Archive for August, 2017

Category: Uncategorized – Author: admin – 12:52 pm

Gleich am 1. Spieltag der neuen Bundesliga-Saison steht mit dem Rheinderby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln ein besonders brisantes Duell auf dem Programm.

Es ist das zweite Mal in der Geschichte der Bundesliga, dass die Saison mit einem Derby der beiden rheinischen Rivalen beginnt. In der Saison 2003/04 starteten die Gladbach mit einem 1:0-Erfolg über die Kölner in die neue Saison.

Das jüngste Aufeinandertreffen im Borussia Park fand am 19. November 2016 statt und brachte den Kölnern einen 2:1-Auswärtssieg. Das war mit ein Grund dafür, dass die Geißböcke erstmals seit der Saison 2010/11 in der Abschlusstabelle der Bundesliga vor den Gladbachern lagen.

Als Fünfter qualifizierten sich die Domstädter sogar erstmals seit 25 Jahren für den Europapokal, während die Gladbacher zwar als Champions League-Starter in die Saison gingen, nach schwachem Saisonauftakt aber nicht mehr die Qualifikation für einen internationalen Bewerb schafften.

 

Die Bilanz spricht für Gladbach

In der neuen Saison würden die Borussen gerne die alte Ordnung wiederherstellen. Bereits im letzten Derby in Köln gingen sie als 3:2-Sieger vom Platz. Immerhin spricht die Gesamtbilanz an Bundesliga-Derbys der beiden Klubs deutlich für Mönchengladbach.

86 Mal trafen die Fohlen und die Geißböcke seit 1963 in der höchsten Spielklasse aufeinander. Dabei trugen 47 Mal die Gladbacher den Sieg davon, während sich die Kölner mit vergleichsweise mageren 23 Erfolgen begnügen mussten. 16 Partien endeten unentschieden.

 


Die letzten 5 Duelle zwischen Mönchengladbach und Köln:

Datum Bewerb Heimteam Auswärtsteam Ergebnis
08.04.2017 Bundesliga Köln Gladbach 2:3
19.11.2016 Bundesliga Gladbach Köln 1:2
20.02.2016 Bundesliga Gladbach Köln 1:0
19.09.2015 Bundesliga Köln Gladbach 1:0
14.02.2015 Bundesliga Gladbach Köln 1:0

 

Ein ähnliches Bild zeichnet die Heimbilanz der Borussen. 24 von 43 Spielen im eigenen Stadion konnten die Gladbacher für sich entscheiden. Dem stehen zehn Auswärtssiege der Kölner gegenüber.

Allerdings verzeichneten die Domstädter in den vergangenen Jahren einen bemerkenswerten Aufstieg. Seitdem Peter Stöger 2013 das Traineramt übernahm, kehrten die Geißböcke nicht nur wieder in die höchste Spielklasse zurück, sie steigerten sich dort auch von Jahr zu Jahr.

Nach dem Meistertitel in der 2. Liga 2014 landete man 2015 auf Platz, war ein Jahr später Neunter, um sich in der abgelaufenen Saison als Fünfter erstmals seit 1992 wieder für den Europacup zu qualifizieren.

 

Kölns Geschäftsführer Jörg Schmadtke forumuliert die Ziele für die neue Saison.
(Quelle: YouTube/1. FC Köln)

 

Die Konkurrenz spornt zu Erfolgen an

Damit könnten die Kölner wieder an jene glorreichen Zeiten anschließen, als man sowohl national als auch international zur Elite zählte. Drei Mal wurde der 1. FC Köln deutscher Meister (1962, 1964, 1978), holte vier Mal den DFB-Pokal (zuletzt 1983) und stand 1986 im Endspiel des UEFA-Cups.

Zur gleichen Zeit erlebten auch die Rivalen aus Gladbach ihre Hochblüte. Allein zwischen 1970 und 1977 wurden die Fohlen fünf Mal deutscher Meister und gewannen 1975 und 1979 den UEFA-Cup. Lediglich bei den Pokalsiegen (3, zuletzt 1995) muss man den Kölnern den Vortritt lassen.

 

Daran zeigt sich, dass beide Klubs stets dann ihre größten Erfolge feiern durften, wenn es dem rheinischen Rivalen ebenfalls gut ging. Die direkte Konkurrenz beflügelte beide Klubs. Als es dagegen Ende der 1990er-Jahre steil bergab ging, stiegen 1998 zuerst die Kölner und ein Jahr später die Gladbacher erstmals in die 2. Liga ab.

Die Borussen erholten sich von dieser Talfahrt etwas schneller und sind seit 2008 wieder fixer Bestandteil der höchsten Spielklasse. In den letzten beiden Saisonen belegten sowohl Gladbach als auch Köln jeweils einen einstelligen Tabellenplatz.

Zum Auftakt der neuen Saison sehen die Wettanbieter im Derby die Vorteile zunächst bei der Heimmannschaft. Ein Sieg der Gladbacher bringt etwa den doppelten Wetteinsatz ein, dagegen stehen die Quoten für einen Auswärtssieg der Kölner um 3,8.

Category: Derbys Österreich – Author: admin – 9:42 am

Zum 322. Mal findet am Sonntag das Wiener Derby zwischen Rapid und Austria Wien statt. In Europa wurde nur das „Old Firm“ zwischen Celtic und Rangers in Glasgow noch öfter gespielt. Im Gegensatz zu jenem in Schottland wird das Duell in Wien aber seit 1911 ohne Unterbrechung ausgetragen, da weder Rapid noch Austria bisher jemals aus der höchsten Spielklasse abgestiegen sind.

icon FussballAllerdings hat das Wiener Derby – ähnlich wie das kürzlich ausgetragene Züricher Derby – bereits bessere Zeiten gesehen. Die Überlegenheit der Wiener Klubs gehört bereits seit Längerem der Vergangenheit an.

Zwar haben Rapid und Austria mit 32 bzw. 24 Meistertiteln mehr als die Hälfte aller Championate in Österreich gewonnen, die Abstände zwischen den Erfolgen wurden jedoch immer größer. Mittlerweile muss Rapid seit 2008 auf einen Titelgewinn warten, der letzte für die Austria wurde 2013 unter Trainer Peter Stöger errungen, bevor dieser zum 1. FC Köln wechselte.

In der Meisterschaft wurden bisher 289 Derbys zwischen beiden Wiener Klubs ausgetragen, 32 weitere Duelle fanden im Cup bzw. im Supercup statt. In der Gesamtbilanz der Meisterschaftsderbys liegt Rapid mit 121 Siegen voran, die Austria konnte bislang 99 Ligaduelle gegen den Erzrivalen gewinnen, 69 Begegnungen endeten unentschieden.


Die letzten 10 Duelle zwischen Rapid und Austria:

Datum Bewerb Heimteam Auswärtsteam Ergebnis
23.04.2017 Bundesliga Rapid Austria 0:2
12.02.2017 Bundesliga Austria Rapid 1:1
23.10.2016 Bundesliga Rapid Austria 0:2
07.08.2016 Bundesliga Austria Rapid 1:4
17.04.2016 Bundesliga Rapid Austria 1:0
14.02.2016 Bundesliga Austria Rapid 0:3
25.10.2015 Bundesliga Rapid Austria 1:2
12.08.2015 Bundesliga Austria Rapid 2:5
17.05.2015 Bundesliga Rapid Austria 4:1
08.03.2015 Bundesliga Austria Rapid 2:1

Austria verpatzt den Saisonstart

Ob die Violetten am Sonntag aber ihren 100. Ligasieg über die Grün-Weißen feiern dürfen, scheint fraglich. Zwar hatte Austrias Trainer Thorsten Fink nach Platz zwei im Vorjahr für die neue Saison den Meistertitel als Ziel ausgegeben, nach den ersten beiden Spielen rangiert der selbsternannte Titelkandidat aber punktelos am Tabellenende.

Nach einer deutlichen 0:3-Niederlage in Altach ging auch das erste Heimspiel gegen Sturm Graz mit 2:3 verloren. Der von Ajax Amsterdam geholte ehemalige deutsche Nationalspieler Heiko Westermann konnte der Abwehr der Violetten bisher keine Stabilität verleihen und auch offensiv läuft wenig. Die beiden Tore gegen Sturm resultierten aus einem Eigentor und einem Elfmeter in den letzten Spielminuten.

Die beiden bisherigen Derbys im Allianz-Stadion in Hütteldorf gewann die Austria jeweils mit 2:0. (Quelle: YouTube/skysport austria)
Die Schadenfreude beim Stadtrivalen in Hütteldorf hält sich allerdings aus guten Gründen in Grenzen. Schließlich hat Rapid eben erst eine völlig verpatzte Saison hinter sich, in der sich die Grün-Weißen monatelang in der Nähe der Abstiegsränge bewegten.

Zwar konnte mit einem starken Saisonfinish das Schlimmste noch verhindert werden und es reichte schließlich sogar noch zum fünften Tabellenplatz, die Ziele für die neue Saison wurden jedoch sehr zurückhaltend formuliert. Man will zumindest wieder einen europäischen Startplatz erreichen.

 

In den letzten acht Saisonen war Rapid sechs Mal in der Gruppenphase der Europa League engagiert. Diese Doppelbelastung fällt in dieser Saison weg. Aktuell stehen die Grün-Weißen auf dem zweiten Tabellenplatz.

Zwar reichte es im Auftaktspiel gegen Mattersburg in Unterzahl nach einem 2:0-Vorsprung nur zu einem 2:2, in der Woche darauf konnte man das Auswärtsspiel in St. Pölten aber recht souverän mit 4:1 für sich entscheiden.

Dabei fehlten mit dem gesperrten Joelinton und dem verletzten Kvilitaia die beiden stärksten Angreifer. Zumindest der Brasilianer steht nun im Derby wieder zur Verfügung.

Rapid will den ersten Derbysieg im neuen Stadion

Zum dritten Mal findet ein Wiener Derby im 2016 eröffneten Allianz-Stadion in Hütteldorf statt. Bisher gab es für die Gastgeber aber nichts zu jubeln. Beide Derbys entschied die Austria mit 2:0 für sich.

Damit konnte in den letzten acht Wiener Derbys nur ein einziges Mal die jeweilige Heimmannschaft gewinnen, das war zuletzt Rapid am 17. April 2016, damals noch im Ernst-Happel-Stadion im Prater.

 

 

 

Noch offen ist die genaue Beginnzeit des Spiels, diese hängt vom Ausgang des Halbfinales der Frauen-Fußball-EM in den Niederlanden ab. Sollte Österreichs Team am Donnerstagabend gegen Dänemark gewinnen und das Endspiel am Sonntag (17:00 Uhr) erreichen, wird das Wiener Derby um 20:15 Uhr ausgetragen, ansonsten bleibt es bei der ursprünglichen Ankickzeit von 16:30 Uhr.

 

Nun will Rapid im mit 26.000 Zuschauern ausverkauften Allianz-Stadion nicht nur endlich das erste Derbytor erzielen, sondern auch einen Sieg landen, der für die Austria wiederum den Fehlstart perfekt machen würde.

Nach Ansicht der Wettanbieter stehen die Chancen für die Gastgeber gut, allerdings wurden sechs der letzten acht Derbys von der Auswärtsmannschaft gewonnen.