Derbys Österreich

Category: Derbys Österreich – Author: admin – 1:45 pm

Zum 310. Mal wird am kommenden Sonntag das Wiener Derby zwischen Austria und Rapid ausgetragen. In den bisherigen 309 Duellen sind neben 277 Meisterschaftsspielen auch 31 Cup-Partien und ein Supercup-Spiel enthalten. Die letzten drei Aufeinandertreffen entschieden jeweils die Rapidler für sich, darunter auch die letzten beiden Begegnungen in der Generali-Arena – jener Austria-Heimstätte, in der das Derby auch diesmal wieder zur Austragung kommt.

Damit schraubten die Grün-Weißen die Gesamtbilanz zu ihren Gunsten auf 127 Siege. 112 Mal war die Austria erfolgreich, 70 Partien endeten unentschieden. Mittlerweile warten die Violetten bereits seit fünf Derbys auf einen vollen Erfolg über den Erzrivalen. Derartige Serien sind in der Derbygeschichte allerdings nicht ungewöhnlich. Schließlich musste Rapid in den Jahren 2011 bis 2013 insgesamt 10 Spiele auf einen Sieg warten. Die längsten Erfolgsserien – Rapid von 1996 bis 2000 und Austria von 2001 bis 2005 – dauerten jeweils 16 Spiele an. Die längste Siegesserie feierte Rapid zu Beginn der Derbyhistorie, als die ersten 11 Begegnungen (von 1911 bis 1917) allesamt gewonnen wurden.

Die Wiener Vorherrschaft ist Vergangenheit

Jahrzehntelang dominierten die beiden Wiener Vereine – mit kurzen Unterbrechungen – den österreichischen Fußball. Von 102 ausgetragenen Meisterschaften seit 1911/12 holten Rapid (32) und Austria (24) mit 56 Titeln deutlich mehr als die Hälfte. Das hat sich in den letzten Jahren geändert. Im vergangenen Jahrzehnt gewannen die beiden Wiener Klubs nur noch je zwei Titel. Allein fünf Mal holte sich in diesem Zeitraum das Red Bull-Imperium aus Salzburg den Meisterteller ab.

In der neuen Saison sieht es für Rapid und Austria allerdings noch düsterer aus. Aus fünf Meisterschaftsrunden holten die erfolgsverwöhnten Wiener Klubs insgesamt nur einen einzigen Sieg (1:0 von Rapid über die SV Ried am 2. Spieltag). Vor dem Aufeinandertreffen im Derby rangieren die Grün-Weißen nach der 0:1-Heimpleite gegen Aufsteiger Altach nur auf Platz sieben, die Austria – 2013 immerhin noch Meister – liegt gar auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Ein Derbysieg als Rettungsanker?

Daher hat das Derby am Sonntag einen ganz besonderen Stellenwert. Der Sieger kann etwas durchatmen und darf sich wieder mehr nach oben orientieren, für den Verlierer wird die Lage dagegen immer schwieriger. Die Unzufriedenheit der Fans war zuletzt auf beiden Seiten spürbar. Die Austria-Spieler erhielten im Training bereits Besuch von aufgebrachten Anhängern und auch im grün-weißen Lager ist die Stimmung angespannt.

Tatsache ist, dass beide Mannschaften ihr Potential bisher nicht ausschöpfen konnten. Während die Austria noch nicht so spielt, wie es sich ihr neuer Trainer Gerald Baumgartner vorstellt, hat es bei Rapid vor allem mit dem personellen Aderlass im Sommer zu tun. Mit Trimmel, Boskovic, Burgstaller, Sabitzer und Boyd verließen fünf Stützen den Verein. Vor allem die drei letztgenannten Offensivspieler konnten bisher nicht entsprechend ersetzt werden. Bei Austria wurde für den nach Frankreich abgewanderten Topscorer Philipp Hosiner der israelische Teamspieler Omer Damari geholt. In fünf Meisterschaftsspielen erzielten Rapid und Austria jeweils nur vier Tore. Im gleichen Zeitraum verbuchte Tabellenführer Red Bull Salzburg 24 Treffer (bei nur einem Gegentor).

Wie sehr schwächt die Europa League?

Ein Vorteil für die gastgebende Austria könnte darin liegen, dass sich die Mannschaft eine Woche lang ganz auf die Begegnung mit dem Erzrivalen konzentrieren und sich auf den Gegner einstellen kann. Das ist bei Rapid ganz und gar nicht der Fall, müssen die Grün-Weißen doch noch am Donnerstag das Play-off in der Europa League in Finnland gegen HJK Helsinki bestreiten. Von diesem Spiel wird es wohl auch abhängen, in welcher Verfassung die Gäste am Sonntag antreten werden. Sollte das internationale Abenteuer von Erfolg gekrönt sein, könnte sich das auch im Derby positiv bemerkbar machen.

Category: Derbys Österreich – Author: admin – 9:21 am

Zum 277. Mal treffen die beiden Wiener Traditionsklubs Austria und Rapid am Sonntag den 6. April in einem Meisterschaftsspiel aufeinander. Mit 115:94-Siegen liegen die Grün-Weißen in der Gesamtbilanz voran und auch in den letzten Partien hatte der Rekordmeister zumeist das bessere Ende für sich. In den letzten vier Derbys blieb Rapid unbesiegt und gewann die letzten beiden.

Dabei drohte den Grün-Weißen noch in der Saison 2012/13 die Schmach, erstmals in der Geschichte alle vier Saisonderbys gegen die Violetten zu verlieren. Aber mit einem 2:2 in der letzten Begegnung in der Generali-Arena konnte das Schlimmste noch abgewendet werden. Seit damals verlor Rapid kein Derby mehr.

Kampf um einen internationalen Startplatz

Auch aktuell hat Rapid die etwas bessere Serie. Vier Spiele in Folge sind die Grün-Weißen zuletzt unbesiegt geblieben und ließen dabei kein einziges Gegentor zu. Aber auch die Austria legte nach dem Trainerwechsel von Nenad Bjelica zu Herbert Gager punktemäßig zu und ist unter dem neuen Trainer noch ungeschlagen. Diese Serie hing am vergangenen Wochenende in Ried an einem seidenen Faden, ehe in der Nachspielzeit doch noch der Ausgleich zum 2:2 gelang. Damit wuchs der Rückstand in der Tabelle auf die zweitplatzierten Rapidler jedoch auf zwei Punkte an.

Mit einem Sieg im Derby könnte der Stadtrivale in der Tabelle wieder überholt werden. Der Traum von einer erfolgreichen Titelverteidigung platzte in dieser Saison für die Austria angesichts einer überragenden Mannschaft von Red Bull Salzburg bereits sehr früh. Nun soll zumindest die Qualifikation für die Europa League gesichert werden. Das wäre auch aktuell mit dem dritten Platz der Fall, aber auch der lange Zeit starke Aufsteiger Grödig und die SV Ried haben den Kampf um Europa noch nicht aufgegeben.

Rapid zuletzt zwei Mal erfolgreich

Das letzte Derby in Favoriten endete mit einem 1:0-Sieg der gastierenden Rapidler. Zwei Minuten vor dem Ende sorgte Terrence Boyd per Kopf für den Siegtreffer. Ähnliches wird sich diesmal nicht wiederholen, da der US-Amerikaner im letzten Meisterschaftsspiel gegen Sturm Graz die fünfte Gelbe Karte sah und gesperrt ist. Aber auch im ersten Derby des Jahres 2014 am 9. Februar 2014 im Hanappi-Stadion war Boyd aufgrund einer Sperre nicht dabei, dennoch siegte Rapid nach 0:1-Rückstand noch mit 3:1.

Aus Sicht der Fußballwetten werden – wohl aufgrund des Heimvorteils – diesmal jedoch der Austria die etwas besseren Chancen eingeräumt. Bei einem Sieg der Violetten werden Quoten um 2,2 fällig, während ein Auswärtssieg von Rapid den mehr als dreifachen Wetteinsatz bringen würde. Etwa ebenso viel ist bei einem Tipp auf ein Unentschieden zu gewinnen.

Trainer mit grün-weißen Wurzeln

Brisanz verspricht auch das Duell der beiden Trainer. Zoran Barisic und Herbert Gager spielten von Kindesbeinen an zusammen im grün-weißen Nachwuchs. Nachdem der um acht Monate ältere Gager 1989 zu seinen ersten Einsätzen in der Rapid-Kampfmannschaft kam, wurde er 1990 zum Wiener Sport-Club verliehen, wo er abermals mit dem ebenfalls zu den Hernalsern transferierten Barisic zusammentraf. Gemeinsam kassierten sie mit 1:7 (daheim) und 0:5 (auswärts) zwei schwere Niederlagen gegen Rapid.

Beide kehrten anschließend wieder zu ihrem Stammverein zurück, hatten aber in der Folge einen gänzlich unterschiedlichen Karriereverlauf. Zoran Barisic feierte von 1993 bis 1996 große Erfolge mit den Grün-Weißen, wurde Meister, Cupsieger und zog ins Europacupfinale ein. Auch nach seinem Abschied von Rapid war er ab 1997 vor allem beim FC Tirol (3 Mal Meister) sehr erfolgreich tätig und kehrte 2006 als Co-Trainer zu Rapid zurück.

Herbert Gager dagegen, der einst sämtliche Rapid-Nachwuchsteams als Kapitän aufs Feld geführt hatte, blieb nur bis 1993 bei den Grün-Weißen. In jener Zeit absolvierte er auch seine einzigen Partien für das österreichische Nationalteam. Anschließend führte ihn sein Weg über Stahl Linz, Mödling und die Admira schließlich erstmals zur Austria, für die er von 1996 bis 1998 tätig war. Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn heuerte er als Nachwuchstrainer bei den Violetten an und ist seit diesem Jahr Trainer der Austria, blieb bisher unbesiegt und möchte das auch nach dem Duell mit dem Verein seiner Jugendjahre bleiben.

Category: Derbys Österreich – Author: admin – 1:26 pm

Mit einem 1:0-Auswärtssieg am 27. Oktober 2013 in der Generali-Arena beendete Rapid eine zehn Spiele andauernde Serie der Sieglosigkeit in den Duellen mit dem Stadtrivalen. Mit einem Treffer in der 88. Minute brachte Terrence Boyd die Fans der Grün-Weißen zum Jubeln. Gleiches wird sich im Derby am kommenden Sonntag nicht wiederholen. Da ist der US-Stürmer aufgrund eines Ausschlusses im letzten Spiel vor der Winterpause in Graz gesperrt.

Rapid siegte zuletzt nur auswärts

Bevor Rapid zehn Spiele lang ohne Erfolgserlebnis gegen die Violetten blieb, gab es zwei 1:0-Siege in Folge. Aber beide Male wurde der Erfolg nicht im heimischen Hanappi-Stadion eingefahren, sondern – wie auch zuletzt im Oktober – in der Arena des Erzrivalen. Auf einen Sieg in Hütteldorf warten die Grün-Weißen dagegen bereits seit fast vier Jahren.

Am 14. März 2010 gab es einen 2:0-Heimsieg. Kapitän Steffen Hofmann – der neben Boskovic als einziger Spieler der aktuellen Mannschaft damals bereits dabei war – erzielte aus einem Elfmeter den Siegtreffer. Den Endstand fixierte der anschließend zu den Glasgow Rangers und später zu Everton abgewanderte – und inzwischen bei Hull City spielende – kroatische Teamspieler Nikica Jelavic.

Seitdem verlor Rapid fünf von sieben Heimspielen gegen die Austria und erzielte dabei nur ein einziges Tor. Wobei die Grün-Weißen nicht alle Heimspiele im Hanappi-Stadion absolvierten. Nachdem es dort im Mai 2011 zu Ausschreitungen und einem Platzsturm gekommen war, trugen die Hütteldorfer die Heimspiele in der Saison 2011/12 im Ernst-Happel-Stadion aus.

Diesmal stehen die Chancen trotz des Fehlens der Gesperrten Terrence Boyd und Christopher Dibon nicht so schlecht. In der laufenden Saison musste Rapid-Torhüter Jan Novota noch keinen Treffer der Violetten hinnehmen. Am 11. August 2013 gab es ein torloses Unentschieden im Hanappi-Stadion.

Austria mit Verstärkungen

Allerdings will die Austria alles unternehmen, um den Erzrivalen weiter auf einen Heimsieg warten zu lassen. Nach dem etwas überraschenden Titelgewinn im Vorjahr taten sich die Violetten in der neuen Saison unter dem neuen Trainer Nenad Bjelica denkbar schwer. Zwar schaffte der Kroate mit seiner Mannschaft die Qualifikation für die Champions League, aber die Leistungen in der Liga blieben weit hinter jenen zurück, die im Vorjahr unter dem zum 1. FC Köln abgewanderten Trainer Peter Stöger gezeigt wurden.

Im Gegensatz zu Rapid, wo es im Winter kaum personelle Veränderungen gab, entwickelte die Austria eine rege Transfertätigkeit. So wurden mit Vrsic, Leovac, Okotie und Simkovic vier Kaderspieler abgegeben, mit Salamon, Priskin, Kamara und De Paula wurden ebenso viele Akteure neu verpflichtet.
Dabei könnte sich vor dem Derby die Frage stellen, ob der Titelverteidiger bereits zum Derby eine gut eingespielte Mannschaft stellen kann, oder ob die Neuzugänge noch einige Zeit benötigen, um sich zu integrieren.

Bei Rapid stößt der lange verletzte Deni Alar – in der letzten Saison der beste Torschütze der Grün-Weißen – wieder zur Mannschaft und soll für die nötigen Tore sorgen.

Category: Derbys Österreich – Author: admin – 11:25 am

Das Wiener Derby hat in seiner über 100-jährigen Geschichte schon bessere Zeiten erlebt. Nachdem bis in die 1960er-Jahre ausschließlich Wiener Mannschaften den österreichischen Meistertitel holten, wurden die Erfolge der Hauptstadtklubs  in den vergangenen Jahren rarer. Aber trotz der immer stärker werdenden Dominanz der vom Red Bull-Konzern finanzierten Millionentruppe aus Salzburg ist das Aufeinandertreffen der Wiener Stadtrivalen Austria und Rapid das meist beachtete Ereignis im österreichischen Klubfußball.

Austria mit Problemen

Wobei gerade die Austria in der vergangenen Saison mit dem überraschenden Gewinn des Meistertitels aufzeigte. In der laufenden Spielzeit läuft es dagegen für die Violetten bei weitem nicht so gut. Das liegt zum einen am Abgang von Meistertrainer Peter Stöger zum 1. FC Köln, der auch mit seiner neuen Mannschaft aktuell die Tabelle der 2. Deutschen Liga anführt – zum anderen wohl auch daran, dass das Team sich für die Champions League qualifizierte und aufgrund dieser Doppelbelastung an seine personellen Grenzen stößt.

Dass daraus keine Dreifachbelastung wurde, hat sich die Austria selbst zuzuschreiben, nachdem sie kürzlich in der 2. Pokalrunde gegen den Regionalligisten Kalsdorf ausschied. Ein Schicksal, dass der 27-fache Cupsieger in dieser Saison mit dem Stadtrivalen Rapid teilt. Wobei die Grün-Weißen bereits in der 1. Cuprunde gegen den LASK – mittlerweile ebenfalls ein Regionalliga-Klub – die Segel streichen mussten.

Was die beiden Wiener Vereine ebenfalls verbindet, ist die Tatsache, dass sie in den letzten drei Ligaspielen sieglos blieben. Seit dem 2:1-Auswärtssieg in Graz am 21. September 2013 gegen Sturm hat die Austria – inklusive Champions League und ÖFB-Cup – bereits sechs Pflichtspiele nicht gewonnen. Aber auch Rapid wartet seit dem 2:0-Heimsieg gegen die SV Ried am 22. September auf einen vollen Erfolg. Unterdessen ziehen die bereits seit 31 Meisterschaftsspielen ungeschlagenen Salzburger in der Tabelle davon.

Rapid seit 10 Derbys sieglos

Weitaus schmerzhafter ist allerdings für Rapid die Tatsache, dass der letzte Derbysieg über die Austria bereits über zweieinhalb Jahre zurück liegt. Am 13. März 2011 feierten die Grün-Weißen in Favoriten einen 1:0-Auswärtssieg. Darauf folgte im Mai des gleichen Jahres das wegen Zuschauerkrawallen abgebrochene und mit 0:3 gewertete Heimspiel. Inzwischen wartet seit Rapid seit zehn Derbys auf einen Sieg. Neben fünf Niederlagen holten die Hütteldorfer nur fünf Punkte aus Unentschieden und erzielten in diesen zehn Spielen insgesamt nur vier Tore. Zwei davon beim letzten Auftritt in der Generali-Arena beim 2:2 am 20. April dieses Jahres.

Trotz dieser schlechten Bilanz macht sich Rapid Hoffnungen, diese Serie gerade auswärts zu beenden. Denn die letzten beiden Siege über die Austria feierten die Grün-Weißen im Stadion des Rivalen – jeweils 1:0 in der Saison 2010/11. Zudem hat Rapid von den letzten sechs Begegnungen am Verteilerkreis Favoriten nur eines verloren (0:2 am 22. Oktober 2012). Drei Spiele endeten unentschieden.

Austria daheim der Favorit

Dennoch sehen Anbieter von Fußballwetten die Vorteile auf Seiten der Violetten. Für einen Heimsieg der Austria wird etwa der doppelte Wetteinsatz ausbezahlt, während man im Falle eines Auswärtssieges von Rapid das eingesetzte Kapital bei manchen Buchmachern vervierfachen kann. Die Quoten für ein Unentschieden liegen zumeist bei etwa 3,5.

Die Favoritenrolle ist aber wohl nicht nur auf den Heimvorteil zurückzuführen. Obwohl sich die Austria zuletzt nicht in Hochform präsentierte, ist die Mannschaft personell die gleiche, die in der Vorsaison den Titel holte. Zudem haben die Violetten den Grün-Weißen einiges an Erfahrung voraus. Dagegen baut Rapid – auch aus wirtschaftlichen Gründen – verstärkt auf junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs. So traten die Grün-Weißen beim 2:2 im Europa League Spiel gegen Dynamo Kiew mit einer Mannschaft an, deren Durchschnittsalter unter 23 Jahren lag. Dieser Umstand erklärt auch die  schwankenden Leistungen der Mannschaft im Verlauf der Saison.

Bilanz im Wiener Derby (1911-2013):
Bewerbspiele Gesamt: 306 Spiele / 124 Siege Rapid / 112 Siege Austria / 70 Unentschieden
Meisterschaft: 274 Spiele / 113 Siege Rapid / 94 Siege Austria / 67 Unentschieden

Category: Derbys Österreich – Author: admin – 11:30 am

Zum insgesamt 306. Mal stehen sich am kommenden Wochenende beim Wiener Derby Rapid und Austria in einem Bewerbspiel gegenüber. In der Meisterschaft ist es das 274. Duell, davon hat Rapid zwar 113 für sich entschieden – bei 94 Siegen der Austria – aber der letzte Erfolg der Grün-Weißen liegt bereits zweieinhalb Jahre zurück.

Am 13. März 2011 gewann Rapid im Stadion des Stadtrivalen mit 1:0. Der letzte Erfolg im heimischen Hanappi-Stadion liegt noch ein Jahr länger zurück. Am 14. März 2010 gab es einen 2:0-Heimsieg der Hütteldorfer.

Veränderungen bei Rapid

Von der damals erfolgreichen Mannschaft des 32-fachen österreichischen Meisters stehen nur noch die beiden Routiniers Steffen Hofmann und Branko Boskovic im Kader. Ansonsten präsentiert sich die Mannschaft von Trainer Zoran Barisic im Vergleich zu jener der letzten Jahre stark verändert. Langjährige Stützen wie der Finne Markus Heikkinen und die ehemaligen Nationalspieler Markus Katzer und Stefan Kulovits verließen den Verein. Namhafte Verstärkungen blieben aufgrund der eingeschränkten wirtschaftlichen Möglichkeiten aus. Von Bundesliga-Absteiger Greuther Fürth stieß der Grieche Thanos Petsos zu den Hütteldorfern. Darüber hinaus wurde von Ligakonkurrent Red Bull Salzburg der Innenverteidiger Christopher Dibon ausgeliehen, der im Derby allerdings verletzt fehlen wird.

Aufgrund von einigen weiteren Verletzungen – so fällt mit Deni Alar der beste Torschütze der Rapidler noch mehrere Monate aus – wurde der Kader vor allem mit Spielern aus dem eigenen Nachwuchs besetzt. Entgegen der Erwartungen vieler hielt sich diese junge Mannschaft in der bisherigen Saison jedoch beachtlich. Zwar gab es gleich zu Saisonbeginn mit dem Pokal-Aus gegen den Regionalligisten LASK im Elfmeterschießen einen derben Rückschlag, aber in den bisherigen drei Meisterschaftsspielen blieb Rapid unbesiegt und holte 7 von 9 möglichen Punkten. Am vergangenen Wochenende spielten die Grün-Weißen auswärts bei Sturm Graz über 90 Minuten in Unterzahl – nachdem Verteidiger Maximilian Hofmann bei seinem Bundesliga-Debüt von Beginn an nach 47 Sekunden (!) wegen Torraub vom Platz gestellt wurde – und siegten dennoch mit 4:2.

Nicht zuletzt aufgrund dieser Energieleistung – bei tropischen Temperaturen am Sonntagnachmittag – werden den Rapidlern im Heimderby gegen die Austria diesmal gute Chancen eingeräumt, als Sieger vom Platz zu gehen. So bewegen sich die Quoten der Anbieter von Fußballwetten für einen Rapid-Sieg zwischen 2,3 und 2,55, während bei einem Erfolg der Gäste der bis zu 2,9-fache Wetteinsatz ausbezahlt wird. Im Falle eines Unentschiedens liegen die Quoten einheitlich um 3,3.

Schwacher Saionstart des Meisters

Diese Änderung der Einschätzung liegt auch vor allem daran, dass die Austria in den ersten Spielen unter dem neuen Trainer Nenad Bjelica noch nicht richtig in Schwung kam. Im letzten Heimspiel gegen die SV Ried – wo ein 2:0 bzw. 3:1-Vorsprung verspielt wurde und es schließlich nur zu einem 3:3 reichte – haderte der Nachfolger von dem zum 1. FC Köln abgewanderten Peter Stöger mit dem mangelnden Spielglück und den unzufriedenen Fans.

In der Woche davor gab es für den Meister ein deftiges 1:5-Debakel bei Red Bull Salzburg. Dabei war gerade die Auswärtsstärke in der vergangenen Saison der Garant für den Titelgewinn gewesen. In 17 Auswärtsspielen blieben die Violetten unbesiegt, erst im letzten – bereits bedeutungslosen – Spiel gab es die einzige Niederlage außerhalb Wiens.

Ein Grund für den durchwachsenen Saisonstart des Titelverteidigers ist auch darin zu suchen, dass Torjäger Philipp Hosiner – in der letzten Saison mit 32 Treffern Torschützenkönig – bisher noch nicht auf Touren kam und nur im Auftaktspiel gegen die Admira traf. Möglicherweise auch deshalb, weil die Gerüchte um einen Wechsel des Stürmers in die deutsche Bundesliga nach Hoffenheim nicht verstummen. Beim letzten Derby im Hanappi-Stadion erzielte Hosiner beide Tore für die Austria zum 2:1-Erfolg über Rapid.

Fortsetzung der Serie?

Auch sonst gab die Austria in den letzten Derbys eindeutig den Ton an. Beinahe hätten die Violetten 2012/13 als erste Mannschaft alle vier Derbys in einer Saison für sich entschieden, aber mit einem 2:2 im letzten Spiel konnte Rapid das Schlimmste verhindern.

Bleibt die Austria auch diesmal ungeschlagen, wären sie bereits seit 10 Derbys unbesiegt. Nur zwei Mal in der Geschichte der seit 1911 ausgetragenen Meisterschaft gab es längere Serien. Zwischen 2001 und 2005 blieb die Austria bereits 16 Spiele ohne Niederlage. Ebenfalls 16 Mal blieb auch Rapid zwischen 1996 und 2000 unbesiegt.

Category: Derbys Österreich – Author: admin – 10:43 am

Am Sonntag, den 21. April 2013 kreuzen die Wiener Vereine Austria und Rapid zum insgesamt 305. Mal in einem Bewerbspiel die Klingen. In einem Meisterschaftsspiel ist es das 273. Aufeinandertreffen, wobei Rapid in der Gesamtbilanz mit 113:94-Siegen voran liegt.

In der jüngeren Vergangenheit hatten die Grün-Weißen aber nichts zu jubeln. Seit acht Derbys wartet der österreichische Rekordmeister auf einen Sieg gegen den Stadtrivalen. Auch in den bisherigen drei Begegnungen in der laufenden Saison jubelten ausschließlich die Austria-Fans. Mit einem weiteren Sieg würde der Tabellenführer einen weiteren großen Schritt zum ersten Meistertitel seit 2006 machen. Derzeit liegt die Mannschaft von Trainer Peter Stöger in der Tabelle acht Punkte vor Red Bull Salzburg.

Rapid in der Krise

Ein weiterer Derby-Sieg der Austria würde zudem  eine Premiere bedeuten. Noch nie gelang es einem der beiden Wiener Teams seit Einführung der Zehnerliga in der Saison 1974/75 alle vier Meisterschafts-Derbys in einer Saison für sich zu entscheiden. Die Violetten stehen nun kurz davor, zumal Rapid sich derzeit in einer der schwersten Krisen der letzten Jahre befindet.

So blieben die Grün-Weißen in der Rückrunde der Meisterschaft zunächst neun Spiele in Folge sieglos – damit wurde der Negativ-Rekord aus dem Jahr 1988 eingestellt. Mit dem Unterschied, dass die Wiener damals trotz dieser schwarzen Serie überlegen den Meistertitel holten. Von diesem Ziel ist die Mannschaft derzeit meilenwert entfernt. Aber als Tabellen-Dritter ist zumindest der Startplatz für die Europa League weiterhin ein Thema.

Das Schlimmste schien bereits überwunden, als die Hütteldorfer am vergangenen Wochenende mit einem 2:0-Heimerfolg über den SC Wiener Neustadt den ersten Sieg im Kalenderjahr 2013 holten. Aber wenige Tage später blamierte sich die Mannschaft mit dem Cup-Aus im Heimspiel gegen den Regionalligisten Pasching bis auf die Knochen. Trainer Peter Schöttel wurde am Tag darauf von seinen Aufgaben entbunden, nachdem bereits zuvor die Fan-Proteste – die beim Spiel gegen Wr. Neustadt mit einem Protestmarsch während der 1. Hälfte ihren vorläufigen Höhepunkt fanden –  immer heftiger wurden. Nun soll der bisherige Amateure-Coach Zoran Barisic – der die Mannschaft bereits 2011 nach dem Abgang von Peter Pacult für einige Spiele betreute – das Traineramt übernehmen.

Austria in der Favoritenrolle

Dagegen nehmen sich die Probleme der Austria sehr bescheiden aus. Zwar konnten sich auch die Violetten in den letzten fünf Meisterschaftsspielen nur ein Mal über einen vollen Erfolg freuen. Aber selbst nach der 0:4-Pleite im Heimspiel gegen Aufsteiger Wolfsberg wurde die Mannschaft umjubelt. Man ist in Wien-Favoriten zuversichtlich, den Vorsprung in den verbleibenden sieben Spielen nicht mehr aus der Hand zu geben.

Ist in einem Wiener Derby sonst oft nur schwer ein Favorit auszumachen, so sind sich die Fußball Wettanbieter diesmal darin einig, dass der Austria die größeren Chancen zugebilligt werden. Für einen Heimsieg der Violetten belaufen sich die Quoten auf das 1,8 bis, 1,9-fache des Wetteinsatzes, während man sich bei einem Rapid-Sieg auf einen 3,8 bis 4,3-fachen Gewinn freuen kann. Bei einem Unentschieden winkt in den meisten Fällen etwa das 3,5 fache des Einsatzes.

Category: Derbys Österreich – Author: admin – 11:38 am

Am Sonntag, den 17. Februar 2012, steht gleich zum Rückrunden-Auftakt der österreichischen Bundesliga zum 304. Mal das Wiener Derby zwischen Rapid und Austria auf dem Programm. 124 Mal siegten dabei die Grün-Weißen, 111 Mal jubelte die Austria, 68 Mal gab es ein Unentschieden.

Allerdings kippte das Verhältnis zuletzt deutlich zugunsten der Violetten. In den letzten sieben direkten Duellen gab es keinen Rapid-Sieg mehr und darüber hinaus erzielten die Grün-Weißen dabei nur einen einzigen Treffer. In den letzten vier Spielen blieb der Rekordmeister gänzlich ohne Torerfolg.


Ein Platzsturm und die Folgen

Begonnen hatte diese Serie am 22. Mai 2011, als das Derby im Hütteldorfer Hanappi-Stadion nach 26 Minuten aufgrund von Fan-Ausschreitungen abgebrochen werden musste. Zu diesem Zeitpunkt lag die Austria mit 2:0 voran, das Spiel wurde schließlich mit 3:0 für die Violetten gewertet, zudem musste Rapid das erste Spiel der Saison 2011/12 vor leeren Rängen austragen.

Die Vereinsführung der Hütteldorfer beschloss daraufhin, die folgenden Heim-Derbys aus Sicherheitsgründen im größeren Ernst-Happel-Stadion auszutragen. Diese Maßnahme nahmen viele Anhänger dem Verein übel. Überhaupt ist das Verhältnis zwischen Verein, Fans und Mannschaft seit den Vorkommnissen um den Platzsturm einigermaßen getrübt. Erst zu Beginn der laufenden Saison kehrten die Grün-Weißen in ihr Heimstadion zurück, gingen aber trotz hoher Erwartungen sang- und klanglos 0:3 unter.


Austria in der Erfolgsspur

Während Rapid insgesamt eine höchst wechselhafte Herbst-Saison durchlebte – unter anderem mit zwei Siegen gegen Meister Red Bull Salzburg aber auch zwei Niederlagen gegen Aufsteiger Wolfsberg – eilte der Stadtrivale aus Favoriten in der Meisterschaft von Sieg zu Sieg. Vor allem auswärts legte die Austria unter Trainer Peter Stöger eine unglaubliche Serie hin und blieb in allen zehn Spielen auf fremden Plätzen ungeschlagen und ging dabei gleich acht Mal als Sieger vom Platz.

Damit legten die Violetten den Grundstein zum Herbstmeistertitel und zu einem Sieben-Punkte-Vorsprung auf Titelverteidiger Salzburg, der die Hoffnung nährt, erstmals seit 2006 wieder den Meistertitel zu erringen. Rapid hat als Tabellen-Dritter bereits einen Rückstand von zehn Punkten. Ein Sieg im Derby ist für die Grün-Weißen demnach fast Pflicht, um im Titelrennen doch noch mitmischen zu können.


Personelle Änderungen in der Winterpause

Beide Vereine haben sich in der Winterpause verstärkt – sowohl bei der Austria als auch bei Rapid kehrten mit Nacer Barazite bzw. Branko Boskovic alte Bekannte wieder an ihre frühere Wirkungsstätte zurück. Die Grün-Weißen verpflichteten darüber hinaus Stürmertalent Marcel Sabitzer und gaben dafür Christopher Drazan (an den 1. FC Kaiserslautern) und Muhammed Ildiz (an den 1. FC Nürnberg) ab.

Rapid baut außerdem auf einen wiedererstarkten Kapitän Steffen Hofmann, der nach Verletzungsproblemen wieder fit ist. Bei der Austria soll Topscorer Philipp Hosiner – der im Herbst bereits 21 Mal erfolgreich war – für die entscheidenden Tore sorgen.

Ein klarer Favorit läßt sich im Vorfeld des 304. Wiener Derbys jedenfalls nicht erkennen – mit einem Blick auf die Fußballwetten erkennt man eine relativ offene Ausgangsposition mit etwa gleich großen Siegchancen für Rapid und Austria!

Category: Derbys Deutschland,Derbys Österreich – Author: admin – 10:41 pm

Österreich - Deutschland 1:2

Österreich - Deutschland 1:2

Die deutsche Nationalmannschaft hat einen weiteren Sieg in der Gruppe A der EM-Qualifikation eingefahren. Beim Rivalen Österreich tat sich die DFB-Elf aber schwer, über weite Strecken waren die “Ösis” spritziger, fitter, wacher und motivierter, am Ende gewannen die Deutschen dann doch noch durch einen Last-Minute-Treffer durch Doppeltorschütze Mario Gomez 2:1.

Damit bleibt Österreich seit 1986 sieglos gegen Deutschland. Ein schwacher Trost ist die Tatsache, dass Österreich das bessere Team war, am Ende unglücklich verloren hat. In der Qualifikation dürfte der Zug fast abgefahren sein. Wenn sich die Elf um den deutsch-österreichischen Stürmer Martin Harnik in jedem Spiel so reinhängen würde, wie heute gegen Deutschland, dann hätte die Alpenrepublik durchaus eine Chance sich mal wieder zu qualifizieren.

Fans beider Nationen supporteten lautstark ihre Mannschaften, aber auch Schmähgesänge waren fester Bestandteil des Liedguts, so sangen die Österreicher “Wer nicht hüpft, der ist ein Piefke” und die Deutschen “In Europa kennt euch keine Sau”. Hierbei ist zu betonen, dass die Rivalität lediglich auf den Fußball/Sport bezogen ist, es ist kein Hass, sondern eine gesunde Rivalität.

Nebenbei zu erwähnen ist noch, dass vor dem Spiel in der Wiener Innenstadt etwa 180 deutsche Hooligans festgenommen wurden, welche in Lokalen und Gaststätten randaliert haben sollen.

Category: Derbys Österreich – Author: admin – 11:52 am

Präsident Edlinger stellt sich nach dem Spielabbruch beim Wiener Derby den kritischen Fragen:

Beim 293. Wiener Derby musste Schiedsrichter Thomas Einwaller das Spiel abbrechen, nachdem ein großer Mob von Rapid Anhänger in der 26 Spielminute den Platz stürmten und bengalische Fackeln in die Kurve der Austria-Fans warfen.

Category: Derbys Österreich – Author: admin – 6:09 pm

Das 293. Wiener Derby zwischen Rapid und Austria wurde nach knapp einer halben Stunde abgebrochen. Nachdem Austria Wien mit 2:0 in Führung gegangen war, stürmten Fans von Rapid den Platz und machten sich auf den Weg zur Kurve der Austria Fans. Es flogen Feuerwerkskörper und andere Gegenstände. Es kam zu Festnahmen auf dem Platz, die Polizei setzte Schlagstöcke und Pfefferspray gegen die Fans in grün und weiß ein. Schiedsrichter Thomas Einwaller brach das Spiel ab, weil die Sicherheit der Spieler nicht mehr gewährleistet sei, so seine Worte.

Das Spiel dürfte jetzt am grünen Tisch entschieden werden, ein Wiederholungsspiel ist wohl ausgeschlossen, gut möglich dass das Spiel 3:0 für Austria gewertet wird.

„Ich bin persönlich zutiefst erschüttert. Solche Szenen haben in keinem Fußballstadion etwas zu suchen. Ich entschuldige mich bei allen Rapid-Fans, den Spielern beider Teams und auch den Fernseh-Zuschauern. Das ist die schwärzeste Stunde meiner Rapid-Amtszeit“, konnte es Rudolf Edlinger nicht fassen. „Wir werden mit aller Schärfe gegen diese Personen vorgehen. Die werden das Hanappi-Stadion nicht mehr von innen sehen“, versprach der Rapid-Boss.

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