Union Berlin

Category: Derbys Deutschland,Dynamo Dresden,Union Berlin – Author: admin – 10:34 am

 
Nach dem Aufstieg von Dynamo Dresden aus der 3. Liga in die 2. Bundesliga kommt es in der Saison 2016/17 auch wieder zu Ostderbys zwischen den Klubs aus Köpenick und Sachsen. Die gab es zu DDR-Oberligazeiten regelmäßig, aber in den vergangenen Jahrzehnten waren die beiden Vereine nicht mehr oft in derselben Liga tätig.

 

Dresden nur zu DDR-Zeiten top

Nachdem sich die Dresdner nach der deutschen Wiedervereinigung zu Beginn der 1990er-Jahre noch vier Saisonen in der höchsten Spielklasse halten konnte, erfolgte aufgrund von finanzieller Misswirtschaft der Abstieg in die Regionalliga Nord/Ost, wo man sich einige Jahre lang auch mit dem 1. FC Union Berlin auseinanderzusetzen hatte.

Beiden Klubs gelang dabei zwischenzeitlich der Aufstieg in die 2. Liga, dem jedoch der baldige Abstieg folgte. Aber seit dem Wiederaufstieg im Jahr 2009 ist Union ein fixer Bestandteil der 2. Bundesliga und hat die Dresdner, die erst jetzt wieder zurückkehrten, sportlich überflügelt.

Das war in DDR-Zeiten noch ganz anders, wo Dynamo Dresden acht Mal DDR-Meister wurde, sieben Mal den Pokal gewann und auch im Europapokal auf sich aufmerksam machte.

In der Saison 1988/89 drangen die Schwarz-Gelben im UEFA-Pokal bis ins Halbfinale vor und scheiterten dort am VfB Stuttgart – auf welchen die Dresdner in der nun begonnenen Zweitligasaison ebenfalls treffen werden.

 

Zu DDR-Zeiten war Dynamo Dresden deutlich erfolgreicher als Union Berlin. Das Oberliga-Spiel am 19. März 1977 endete in Berlin mit einem 2:2-Unentschieden. (Quelle: YouTube/RRStorage)


 

Rare Erfolge für Union

Dem gegenüber steht auf der Erfolgsliste der Berliner lediglich ein DDR-Pokalsieg im Jahr 1968. Im Pokalbewerb gelang Union auch der bisher größte Erfolg im gesamtdeutschen Fußball, als man im Jahr 2001 als Drittligist bis ins Finale vordrang und sich im Olympiastadion Schalke 04 mit 0:2 geschlagen geben musste.

Da die Königsblauen für die Champions League spielberechtigt waren, war Union damit sogar für den UEFA-Pokal spielberechtigt, eliminierte dort in der 1. Runde Haka Valkeakoski aus Finnland, ehe man in Runde 2 am bulgarischen Vertreter Litex Lovetsch scheiterte.

 


Die bisherigen Duelle zwischen Union Berlin und Dynamo Dresden in der 2. Liga:

Datum Bewerb Heimteam Auswärtsteam Ergebnis
08.02.2014 2. Bundesliga Union Berlin Dynamo Dresden 0:0
09.08.2013 2. Bundesliga Dynamo Dresden Union Berlin 1:3
12.04.2013 2. Bundesliga Union Berlin Dynamo Dresden 0:0
04.11.2012 2. Bundesliga Dynamo Dresden Union Berlin 0:2
11.02.2012 2. Bundesliga Union Berlin Dynamo Dresden 4:0
12.08.2011 2. Bundesliga Dynamo Dresden Union Berlin 4:0

 

Im Gegensatz zum erst 1953 in der DDR gegründeten Klub Dynamo Dresden, war Union Berlin aber auch bereits vor DDR-Zeiten im deutschen Fußball erfolgreich. Der Vorgängerklub SC Union Oberschöneweide erreichte in der Saison 1922/23 das Finale um die deutsche Meisterschaft und unterlag dort aber in Berlin dem zu jener Zeit überragenden Hamburger SV mit 0:3.

In den vergangenen Jahren ging es mit den Berlinern langsam, aber stetig aufwärts. In den letzten fünf Saisonen rangierte Union am Ende stets auf einem einstelligen Tabellenplatz.

Nach schwachem Saisonstart landete man in der Abschlusstabelle der Saison 2015/16 schließlich auf Platz sechs und stellte damit die bisher beste Zweitligaplatzierung aus der Saison 2001/02 ein.

 

Die direkten Duelle sprechen klar für Union

Die bisher einzigen Duelle der beiden Klubs in der 2. Liga gab es in den Jahren 2011 bis 2014. Von den sechs Begegnungen gewann Dynamo Dresden nur die erste, am 12. August 2011 mit 4:0. Danach blieben die Berliner in fünf Aufeinandertreffen unbesiegt, feierten drei Siege und spielte zwei Mal remis.

Die Unentschieden gab es bei den beiden letzten Heimspielen der Berliner, die jeweils 0:0 endeten. Damit ist Union im Heimstadion “An der Alten Försterei” in der 2. Liga gegen die Dresdner zwar noch ohne Gegentor, in den letzten beiden Partien bekamen die heimischen Fans aber auch keinen Treffer der eigenen Mannschaft zu sehen.

 


Die Quoten für Union Berlin gegen Dynamo Dresden im Wettanbieter Vergleich:

Tipico Bet365 Mybet Interwetten Bet3000 Bet-at-home
Sieg Union Berlin 2,00 2,10 2,15 2,10 2,25 2,10
Unentschieden 3,30 3,40 3,35 3,30 3,60 3,30
Sieg Dynamo Dresden 3,90 3,40 3,35 3,30 3,50 3,29

 

Aber bereits vor dem Aufstieg in die 2. Liga behielt Union in den Duellen mit Dresden die Oberhand und gewann zwischen 2007 und 2009 fünf Spiele in Folge. All diese Erfolge feierten die Berliner mit Trainer Uwe Neuhaus, der von 2007 bis 2014 Union-Trainer war, nun aber mit Dynamo Dresden den Aufstieg schaffte und als Gegner zurückkehrt.

Die Buchmacher sind recht einhellig der Meinung, dass die aktuellen Kräfteverhältnisse für die Köpenicker sprechen und erwarten einen Heimsieg von Union gegen Dynamo.

Das wäre für die Mannschaft von Jens Keller auch deshalb wichtig, weil der Saisonauftakt mit einer unnötigen 1:2-Niederlage in Bochum danebenging. Dagegen durften sich die Dresdner im Duell gegen Fast-Aufsteiger Nürnberg immerhin über ein 1:1-Unentschieden und damit einen Punktgewinn freuen.

 

Während das kommende Bundesliga-Wochenende ganz im Zeichen des Revierderbys steht, werfen auch in der Zweiten Bundesliga zwei Prestigeduelle ihre Schatten voraus. So geht es bereits am Samstagmittag im Berlin-Brandenburg-Derby um die Frage, wer sich derzeit als beste Mannschaft des Ostens rühmen kann: Für die noch etwas größeren Emotionen dürfte dann jedoch 24 Stunden später der sächsische Abstiegsknaller zwischen Aue und Dresden sorgen.

Erzgebirge Aue – Dynamo Dresden

Für Feuer ist in jedem Falle in beiden Derby gesorgt; da sich die jeweiligen Duellanten nämlich in unmittelbarer tabellarischer Nachbarschaft befinden, arten die Partien schließlich gleich noch zu klassischen Sechs-Punkte-Spielen aus. Besonders wichtig sind solche Zähler bekanntermaßen dann, wenn es ans Eingemachte geht: Und wann dürfte eine solche Zuspitzung angemessener als beim verzweifelten Kampf um den Klassenerhalt sein?

Gegenwärtig werden sowohl in Aue als auch in Dresden die Blicke sorgenvoll nach unten gerichtet – gute Augen brauchen derzeit nämlich beide Mannschaften nicht, um das Tabellenende zu erspähen. Während die Dynamos momentan den Relegationsplatz zur dritten Liga belegen, finden sich die Veilchen nur einen Rang darüber ein: Lediglich das etwas bessere Torverhältnis verschafft den Erzgebirglern derzeit noch etwas Luft.

Das selbige jedoch insbesondere bei den Hausherren zuletzt immer dünner wurde, ist auf die katastrophale Bilanz seit der Winterpause zurückzuführen; in den fünf Partien des neuen Jahres hat Aue gerade einmal ein schmeichelhaftes Unentschieden gegen den VfR Aalen zustande gebracht. Hatte das Team bei der unglücklichen Auftaktniederlage in Köln noch weitestgehend zu gefallen gewusst, brach es in der Folge unerklärlicherweise gänzlich ein: Den vorläufigen Tiefpunkt lieferten die Veilchen bei der vorwöchigen 0:3-Niederlage bei den Eisernen in der Hauptstadt ab.

Spätestens seit diesem sportlichen Offenbarungseid ist die schöne Fußballwelt in Aue aus den Fugen geraten; als erste Maßnahme zur Krisenbewältigung wurde am Montag Sportdirektor Steffen Heidrich der Stuhl vor die Tür gestellt. Dass die Trennung tatsächlich – wie verlautbart – „im beiderseitigen Einvernehmen“ erfolgte, darf dabei getrost als Euphemismus gewertet werden: Nicht nur Pessimisten unken bereits, dass der Vorstand bereits an ähnlichen Formulierungen für den auf der Kippe stehenden Trainer feilt.


Panoramablick über das Sparkassen-Erzgebirgsstadion (c) DorNilo wikipedia.de

Die Gäste haben den entsprechenden Umbruch dagegen bereits zur Winterpause gewagt; reichlich überraschend wurde mit Peter Pacult ein Coach an die Elbe gelost, der mit den Schwarz-Gelben schon einmal in die 3. Liga abgestiegen ist. Die ausgesprochen mutige Personalie hat sich bislang jedoch als Glücksgriff erwiesen: Allein aus den letzten drei Partien nahmen die Dresdener sieben Zähler mit – und zogen dabei zuletzt sogar reichlich überraschend den nur wenig geschätzten „Preußen“ von der Hertha die Ohren lang.

Somit würde es nicht überraschen, wenn die Dresdner nun auch im Erzgebirgsstadion über Oberwasser verfügen; dass zudem auch an der Unterstützung tausender mitreisender Anhänger kein Mangel besteht, ist dagegen kurioserweise auf das Eingreifen der Gastgeber zurückzuführen. Hatten sich die Gäste nämlich aufgrund des zuletzt immer wieder zu beklagenden Fehlverhaltens einiger Fans für eine interne Auswärtssperre für das Derby entschieden, brachte Aue dennoch reichlich Karten in der Landeshauptstadt auf den Markt: Als Optimisten hoffen wir einfach mal darauf, dass diese Maßnahme nun vor allem einer tollen Stimmung im Stadion zuträglich ist.

Energie Cottbus – Union Berlin

Vergleichsweise freundschaftlich kündigt sich dagegen das samstägliche Derby in Cottbus an – und dies ist sicherlich nicht allein darauf zurückzuführen, dass man sich dann im Stadion der Freundschaft zum Berlin-Brandenburg-Derby trifft. Da sich die Wege der beiden Mannschaften sowohl zu DDR-Zeiten als auch nach der Wende zunächst nur sehr sporadisch kreuzten, begreifen es zumindest die Gäste noch immer als Glück, dass man sich nun in der 2. Bundesliga messen kann: Noch ist es schließlich gar nicht so lange her, dass es die Eisernen an gleicher Stelle mit der 2. Vertretung von Energie zu tun bekamen.

Auch die jüngeren Derby-Erfahrungen sind nicht unbedingt geeignet, das Blut unnötig in Wallung zu bringen: Immerhin taten sich die Unioner erst im Vorjahr als nützlicher Helfer der Cottbuser hervor. Am letzten Spieltag wurde von den Gastgebern damals unbedingt ein Sieg gebraucht, um dem bitteren Gang in die dritte Liga noch aus dem Wege zu gehen. Da es für die Köpenicker ohnehin nur noch um die goldene Ananas ging, „handelten“ beide Mannschaften letztlich einen 2:1-Sieg des ehemaligen Bundesligisten aus.

Auch wenn sich die Hauptstädter damals gewiss keiner Wettbewerbsverzerrung schuldig machten, haben die Unioner spätestens seit diesem Tage einen Stein bei Energie im Brett. Wie den Ankündigungen der Cottbuser Ultras zu entnehmen war, wurde bei den Gastgebern deshalb bereits zu Pinsel und Farbe gegriffen, um den Gästen per Riesenbanner einen besonders warmen Empfang zu bereiten. Angesichts solcher Verbrüderungsszenen könnte dann fast schon in Vergessenheit geraten, dass es in der Lausitz auch sportlich um etwas geht: Immerhin haben derzeit noch beide Mannschaften das Potential, sich im Kampf um den Relegationsplatz nachdrücklich zu Wort zu melden.

Gegenwärtig liegen Cottbus und Union gleichermaßen lediglich fünf Zähler hinter dem 1. FC Kaiserslautern zurück; der Gewinner des Derbys könnte den Druck auf die roten Teufel folglich noch einmal ganz gewaltig erhöhen. Immerhin haben die beiden Verfolger bereits den letzten Spieltag zum Beginn der Aufholjagd genutzt: Während die Köpenicker Erzgebirge Aue mit einem deutlichen 3:0 aus dem Stadion schossen, fuhren die Lausitzer dank des 1:0-Erfolges in Paderborn erstmals seit acht Partien wieder die volle Punktausbeute ein.

Die bisherige Bilanz beider Mannschaft lässt nun jedoch eigentlich nur auf einen Sieg von Cottbus schließen; in den zuvor ausgetragenen Derbys hatte nämlich fast immer der jeweilige Gastgeber die Hosen an. Auch die Eisernen kamen bei ihren vier absolvierten Abstechern nicht über ein mageres Remis hinaus – folglich ist es gar nicht so unwahrscheinlich, dass sich das Team von Uwe Neuhaus mit einer weiteren Niederlage für die freundliche Begrüßung der Gastgeber bedankt.

Category: Derbys Deutschland,Hertha BSC,Union Berlin – Author: admin – 1:47 pm

Dass sich die Eröffnung des neuen Flughafens in der deutschen Hauptstadt immer weiter in die Länge zieht, ringt den Berlinern längst nur noch humoristische Einlagen ab – so macht seit etlichen Monaten der Witz der Runde, dass die Millionenmetropole alles außer Flughafen bauen, S-Bahn betreiben und Fußballspielen kann. Zumindest beim Kampf um das runde Leder kündigt sich mittlerweile jedoch ein baldiges Endes des Elends an: Momentan mischen schließlich gleich beide Berliner Zweitligisten munter im obersten Tabellendrittel mit.

Wenn es somit am Montagabend im Olympiastadion zum direkten Duell der beiden Lokalrivalen kommt, kann mit gutem Recht von einem Aufstiegsgipfel gesprochen werden – selbst wenn diese Aussage wohl bei Fans aus beiden Lagern zwangsläufig Widerspruch provoziert. Die gastgebende Hertha hat die sofortige Rückkehr in die Bundesliga dank einer langgestreckten Siegesserie schließlich bereits jetzt so gut wie sicher unter Dach und Fach gebracht, während das Abenteuer Erstklassigkeit im Masterplan der Unioner zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht vorgesehen ist.


Union geht als Außenseiter ins Derby

Selbst wenn sich die Eisernen am zurückliegenden Wochenende auf den vierten Tabellenrang verbessern konnten, übt man sich in Köpenick weiter in Bescheidenheit; von der ‚Zielstellung Platz fünf bis sieben‘ wird bei den Ost-Berlinern weiterhin keinen Zentimeter abgerückt. Und zumindest vor dem schweren Gang nach Charlottenburg liegt den Rot-Weißen viel daran, dass der Ball auch weiterhin erst einmal flachgehalten wird: Mit der Rolle des vermeintlich chancenlosen Underdogs haben die Unioner in den zurückliegenden Derbys schließlich fast immer gute Erfahrungen gemacht.

In den bisherigen drei Vergleichen konnte der in sportlicher Hinsicht klar tonangebenden Hertha nämlich erstaunlicherweise eine ausgeglichene Bilanz abgetrotzt werden; aus Sicht der Ost-Berliner ragt dabei nach wie vor der sensationelle Sieg im Olympiastadion aus dem Frühjahr 2011 heraus. Der mittlerweile in Cottbus kickende Mosquera sowie Kapitän Mattuschka drehten an jenem Nachmittag den frühen Rückstand durch Hubnik in einen kaum für möglich gehaltenen Triumph: Wer damals nach Schlusspfiff den legendären Unioner Pressesprecher Christian Arbeit vor Rührung und Fassungslosigkeit hemmungslos weinen sah, kann leicht erahnen, dass das Derby trotz seiner geringen Tradition schon eine ganze Menge Geschichten zu bieten hat.


Brisanz im Ost-West-Duell

Nach dem zwischenzeitlichen Aufstieg der Hertha macht es nun fast den Eindruck, als wären die Charlottenburger eigens noch einmal in die Niederungen der Zweitklassigkeit zurückgekehrt, um die bösen Geister der Vergangenheit loswerden zu können; so wurde die einstige Schmach bereits im vergangenen Herbst mit dem 2:1-Erfolg an der Alten Försterei erfolgreich getilgt. Doch auch bei diesem Sieg hatten sich die verbissen kämpfenden Gastgeber lange Zeit als ebenbürtig erwiesen; nachdem der Unioner Quiring die Führung durch Wagner egalisierte, war im September jedoch der alte Dame in Gestalt des einmal mehr als Matchwinner in Erscheinung tretenden Ronny das letzte Wort vorbehalten.

Dass sich der Unioner Torschütze im Nachhinein darüber echauffierte, dass ausgerechnet „die Wessis in unserem Stadion“ ihre Party feiern konnten, deutete dabei einen Berliner Ost-West-Konflikt an, der Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung allenfalls noch unterschwellig zum Tragen kommt. Schon am folgenden Tag hatten etwa die hauptstädtischen Gazetten flugs nachgezählt und der staunenden Öffentlichkeit offengelegt, dass der Kader der Herthaner deutlich mehr Ost-Berliner Eigengewächse als Union aufzubieten hat. Darüber hinaus ziehen die Blau-Weißen zumindest in ihren besseren Tagen längst ein Gesamtberliner Publikum in ihren Bann – und auch die Eisernen können mittlerweile darauf bauen, dass ihre Anhängerschaft im weiten Teilen der Metropole verwurzelt ist.

Da einem Lokalderby ein zusätzlicher Schuss Brisanz jedoch natürlich nicht schaden kann, steht am kommenden Montag dann aber doch unter anderem auch wieder die Ehre der jeweiligen Berliner Stadtteile auf dem Spiel – zumindest die Wettanbieter gehen vorab davon aus, dass dieses Mal dann erneut von der Hertha gejubelt werden kann.

Category: Hertha BSC,Union Berlin – Author: admin – 2:42 pm

Es ist müssig darüber zu diskutieren wer die Nummer 1 in Berlin ist. Geht man nach der Tabelle, in der die Hertha klar vor Union liegt, dann ist Hertha BSC die Nummer 1 in Berlin. Geht man aber nach dem direkten Vergleich, dann ist Union die Nummer 1 in der Hauptstadt, denn nach dem 1:1 Hinspiel, gewannen die Ostberliner das Rückspiel mit 2:1.

74.244 Fans strömten ins Olympiastadion, um das Berlin Derby live mitzuerleben. Hinterher wird Hertha-Trainer Markus Babbel sagen: “Meine Spieler haben sich von der riesigen Kulisse beeindrucken lassen und waren nicht befreit”. Union hingegen hat die Kulisse beflügelt, schließlich gewann die Truppe von Uwe Neuhaus, allerdings sagte auch er: “Hosen ganz schön voll gehabt”, in Bezugnahme auf die ersten 15 Minuten, denn da war BSC ganz klar tonangebend. Roman Hubnik traf nach 13 Minuten in die Maschen, Hertha führte mit 1:0, der große Favorit fühlte sich scheinbar zu sicher. Auch wenn die Blau-Weißen die besseren Chancen hatten, in der 37 Minute war es ein Sonntagsschuss, der den Union-Block zum ausflippen brachte, Mosquera versenkte den Ball mit einem wunderschönen Treffer aus der Distanz, dem allerdings ein Handspiel vorausgegangen sein soll. Den zweiten Schlag in die Magengegend für Hertha versetzte Mattuschka, in der 71. Minute verwandelte der Kapitän einen Freistoß zum 2:1, welchen Keeper Aerts aber durchaus hätte halten können. Danach kam die “alte Dame” noch zu einer guten Chance, leider wurde der Distanzschuss, der von Rob Friend mit der Brust aufgelegt wurde, noch im letzten Moment abgefälscht. Somit geht die Stadtmeisterschaft nach Köpenick.

Eigentlich schade, dass das Derby vermutlich im nächsten Jahr nicht mehr stattfinden wird, Derbysieg.com hätte aber nichts dagegen. 😉

Danke für dieses Derby, danke den Fans, die ein Zweitligaspiel zu einem echten Spitzenspiel gemacht haben. Das Derby zwischen Hertha und Union hat keine große Tradition, aber dass es ein ganz besonderes für ganz Fußball-Deutschland ist, hat man gestern sehen dürfen. Danke und viel Erfolg Berlin!!!

Union Block Olympiastadion
Weitere Bilder gibt es auf unveu.de

Category: Hertha BSC,Union Berlin – Author: admin – 2:05 pm

Auch unsere Hauptstadt ist diese Woche im Derby-Fieber. Die Hertha empfängt Union. Im Hinspiel trennten sich die Berliner Clubs mit einem 1:1 Unentschieden, im Rückspiel wollen 74.244 Berliner das Spiel live im Stadion miterleben, dies wäre Platz 3 in der ewigen Zuschauerrekord-Liste der zweiten Bundesliga.

Die Hertha ist voll im Soll, 5 Punkte Vorsprung auf Platz 3 und 4, der direkte Wiederaufstieg ist im vollen Gange. Für Union geht es um den Klassenerhalt, 3 Punkte sind es gerade mal auf Tabellenplatz 16. Nur acht Punkte konnten die Köpenicker in der Fremde holen, wie gut, dass das Spiel gegen BSC auch als Heimspiel empfunden werden kann.

Relevante Videos zum Berliner Derby:
Anmarsch der Herthafrösche im Hinspiel

Choreo aus dem Hinspiel

Category: Hertha BSC,Union Berlin – Author: admin – 11:42 pm

Das erste offizielle Berliner Derby zwischen Union und Hertha endete 1:1. Vor 19.000 Zuschauern traf Niemeyer nach 2 Spielminuten zum 0:1 für die “alte Dame”. Kolk traf in Minute 82 zum verdienten 1:1 Ausgleich, nachdem Union vorher einige Chancen zum Ausgleich liegen gelassen hat.

An der alten Försterei war Feuer im Spiel, hart umkämpft und eine tolle Atmosphäre auf den Rängen. Zwar unterbrach Schiedsrichter Dr. Felix Brych kurz nach Beginn der zweiten Hälfte die Partie, weil Rauchbomben im Gästeblock gezündet wurden, aber insgesamt blieb es friedlich. Es gibt sicherlich Leute, die wollen mehr Rivalität, teilweise war diese zu spüren, aber dieses Derby scheint auch freundschaftliche Tendenzen zu haben, mal sehen wie es sich entwickelt.

Die Fanszene rund um Hertha BSC zeigte bei Spielbeginn eine gelungene Choreografie inklusive Spruchbänder:

Auch auf Seiten der Unioner gab es eine gut umgesetzte Choreo inklusive Spruchbänder:

Die Bilder stammen von der Fotohomepage Union Berlin, weitere Bilder findet Ihr auf unveu.de

Gruß Derbysieger

Category: Derbys Deutschland,Hertha BSC,Union Berlin – Author: admin – 11:43 am

Die zweite Bundesliga ist in der kommenden Saison reich an einem Derby, das es so in der Form noch nie gab. Ein Derby, das wirklich eines ist, wenn man die Defintion von Derby genau nimmt. Ein Derby, auf das ganz Deutschland schauen wird. Wer hätte damit gerechnet, dass die Hertha aus Berlin absteigt. Nun kommt die “alte Dame” nicht mehr drum rum in der zweiten Bundesliga zu spielen, man fährt nach Frankfurt, aber nicht zur Eintracht, sondern zum FSV, nach München, aber nicht zu den Bayern, sondern zu 1860, nach Paderborn und Ingolstadt, anstatt nach Dortmund und nach Schalke.

Nichtsdestotrotz sollte das eine Jahr Zweitligazugehörtigkeit, wenn wir vom besten Fall ausgehen, für ein Topspiel entschädigen. Hertha BSC Berlin gegen Union Berlin, dem “kleinen” Nachbarn, der aber nicht weniger attraktiv ist, der seine Fanmassen mobilisiert und erst recht zu diesem Stadtderby. Am 4.Spieltag, vermutlich am Sonntag dem 19.09.2010 kommt es zum Berliner Derby. Die provozorischen Termine weiterer Derbys in der Hinrunde der zweiten Bundesliga, findet Ihr hier:

Datum Heim Auswärts Ergebnis Derby
19.09.2010 Deutschland Union Berlin Hertha BSC Berlin -:- Berliner
26.09.2010 Deutschland FC Augsburg 1860 München -:- Bayern
03.10.2010 Deutschland MSV Duisburg R.W Oberhausen -:- Niederrhein
31.10.2010 Deutschland Fortuna Düsseldorf MSV Duisburg -:- Rhein
Category: Hertha BSC,Union Berlin – Author: admin – 5:11 pm

Es ist noch nicht amtlich, aber bei noch zwei ausstehenden Spielen und 6 Punkten Rückstand, scheint der Abstieg von Hertha BSC nicht mehr abzuwenden. Zwar gab es vor einigen Jahren einen ähnlichen Fall, damals hatte Bayer Leverkusen 6 Zähler bei noch 2 Spielen Rückstand, damals schaffte es die Werkself tatsächlich den Klassenerhalt doch noch zu sichern.

Hertha kommt zugute, dass sie die bessere Tordifferenz haben und eigentlich auch die besseren Spieler. Was in Berlin schief gelaufen ist, lässt sich aus der Distanz nicht sagen. Ich glaube die Fans der alten Dame wissen es selbst nicht. Es ist erschreckend, da es quasi jeden Verein, mit Ausnahme von 2-3 vielleicht, absteigen kann.

Gehen wir davon aus, dass die Hertha in der nächsten Saison zweitklassig spielt, dann wird man vermutlich den direkten Wiederaufstieg anstreben und auch schaffen. Es ist zwar ein Beinbruch, doch auch dieser heilt wieder aus und dann ist BSC rehabilitiert und bricht so manchem Bundesligisten wieder das Bein.

Aus Derbysicht ist es eine tolle Sache. Endlich steigt das Derby zwischen Union Berlin und Hertha BSC Berlin. Ein echtes Stadtderby, auf das nicht nur Berlin heiß sein dürfte, sondern ganz Deutschland. Die Fans der Unioner haben schon vor wenigen Wochen tief in die Wunde der Herthaner gebohrt, als sie bei einem Heimspiel der Blau-Weißen ein Transparent ausrollten, auf dem stand: “Absteiger”…

Es ist ein Derby, aber ist es auch eine Rivalität? Das wissen wohl nur die Insider und die anderen werden es erfahren, wenn es heißt: “Live auf Sport1, mittendrin statt nur dabei!”