von Bedeutung, da die Klubführung vor Beginn der Rückrunde noch mit Platz zwei und damit der Qualifikation für die Champions League spekuliert hatte. Dieses Ziel ist aber mittlerweile in weite Ferne gerückt.

Letzte Chance für Baumgartner?

Daher ist auch Trainer Gerald Baumgartner aktuell schwer angezählt. Eine Derbyniederlage würde für ihn wohl das endgültige Aus am Verteilerkreis bedeuten. Leidgeprüften Austria-Anhängern sind derartige Entwicklungen durchaus nicht fremd. Seitdem Peter Stöger nach dem überraschenden Titelgewinn in der Saison 2012/13 zum 1. FC Köln wechselte, ist mit Baumgartner bereits der dritte Austria-Trainer im Amt. Seine Vorgänger Nenad Bjelica und Herbert Gager scheiterten ebenfalls an der hohen Erwartungshaltung in Wien-Favoriten. Während Stöger aus dem vorhandenen Personal das Maximum herausholte, erreichten dieselben Spieler unter seinen Nachfolgern nie mehr die Form, die sie noch in der Meistersaison ausspielten.

Aktuell kam zur sportlichen Misere im letzten Spiel in Graz gegen Sturm auch noch Pech dazu, als man trotz einer 1:0-Führung im Finish noch zwei Tore kassierte, wobei der Siegtreffer der Grazer in der Nachspielzeit aus Abseitsposition erzielt wurde.

Rapid rotiert zum späten Sieg

Konträr dazu musste Derbygegner Rapid am Mittwoch im Heimspiel gegen Aufsteiger Altach ebenfalls bis in die Nachspielzeit warten, ehe in der 94. Minute der erlösende Siegtreffer durch den eingewechselten Philipp Prosenik fiel. Davor waren die Grün-Weißen über 90 Minuten lang vergeblich gegen die Abwehrmauer der Vorarlberger angerannt. Prosenik stand überhaupt nur deshalb im Kader, weil mit dem Slowenen Robert Beric der Topscorer der Hütteldorfer (16 Saisontore) wegen einer Gelbsperre pausieren musste.

Aber Trainer Zoran Barisic musste nicht nur auf Beric verzichten, er ließ zudem mit Hofmann, Schrammel, Kainz und Petsos vier weitere Spieler auf der Bank, die vier Tage zuvor beim 1:0-Sieg über Sturm Graz noch erste Wahl gewesen waren. Stattdessen kamen mit Schobesberger, Stangl, Grahovac und Starkl vier junge Spieler in die Mannschaft, die bisher erst selten – und vor allem nicht von Beginn an – zum Einsatz gekommen waren. Der eine oder andere konnte seine Chance auch nützen, dennoch ist damit zu rechnen, dass im Derby wieder das Stammpersonal auflaufen wird.

Welche Rolle spielt der Heimvorteil?

Aufgrund der letzten Ergebnisse ist Rapid eine leichte Favoritenrolle einzuräumen, aber gerade diese hatte im Wiener Derby meist nur wenig Aussagekraft. In der laufenden Saison konnte Rapid noch keines der Duelle mit der Austria gewinnen. Die erste Partie in der Generali-Arena endete 2:2, im Ernst-Happel-Stadion im Prater gab es einen 3:2-Erfolg der Violetten. Beim letzten Aufeinandertreffen kam es dabei zu Ausschreitungen beider Fangruppen, die zur Folge hatten, das die beiden restlichen Saisonderbys ohne Fans der Auswärtsmannschaft stattzufinden haben. Ob diese Maßnahme zur Beruhigung der Situation beitragen wird, bleibt abzuwarten.

Jedenfalls sollte der Heimvorteil in der Generali-Arena für die Austria doch spürbar sein. Der schlug sich für die Violetten in den letzten Heimderbys zumindest nicht im Ergebnis nieder. Ein 2:0-Sieg am 21. Oktober 2012 brachte den einzigen Austria-Sieg in den letzten neun Spielen am Verteilerkreis Favoriten. Im gleichen Zeitraum feierte Rapid vier Auswärts-Derbysiege, stets mit dem Ergebnis von 1:0. Vier weitere Begegnungen endeten unentschieden.

Gesamtbilanz Wiener Derby von 1911 bis 2014:

Pflichtspiele Gesamt (312): 127 Rapid-Siege, 113 Austria-Siege, 71 Unentschieden, Tore: 580:500
Meisterschaftsspiele (279): 116 Rapid-Siege, 95 Austria-Siege, 68 Unentschieden, Tore: 514:424

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