Derbys Spanien

Category: Derbys Spanien – Author: admin – 6:35 pm

Während das madrilenische Derby zwischen Real und Altetico nach jahrzehntelanger Dominanz des weißen Balletts dank des Aufschwungs der Rojiblancos mittlerweile wieder regelmäßig Dramatik verspricht, stellt sich die am häufigsten aufgeführte Stadtmeisterschaft des spanischen Fußballs noch immer allzu oft als eine vorhersehbare Angelegenheit heraus: Am späten Samstagnachmittag wird Espanyol nun bereits zum 161. Mal versuchen, die festgezurrten katalanischen Verhältnisse im „Derbi Barceloni“ durcheinanderzubringen.

Das einseitigste Derby Spaniens?

Würde die Blaugrana eine überraschende Pleite gegen den Lokalrivalen im Kampf um die Meisterschaft richtig schmerzen, käme ein solcher Prestigeerfolg aus Sicht der Gäste in der ewigen Derby-Bilanz kaum über die Rolle des berühmten heißen Tropfens auf dem Stein hinaus: Da der FC Barcelona in den bisherigen Duellen 91 Siege bei nur 35 Niederlagen verbuchte, dürfte der Mannschaft von Luis Enrique der Titel des lokalen Derby-Königs in diesem Jahrhundert wohl nicht mehr abzujagen sein. Allerdings müssen natürlich noch nicht einmal die direkten Aufeinandertreffen herangezogen werden, um sich über die zu erwartende Rollenverteilung im Camp Nou zu informieren – mit notorischen Platzproblemen in der Vereinsvitrine haben bekanntermaßen nur die Hausherren zu kämpfen.

Während Barca mit 22 Meistertiteln – zumindest historisch gesehen – die klare Nummer zwei des spanischen Fußballs ist, gehört Espanyol zu den ganz wenigen Gründungsmitgliedern der Primera Division, die seit der erstmals im Jahre 1929 ausgetragenen Meisterschaft am Ende nie an der Spitze der Tabelle standen. Selbst die mittlerweile angehäuften vier Siege im Copa del Rey nötigen dem Rekord-Pokalsieger aus der Nachbarschaft fraglos nur ein müdes Lächeln ab. Nicht minder ungleich sind auch die internationalen Meriten in der katalanischen Hauptstadt verteilt: Konnte sich der Platzhirsch im Laufe der Jahrzehnte insgesamt zwölf Titel in den diversen europäischen Wettbewerben sichern, kam der kleine Nachbar nicht über zwei Endspiel-Niederlagen im UEFA-Cup hinaus.

Zuletzt wurde Barca im Jahr 2009 überrascht

Angesichts der klar abgesteckten Kräfteverhältnisse ist es dann schon durchaus symptomatisch, dass man sich bei Espanyol ausgerechnet für einen gleichermaßen possierlichen wie harmlosen Wellensittich als Vereinsmaskottchen entschied: Geht es hinsichtlich der gewählten Glücksbringer bei den meisten konkurrierenden Vereinen deutlich martialischer zu, scheint die Mannschaft von Sergio González tatsächlich nur dazu in der Lage zu sein, ab und an und nahezu unmerklich auf den übermächtigen Rivalen einzuhacken. Letztmals ist dies Espanyol vor über 5 Jahren mit einem Sieg im Camp Nou geglückt – in den seither absolvierten zehn Duellen hat sich der ewige Außenseiter dagegen mit überschaubaren zwei Punkten und ebenso „vielen“ Treffern begnügt.

Eine Fortsetzung dieser Negativserie dürfte nun auch am Samstag der absolute Normalfall sein, immerhin ist Espanyol nach nur einem Sieg aus den letzten sechs Ligaspielen gerade einmal wieder vollauf damit beschäftigt, sich einen drohenden Abstiegskampf vom Leib zu halten, während die Blaugrana im anstehenden Heimspiel mit sechs Pflichtspiel-Dreiern in Folge wuchern kann. Zuletzt konnten Messi & Co. mit Erfolgen gegen die stark gestarteten Klubs aus Sevilla und Valencia die eigenen Meisterschaftsambitionen untermauern; nachdem die Mannschaft noch im Vorjahr unter dem nunmehrigen argentinischen Nationalcoach Gerardo Martino komplett leer ausgegangen war, drängt das Team nun offensichtlich mit aller Macht in die Erfolgsspur zurück.

Schrumpft die Blaugrana zur lokalen Größe?

Da sich der FC Barcelona kurz vor dem Jahresende allerdings nicht nur in der Primera Division, sondern darüber hinaus auch in der Champions-League-Vorrunde erneut nur in der Rolle des ersten Verfolgers befindet, muss man wohl dennoch vermuten, dass auch der im Sommer vollzogene Trainerwechsel vorerst nur wenig an der erfolgten Wachablösung der Blaugrana geändert hat. Wurde noch vor einigen Jahren in zehn von zehn Fällen stets das katalanische Wunderteam genannt, wenn man sich für die stärkste Fußball-Mannschaft der Welt interessierte, scheint derzeit keineswegs nur der ewige Rivale aus Madrid ein kleines bisschen vorausgeeilt zu sein. Insbesondere in der Offensive hatten die Königlichen im ersten Saison-Drittel deutlich mehr anzubieten gehabt – und es bleibt offen, ob allein der seit kurzem endlich spielberechtigte Luiz Suarez den zu konstatierenden Rückstand mittelfristig wettmachen kann.

Angesichts der vorhandenen Fragezeichen muss es für Barca eine umso größere Bedeutung haben, nun wenigstens nicht auch noch im städtischen Derby zurechtgestutzt zu werden: Dass man das prestigeträchtige Duell bei den Gastgebern dieses Mal deshalb vielleicht ein kleines bisschen ernster nimmt, wird von Espanyol vermutlich mit einigem Schrecken zur Kenntnis genommen – schon allein die denkbar eindeutigen Quoten der Wettanbieter dürften gut und gerne dazu geeignet sein, den Herausforderer bereits vor dem schweren Gang ins Camp Nou gründlich zu demoralisieren.

Category: Derbys Spanien – Author: admin – 4:09 pm

Behält Barcelona die „weiße Weste“?

Wieder einmal geht es im El Clasico zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona um die Vorherrschaft im spanischen Fußball. Vor dem Aufeinandertreffen am 9. Spieltag der Primera Division liegt „Barca“ als einziges noch ungeschlagenes Team an der Tabellenspitze. Von acht Spielen haben Messi, Neymar & Co. sieben gewonnen, nur ein Mal – beim 0:0 in Malaga – mussten sich die Katalanen mit einem Unentschieden zufrieden geben. Allerdings sind nicht allein die Superstars im Angriff für diese Bilanz verantwortlich, schließlich blieb die Mannschaft in allen acht Meisterschaftsspielen ohne Gegentreffer.

Dagegen hat Dauerrivale Real Madrid in dieser Saison bereits zwei Spiele verloren. Zunächst gab es am 31. August eine 2:4-Niederlage in San Sebastian gegen Real Sociedad und zwei Wochen später ging auch das Lokalderby gegen Titelverteidiger Atletico Madrid im heimischen Bernabeu-Stadion mit 1:2 verloren. An gleicher Stelle will Real nun mit einem Heimsieg über den FC Barcelona bis auf einen Punkt an den Tabellenführer herankommen. Somit wäre auch im Titelkampf wieder alles offen.

Real ohne Bale – Barcelona mit Suarez?

Sollten sich jedoch die Katalanen durchsetzen würden sie den Vorsprung bereits auf sieben Punkte ausbauen. Angesichts der Dominanz, die diese beiden Vereine in der Primera Division seit Jahrzehnten ausüben, wäre in diesem Fall schon fast von einer Vorentscheidung zu sprechen. Daher sind die Superstars um Cristiano Ronaldo, Karim Benzema, Toni Kroos und James Rodriguez gefordert, dafür zu sorgen, dass es gar nicht erst so weit kommt. Zwar muss das „weiße Ballett“ auf den verletzten Waliser Gareth Bale verzichten, aber auch ohne ihn wird Real eine hochklassige Mannschaft stellen.

Beim Gegner wird mit Spannung das erste Antreten von Luis Suarez erwartet. Der Uruguayer soll im „Clasico“ erstmals nach seiner viermonatigen Sperre, die er aufgrund seiner Beißattacke gegen den Italiener Chiellini bei der Weltmeisterschaft in Brasilien ausfasste, wieder spielen. In der vergangenen Saison ging er noch für den FC Liverpool auf Torjagd und wurde mit 31 Treffern überlegen Torschützenkönig. Ob Suarez tatsächlich auflaufen wird, scheint aber noch fraglich. Wenige Tage vor dem Derby wird noch darüber diskutiert, ob die Sperre des Stürmers am Spieltag (25. Oktober) oder erst einen Tag später abläuft.

Spannung ist garantiert

Dramatisch sollte die Partie aber in jedem Fall verlaufen. Schon die letzten Aufeinandertreffen der beiden Vereine waren nichts für schwache Nerven. Im letzten Meisterschafts-Duell im Bernabeu-Stadion am 23. März 2014 drehte Barcelona einen 2:3-Rückstand durch zwei Elfmeter Tore von Lionel Messi noch in einen 4:3-Sieg um. Damit wahrten die Katalanen die Chance auf den Meistertitel, während diese Niederlage für Real einen Rückschlag im Titelkampf bedeutete. Am Ende freute sich der Dritte – nämlich Reals Stadtrivale Atletico – der erstmals seit 18 Jahren wieder den Titel holte.

Drei Wochen später revanchierte sich Real im Pokalfinale und siegte in Valencia gegen Barcelona mit 2:1. Vor der 229. Begegnung in einem Pflichtspiel – das erste fand bereits 1902 im Pokal statt – ist die Gesamtbilanz nahezu ausgeglichen. 91 Mal siegte Real, 89 Mal war der FC Barcelona erfolgreich. 48 Mal gab es keinen Sieger. Die Anbieter von Fußballwetten sehen aufgrund des Heimvorteils mit Quoten um 2,4 auch diesmal die Mannschaft aus der Hauptstadt in der Favoritenrolle. Ein Auswärtssieg des FC Barcelona wäre bei den meisten Buchmachern mehr als den dreifachen Wetteinsatz wert.

Category: Derbys Spanien – Author: admin – 5:14 pm

Von manchen Derbys kann man eben nie genug bekommen: Wurde bis vor kurzem noch das einzig wahre Clasico zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid völlig zurecht als das alles überstrahlende Highlight des spanischen Fußballs angesehen, schwingt sich zunehmend auch das „Derbi madrileno“ zu einem prestigeträchtigen Duell zweier nahezu gleichwertiger Giganten auf. Nachdem die Stadtmeisterschaft jahrzehntelang unter der faktischen Chancenlosigkeit Atleticos zu leiden hatte, steht die Mannschaft von Diego Simeone mittlerweile regelmäßig zu Auftritten auf absoluter Augenhöhe bereit – auch beim anstehenden Gastspiel im Bernabeu sind die Erfolgsaussichten der Rojiblancos vermutlich deutlich besser, als sich dies zunächst den obligatorischen Außenseiterquoten der Wettanbieter entnehmen lässt.

Die zahlreichen Vergleiche der vergangenen Wochen und Monaten lassen in jedem Falle nur die Schlussfolgerung zu, dass mit nennenswerten Vorteilen für eine Mannschaft kaum zu rechnen ist: Immerhin hatte sich sowohl das Champions-League-Endspiel als auch der folgende Kampf um den nationalen Supercup als ein völlig offener Ritt auf der Rasierklinge erwiesen. Während die Königlichen auf dem europäischen Parkett dank eines zunächst glücklichen, bald furiosen Endspurts das bessere Ende für sich verbuchten, konnte sich der amtierende Meister dann kürzlich nach zwei weiteren Duellen mit dem Gewinn der „Supercopa“ revanchieren – angesichts der jeweiligen Millimeterentscheidungen hätten beide Wettbewerbe jedoch ebenso gut auch einen anderen Sieger finden können.

Reals königlicher Derby-Triumph überstrahlt alles

Mit der prestigeträchtigen europäischen Krone scheint Real unter dem Strich zwar deutlich besser weggekommen zu sein; dieser seit über einem Jahrzehnt sehnsüchtig erwartete Erfolg täuscht allerdings etwas darüber hinweg, dass sich Atetico in den regelmäßigen Derbys der vergangenen 15 Monate alles in allem durchaus achtbar geschlagen hat. Nach den sieben Begegnungen in der Meisterschaft, dem nationalen Pokal, dem Supercup und der besagten Champions League springt für die Königlichen mit drei Siegen, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen gerade einmal ein hauchdünner Vorsprung heraus, der obendrein auch nur dem von Atletico bereits halbherzig weggeschenkten Rückspiel im Copa del Rey geschuldet ist.

Mit Blick auf diese stets engen Kisten mag man es sich kaum noch vorstellen, dass es für die Rojiblancos unmittelbar nach der Jahrtausendwende über ein Jahrzehnt lang nie mehr als einen warmen Händedruck im Derby madrileno zu gewinnen gab: Angesichts der vermeintlichen feindlichen Übermacht wurden die Zähler fast immer zum Nulltarif an den größeren Stadtrivalen herausgerückt. Diese schier endlose Durststrecke konnte erst zum Ende der Saison 2012/13 beendet werden, als mit dem Sieg im spanischen Pokalfinale ausgerechnet im gegnerischen Bernabeu eine besonders süße Rache für die erlittenen Demütigungen gelang.

Bei einer Derbypleite droht der Stotter-Start

Obwohl seit jenem Triumph noch nicht einmal ganz anderthalb Jahre vergangen sind, findet nun das Wiedersehen in der Primera Division unter gänzlich gewandelten Vorzeichen statt: Spätestens mit dem vorjährigen Gewinn der Meisterschaft ist den Rojiblancos der Nachweis geglückt, dass die angeblich zementierten „spanischen Verhältnisse“ keineswegs in Stein gemeißelt sind. Im nunmehr zu konstatierenden Dreikampf mit dem FC Barcelona sind in der neu gestarteten Spielzeit derzeit aber gleich beide Stadtrivalen hinten dran: Während sich Atletico schon am Premierenspieltag im kleinen Derby gegen Rayo Vallecano mit einem mageren 0:0 zufriedengab, wurde Real in der zweiten Runde beim 2:4 in San Sebastian nach einem Blitzstart noch regelrecht überrollt.

Somit steht im spanischen Topspiel des kommenden Wochenendes wohl nur vordergründig der Kampf um die Stadtmeisterschaft auf dem Spiel; das Hauptaugenmerk beider Rivalen dürfte schließlich vor allem darauf gerichtet sein, den gemeinsamen katalanischen Konkurrenten nicht schon frühzeitig entkommen zu lassen. Zumindest die ersten Auftritte deuteten immerhin an, dass man mit der Blaugrana nach einer durchweg enttäuschend verlaufenen Saison fortan wieder rechnen muss – möglicherweise bleibt es somit also doch einmal mehr dem Clasico vorbehalten, im Meisterrennen über Sieg und Niederlage zu entscheiden.

Category: Derbys Spanien – Author: admin – 3:24 pm

Nicht zum ersten Mal kommt es in dieser Saison zum Aufeinandertreffen der beiden Stadtrivalen aus Madrid, Real und Atletico. Während in der nationalen Meisterschaft Atletico mit einem 1:0 auswärts und einem 2:2 im Heimspiel knapp die Oberhand behielt, setzte sich Real im Halbfinale der Copa del Rey mit 3:0 und 2:0 ganz deutlich durch. Aber das Gipfeltreffen am 24. Mai im Finale der Champions League in Lissabon wird alle bisherigen Begegnungen in den Schatten stellen. Noch nie kam es in einem Finale im Europapokal zu einem Stadt-Derby. Diese Premiere bleibt nun den beiden Vereinen aus Madrid vorbehalten.

Real will „La Decima“

Standen einander noch im Endspiel der letzten Saison mit Bayern München und Borussia Dortmund zwei deutsche Mannschaften gegenüber, so eroberte die spanische Primera Division in dieser Saison wieder ihre Vormachtstellung zurück. Dabei eliminierte Real Madrid mit dem BVB und den Bayern beide Vorjahrsfinalisten, wobei die Gegenwehr der Dortmunder (Gesamtscore: 3:2) wesentlich heftiger ausfiel, als jene des Titelverteidigers, der nach eine 0:1-Niederlage im Bernabeu-Stadion vor eigenem Publikum mit 0:4 sang- und klanglos unterging.

Vor allem diese jüngste Machtdemonstration stempelt Real zum Favoriten in Sachen Fußball-Wetten. Und das, obwohl Atletico die heimische Liga vor dem letzten entscheidenden Spiel gegen den FC Barcelona anführt und sich auch in der Königsklasse gegen die favorisierten Katalanen durchsetzte. Aber die Rolle des Außenseiters liegt den Rojiblancos ohnehin. Schließlich ist es der Arbeiterverein aus Madrid gewöhnt, im langen Schatten des „Weißen Balletts“ zu stehen, das sich am Samstag endlich „ La Decima“, den zehnten Triumph im höchsten europäischen Klubbewerb, holen will.

Atletico bleibt der Außenseiter

Für Atletico Madrid wäre es dagegen der erste Triumph in der Champions League. Vor 40 Jahren stand man schon einmal im Endspiel des Europapokals der Landesmeister. Da hatte man in Brüssel den FC Bayern bereits am Rande einer Niederlage. Nach torlosen 90 Minuten ging Atletico in der Verlängerung durch – den in diesem Jahr verstorbenen – Luis Aragones mit 1:0 in Führung. Aber kurz vor dem Abpfiff gelang den Bayern durch einen Treffer des aufgerückten Verteidigers „Katsche“ Schwarzenbeck noch der Ausgleich. Da es damals noch kein Elfmeterschießen gab, wurde ein Wiederholungsspiel angesetzt. Zwei Tage später ließen völlig verwandelte Bayern den Spaniern keine Chance. Je zwei Treffer von Uli Hoeneß und Gerd Müller sorgten für einen souveränen 4:0-Sieg.

Während die Bayern in den darauf folgenden beiden Jahren den Titel erfolgreich verteidigten, musste Atletico bis zum heutigen Tag auf eine weitere Finalteilnahme im Meistercup warten. Dafür konnten sich die Spanier 1974 nach einem Sieg über Independiente mit dem Gewinn des Weltpokals trösten, da die Münchner auf eine Teilnahme verzichtet hatten. Auch sonst konnte Atletico international durchaus reüssieren. Bereits 1962 wurde der Europapokal der Pokalsieger gewonnen und in den Jahren 2010 und 2012 gewann Atletico Madrid jeweils die Europa League.

Zwei Finalspiele für Atletico

Die Saison 2013/14 könnte somit die erfolgreichste in der Geschichte von Atletico Madrid werden. Aber noch stehen die Rojiblancos ohne Titel da. Zwei Finalspiele stehen noch an. In der Meisterschaft darf die abschließende Partie gegen den FC Barcelona im Camp Nou nicht verloren werden, um erstmals seit 1996 wieder den nationalen Meistertitel zu gewinnen. Seitdem musste Atletico zwischenzeitlich sogar in die 2. Liga.

Im Pokalfinale 2013 wurde Real Madrid auswärts im Bernabeu-Stadion mit 2:1 besiegt. Das war der erste Titel für Atletico seit 17 Jahren. Sollte ein Jahr später ein weiterer Erfolg über den Stadtrivalen folgen, thronen die Rojiblancos an der Spitze des europäischen Klub-Fußballs.

Category: Derbys Spanien – Author: admin – 4:30 pm

Das Gipfelduell im spanischen Fußball

Seit der Saison 1928/29 wird in der Primera Division um den Meistertitel in der spanischen Liga gespielt und seitdem treffen mit Real Madrid und dem FC Barcelona die beiden größten und populärsten Klubs des Landes zweimal jährlich im „El Clasico“ aufeinander. Von bisher 168 Auflagen in der Liga gewann Real 70 Mal, Barca feierte 65 Siege. In der bewerbsübergreifenden Gesamtbilanz, liegt dagegen Barcelona mit 107:94-Siegen voran. Allerdings sind dabei auch Freundschaftsspiele enthalten, die überwiegend zugunsten der Katalanen endeten.

Die Rivalität der beiden Vereine geht weit über die Bereiche den Fußball betreffend hinaus und ist darüber hinaus auch von sozialpolitischen Gegensätzen geprägt.

Das erste Aufeinandertreffen zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona fand bereits 1902 im „Krönungspokal“ – einem Vorgängerbewerb der Copa del Rey – statt und endete mit einem 3:1-Erfolg der Katalanen.

Gelingt Real die Vorentscheidung?

Bevor die beiden Klubs in einem weiteren „Clasico“ am 16. April im Endspiel um den spanischen Pokal erneut aufeinandertreffen, kommt es am 23. März im Estadio Santiago Bernabeu zu einem für den Meisterschaftsausgang mitentscheidenden Duell.

Zehn Spieltage vor Schluss könnte Real mit einem Heimsieg über den Erzrivalen die Tabellenführung ausbauen und einen Vorsprung von sieben Punkten auf die Blau-Roten herausholen. In diesem Falle wäre die Titelverteidigung für die Katalanen wohl in weite Ferne gerückt. Aufgrund des Restprogramms ist kaum zu erwarten, dass die „Königlichen“ dieses Guthaben bis zum Saisonende noch aus der Hand geben.

Mit einem Sieg würde Barca dagegen bis auf einen Punkt an die Madrilenen heranrücken und wäre damit weiter im Titelrennen mit dabei. Der letzte Sieg von Barcelona in einem Meisterschaftsspiel im Bernabeu-Stadion gelang am 10. Dezember 2011 mit 3:1.

Ronaldo gegen Messi

Die Begegnung zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona ist gleichzeitig auch das Duell der beiden weltbesten Fußballer. Cristiano Ronaldo löste bei der letzten Wahl zum “Weltfussballer des Jahres” Lionel Messi ab, der diese Wahl zuvor vier Mal in Folge für sich entschieden hatte. Nach mehreren Verletzungsproblemen präsentierte sich der Argentinier aber zuletzt wieder gut in Form.

Beim 7:0 am vergangenen Wochenende über Osasuna krönte er sich mit 371 Pflichtspieltoren zum neuen alleinigen Rekordhalter des FC Barcelona. Real Madrid begnügte sich in Malaga mit einem 1:0-Auswärtssieg, den Ronaldo sicherstellte. Nach dem Champions-League-Spiel gegen Schalke 04 hatte Real den verletzungsbedingten Ausfall von Jesé zu beklagen, der sich einen Kreuzbandriss zuzog.

Atletico Madrid als lachender Dritter?

Beide Kontrahenten dürfen jedoch nicht außer Acht lassen, dass mit Atletico Madrid noch ein weiterer Verein Titelambitionen mit sich herumträgt. Aktuell liegen die Rojiblancos drei Punkte hinter Real, aber einen Punkt vor dem FC Barcelona auf Platz zwei. Im Falle einer Niederlage des Stadtrivalen könnte Atletico nach Punkten mit dem Spitzenreiter gleichziehen, womit ein spannendes Saisonfinale garantiert wäre.

Category: Derbys Spanien – Author: admin – 5:58 pm

So spannend wie in diesem Jahr war der Kampf um den Meistertitel in Spanien schon lange nicht mehr. Nach dem 24. Spieltag lagen der FC Barcelona und die beiden Madrider Vereine Real und Atletico mit jeweils 60 Punkten an der Tabellenspitze. Aber am 25. Spieltag ließen sowohl Barcelona beim 1:3 bei Real Sociedad als auch Atletico beim 0:3 in Pamplona bei Osasuna überraschend Punkte.

Somit führt Real Madrid nach einem 3:0-Heimsieg über Elche mit drei Punkten Vorsprung auf die Konkurrenz die Tabelle an und geht damit auch als Favorit ins 154. Derby gegen Atletico, obwohl die Partie im Vicente-Calderon-Stadion, der Heimstätte des Stadtrivalen, stattfindet.

Atletico mit erstem Derbysieg seit 1999

Das erste Saisonduell im Bernabeu-Stadion hatte sensationell Atletico mit 1:0 für sich entschieden. Es war der erste Erfolg über Real in der spanischen Meisterschaft nach 23 sieglosen Derbys – zuletzt gab es in Atleticos Abstiegssaison 1999/00 einen 3:1-Auswärtserfolg – wobei die “Königlichen” zwischen 2009 und 2013 neun Derbys in Serie für sich entschieden hatten.

Dieser Erfolg der immer stärker werdenden Rojiblancos hatte sich bereits abgezeichnet, nachdem Atletico das Finale des letztjährigen Pokalbewerbes im Bernabeu-Stadion mit 2:1 für sich entschieden hatte.

Aber 2014 scheint sich das Blatt wieder zugunsten von Real zu wenden. Im Halbfinale der Copa del Rey setzte sich das “Weiße Ballett” gegen Atletico mit 3:0 und 2:0 ganz klar durch und erreichte das Endspiel, wo es zu einem erneuten “El Clasico” – einem Duell mit dem FC Barcelona – kommt.

Schwächephase bei Atletico

Dagegen scheint den Rojiblancos nach einer bisher ganz starken Saison die Luft auszugehen. Obwohl mit dem langjährigen Bundesliga-Profi Diego ein prominenter Neuzugang verbucht werden konnte, verlor man im Februar nicht nur die beiden Pokalpartien gegen den Stadtrivalen, sondern musste sich in der Meisterschaft neben Osasuna auch Almeria mit 0:2 geschlagen geben.

Damit fiel Atletico auf den dritten Platz zurück. Am Anfang des Monats führte das Team von Trainer Diego Simeone nach dem 22. Spieltag die Tabelle noch mit drei Punkten Vorsprung auf Barcelona und Real an. Nun droht man im Falle einer Derbyniederlage gegen den Tabellenführer alle Titelchancen bereits jetzt zu verspielen.

Real wieder mit Ronaldo

Worauf Atletico dennoch hoffen kann, ist die Fortsetzung der positiven Heimbilanz. Als einziges Team der Liga sind die Rojiblancos in der Meisterschaft daheim noch ungeschlagen. Von 13 Partien konnten elf gewonnen wurde, nur zwei Mal gab es ein Unentschieden. Allerdings ist Real gleichzeitig das beste Auswärtsteam der Liga, feierte in 13 Partien in fremden Stadien neun Siege und verlor nur eine (1:2 am 26. Oktober im Camp Nou gegen den FC Barcelona).

Für Real spricht darüber hinaus, dass im Derby Weltfussballer Cristiano Ronald wieder zur Verfügung steht. Der Portugiese hatte beim 1:1 im Auswärtsspiel bei Athletic Bilbao die Rote Karte gesehen und war für drei Spiele gesperrt worden. Aber auch ohne Ronaldo feierte Real zuletzt drei Siege gegen Villarreal (4:2), Getafe und Elche (jeweils 3:0).

Aufgrund der letzten Resultate sehen die Fußball-Wetten Real in der Favoritenrolle, die Quoten für einen Sieg des Spitzenreiters liegen um 2,20. Dagegen wäre ein richtiger Tipp auf einen Heimsieg von Atletico den bis zu 3,5-fachen Wetteinsatz wert. Etwa in der gleichen Höhe bewegen sich die Quoten für ein Unentschieden im Duell der beiden Spitzenklubs.

Category: Derbys Spanien – Author: admin – 1:19 pm

Zu Allerheiligen findet um 21 Uhr die 159. Auflage des katalonischen Derbys zwischen dem FC Barcelona und Espanyol in der spanischen Liga statt. Wie zumeist in den letzten Jahren kommt dabei den gastgebenden Blaugrana die eindeutige Favoritenrolle zu.

Mit 89:34-Siegen liegt der FC Barcelona in der Gesamtbilanz ganz deutlich voran. Am 21. Februar 2009 feierte Espanyol mit einem 2:1-Erfolg im Camp Nou den letzten Derbysieg. Seitdem gab es in acht Aufeinandertreffen sechs „Barca“-Siege und zwei Unentschieden.

Von Katalanen und Spaniern

Die Rivalität zwischen dem FC Barcelona und Espanyol geht über sportliche Belange hinaus. Während sich der FC Barcelona als Vertreter Kataloniens versteht, hat Espanyol – wie bereits der Name vermuten lässt – spanische Wurzeln. Im Jahre 1912 wurde dem Verein von König Alfons XIII. sogar das Privileg verliehen, den Namen „Real“ („königlich“) zu tragen. Auch das Wappen von Espanyol wird von der Krone geziert. Heute hat der Verein sowohl spanische als auch katalanische Fangruppen.

Die beiden Fußballvereine aus Barcelona sind nahezu gleich alt (gegründet 1899 bzw. 1900) und sind beide Gründungsmitglieder der 1929 erstmals ausgetragenen spanischen Liga. Was die Erfolge betrifft, ist der Unterschied jedoch groß. Während der FC Barcelona in der Saison 2012/13 zum 22 Mal den Meistertitel holte, kam Espanyol über einen dritten Rang (1933) noch nie hinaus. Insgesamt rangierten die Blau-Weißen seit Ligagründung am Saisonende nur drei Mal vor dem Stadtrivalen.

Zumindest die Copa del Rey konnten die Blau-Weißen aus Barcelona vier Mal gewinnen, zuletzt im Jahr 2006. Dagegen gewann der FC Barcelona 26 Mal den spanischen Pokal und hält damit den Rekord. Auf internationaler Ebene ist der FC Barcelona mit 11 Europacupsiegen auf einer Ebene mit dem Erzrivalen Real Madrid, wobei das „Weiße Ballett“ die höhere Anzahl an Siegen im Europacup der Meister bzw. der Champions League aufzuweisen hat.

Die internationalen Meriten von Espanyol beschränken sich dagegen auf zwei Finalteilnahmen im UEFA-Cup bzw. der Europa League in den Jahren 1988 und 2007.

Klare Chancenverteilung vor dem Derby

Auch vor dem aktuellen Aufeinandertreffen gilt der FC Barcelona – noch dazu im heimischen Camp Nou – als hoher Favorit. Von 11 Saisonspielen gewann „Barca“ zehn und musste sich nur im Auswärtsspiel in Pamplona gegen Osasuna mit einem torlosen Remis begnügen. Durch den 2:1-Sieg im „El Clasico“ über Real Madrid wurde der Erzrivale in der Tabelle bereits deutlich distanziert. Somit bleibt vorerst Atletico Madrid der einzige Konkurrent im Kampf um den 23. Meistertitel. Die Rot-Weißen aus Madrid haben auch alle Spiele bis auf eines gewonnen – ausgerechnet gegen „Barcas“ Stadtrivalen Espanyol gab es mit 0:1 die einzige Saisonniederlage.

Es war ein unerwarteter Erfolg der Blau-Weißen in einer sonst bisher durchwachsenen Saison. Zwar blieb Espanyol in den ersten fünf Spielen unbesiegt, verlor aber anschließend gleich drei Matches in Serie, was einen Absturz in der Tabelle zur Folge hatte. Seit dem 1:0 über Atletico am 19. Oktober erzielte Espanyol in den folgenden beiden Partien kein Tor mehr und klassiert sich aktuell – mit vier Siegen und vier Niederlagen – auf dem 8. Tabellenplatz.

Die Chancenverteilung spiegelt sich auch in den Quoten für Fußball-Wetten wieder. Während im Falle eines Heimsieges des FC Barcelona von allen Buchmachern lediglich Quoten im Bereich von 1,1 angeboten werden, wird bei einem Auswärtssieg von Espanyol bei manchen Anbietern wie Bet365 oder Tipico der mehr als 20-fache-Wetteinsatz als Gewinn ausbezahlt.

Category: Derbys Spanien – Author: admin – 7:00 pm

Zum 153. Mal steigt am kommenden Samstag in der spanischen Primera Division das Madrider Derby zwischen Real und Atletico. Obwohl Real die letzten neun Meisterschafts-Derbys allesamt gewonnen hat und in den letzten 23 Liga-Derbys ungeschlagen blieb, steckt gerade in diesem Duell viel Brisanz.

Das liegt zum einen daran, dass Atletico ausgerechnet im Pokalfinale der letzten Saison dem Stadtrivalen eine bittere 2:1-Niederlage beibrachte – noch dazu im Bernabeu-Stadion – wodurch das „Weiße Ballett“ unter Jose Mourinho 2012/13 ohne Titel blieb (vom Sieg im nationalen Supercup abgesehen).

Zum anderen präsentieren sich die Rojiblancos in der bisherigen Saison in bestechender Form und liegen ohne Punkteverlust mit dem FC Barcelona an der Tabellenspitze. Der Rekordmeister hat dagegen beim Spiel bei Villarreal Punkte abgegeben und liegt zwei Punkte hinter dem Spitzenduo auf Platz drei. Beinahe hätte es auch im letzten Meisterschaftsspiel bei Aufsteiger Elche nur ein 1:1-Remis gegeben, aber in der 95. Minute verwertete Cristiano Ronaldo noch einen Elfmeter zum glücklichen Sieg.

Bale vor Heimdebüt für Real

Bereits in den vorangegangenen Spielen hatten das Weiße Ballett mehrfach nur mühevolle Siege errungen. Beispielsweise im ersten Spiel gegen Betis Sevilla (2:1) oder in der Auswärtspartie in Granada, als Neuzugang Isco erst kurz vor Schluss der entscheidende Treffer zum 1:0-Sieg gelang.

Dass sie es auch anders können, bewiesen die Königlichen unter anderem in der Champions League, wo sie in Istanbul Galatasaray mit 6:1 deklassierten.

Mit Spannung wird auch erwartet, ob der um 100 Millionen von Tottenham geholte Gareth Bale im Derby gegen Atletico auflaufen wird. Zuletzt war der Waliser zuletzt mit einer Oberschenkelverletzung außer Gefecht, aber einem Einsatz am Wochenende soll laut Trainer Carlo Ancelotti nichts im Wege stehen.

Seit 1999 kein Derbysieg für Atletico

In der Saison 1999/00 feierte Atletico Madrid den letzten Derbysieg über Real. Aber auch der 3:1-Erfolg im Bernabeu-Stadion konnte den Abstieg in dieser Saison nicht verhindern. 2002 kehrten die Los Colchoneros wieder in die Primera Division zurück. Derbysieg gelang aber seitdem keiner mehr. Lediglich sechs Unentschieden konnte Atletico seit dem letzten Erfolg über Real verbuchen, dem stehen 17 Derbyniederlagen gegenüber.

Ein umso größerer Augenblick war für den Underdog der 2:1-Triumph im Finale der Copa del Rey am 17. Mai 2013. Obendrein holte man sich die Trophäe im Stadion des Erzrivalen. Diesem Erfolg möchte der zweifache Europa League Sieger nun auch den ersten Sieg in der Liga über Real nach über einem Jahrzehnt folgen lassen.

In den bisherigen sechs Saisonspielen siegte Atletico ebenso oft. Einem 3:1-Erfolg zum Saisonauftakt beim FC Sevilla ließ man einen 5:0-Sieg über Rayo Vallecano folgen und auch Champions League Starter Real Sociedad wurde in San Sebastian mit 2:1 bezwungen. Im spanischen Supercup brachten die Madrilenen schließlich auch Meister Barcelona an den Rand einer Niederlage – mit 1:1 und 0:0 ging der Pokal nur aufgrund der Auswärtstorregel an die Katalanen.

 

Category: Derbys Spanien – Author: admin – 9:03 am

Vor nicht einmal drei Wochen holten sich die Königlichen letztmals den obligatorischen Dreier im „Derbi madrileno“ ab – schon an diesem Freitag werden Real und Atletico Madrid nun an deutlich prominenterer Stelle erneut zusammengeführt. Im Finale um den nationalen Pokal wird sich entscheiden, welcher hauptstädtische Klub zum Saisonende wenigstens einen Cup in den Händen hält: Mit Blick auf die traditionell hohe Anspruchshaltung, steht dabei natürlich insbesondere das Team von Jose Mourinho unter erheblichen Druck.

Mourinhos vorerst letzte Schlacht

Denn dass der portugiesische Startrainer unmittelbar vor dem Absprung nach England steht, ist keinesfalls nur auf atmosphärische Störungen zwischen „The Special One“ und der Mannschaft zurückzuführen – Mourinho wird vor allem auch angelastet, dass der Titelregen in den vergangenen drei Jahren deutlich spärlicher als erhofft ausgefallen ist. Zwar gelang es Real zuletzt immer erfolgreicher, die Dominanz des zuvor enteilten FC Barcelona zu brechen; mehr als jeweils ein Sieg in der Meisterschaft, im Pokal und dem Supercup haben die Bemühungen dem weißen Ballett dennoch nicht eingebracht – und auch auf europäischer Ebene mussten sich Team und Anhängerschaft mit drei glücklosen Halbfinal-Teilnahmen in der Champions League begnügen.

Da die Verpflichtung von Mourinho vornehmlich auf die Rückeroberung des europäischen Thrones zielte, lässt die stets verpasste „Decima“ einen ungewohnt dunklen Flecken auf der ansonsten überaus erfolgreichen Vita des Trainers zurück – auch ein Sieg im nunmehr anstehenden Endspiel um den Copa del Rey wird somit kaum verhindern können, dass man den 50-jährigen in wenigen Wochen mit Freuden ziehen lässt. Vor allem zuletzt ins Abseits gedrängte Stars wie Casillas und Pepe dürften einen Neuanfang kaum noch erwarten können.

Rojiblancos mit deprimierender Bilanz

Zumindest in den 90 Minuten des Pokalfinales wird die vergiftete Atmosphäre innerhalb des Vereins jedoch von der Notwendigkeit verdrängt, den Lokalrivalen in die Schranken zu verweisen: Angesichts der langen Durststrecke der Rojiblancos im madrilenischen Derby, ordnet Real den zu erwartenden Pflichtsieg jedoch schon fast in die Kategorie „Folklore“ ein. Mittlerweile wartet Atletico immerhin schon seit 25 Partien auf einen Sieg – letztmals mussten sich die Königlichen dem kleinen Nachbarn im Jahre 1999 geschlagen geben.

Um einiges deutlicher als der momentane Zwischenstand in der Primera Division, weist somit die lange Niederlagenserie im Derby der Mannschaft von Diego Simeone die deutliche Rolle des Außenseiters zu. Gänzlich unverdrossen werden im Lager Atleticos die Hoffnungen nun vor allem auf die beiden schlagkräftigen Offensivkräfte Falcao und Diego Costa gesetzt: Während sich der Kolumbianer bereits in mehreren Europa-League-Finals als entscheidender Mann erwies, schlug Diego Costa im laufenden Wettbewerb bereits beachtliche sieben Mal zu.

Real plagen Defensivsorgen

Befeuert werden die Hoffnungen des Underdogs durch dem Umstand, dass es um die Abwehr der Königlichen derzeit nicht zum Besten steht, während in der Offensive unter anderem die Rückkehr von Özil für Entlastung sorgt, erscheint die Viererkette angesichts der Ausfälle von Varana und Arbeola sowie der angeschlagenen Marcelo und Sergio Ramos mit ziemlich heißer Nadel gestrickt zu sein. Hinzu kommt, dass Mourinho um keinen Preis auf Landsmann Pepe zurückgreifen will: Da müsste es schon fast mit dem Teufel zugehen, wenn sich die Defensive Reals im heimischen Bernabeu Stadion nun dennoch als stabilisierender Faktor erweist.

Für ein vermindertes Selbstvertrauen können allerdings auch solche personellen Probleme nicht sorgen; immerhin war es Real kürzlich bereits in der Liga geglückt, mit einer reinen B-Elf drei glückliche Zähler aus dem gegnerischen Estadio Vincente Calderon zu entführen. Im Endspiel um den Copa del Rey verspricht nicht zuletzt auch die Teilnahme Özils ein entscheidender Erfolgsfaktor zu werden – immerhin hat das Team bislang alle sieben Derbys in Gegenwart des deutschen Nationalspielers zu einem erfolgreichen Ende gebracht. Somit liegt es nahe, dass auch die Wettanbieter bereits vorab geklärte Verhältnissen vermuten – die Quoten legen nahe, dass allein Real im Endspiel triumphieren kann.

Category: Derbys Spanien – Author: admin – 9:39 am

Der landläufigen Meinung, dass letztlich die Clásicos zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona über das Gelingen einer Saison entscheiden, wird zumindest in der spanischen Hauptstadt nur bedingt gefolgt: Für zahlreiche Anhänger der beiden ansässigen Top-Klubs stellt schließlich noch immer ein Sieg im lokalen Derby das Höchste der Gefühle dar. Zwar hat das traditionsreiche Duell im vergangenen Jahrzehnt darunter gelitten, dass die „Colchoneros“ stets chancenlos waren – in dieser Spielzeit könnte der ewige Underdog den Königlichen nun jedoch gleich in mehreren Wettbewerben die Vorherrschaft streitig machen.

Vor dem samstäglichen Aufeinandertreffen liegt Atletico in der Primera Division nämlich gerade einmal drei Zähler hinter Real zurück; im Falle eines Sieges im heimischen Estadio Vincente Calderón, wäre der Kampf um die Vize-Meisterschaft entsprechend gänzlich neu entflammt. Dennoch kommt dieser Partie lediglich der Charakter einer Generalprobe zu: Schließlich wird es erst so richtig ernst, wenn sich die beiden Vereine dann am 17. Mai im nationalen Pokalfinale gegenüberstehen.

Kopf-an-Kopf-Rennen in der Liga und dem Pokal

Dass das Endspiel um die Copa del Rey dann ausgerechnet im „Real-Tempel“ Estadio Santiago Bernabéu über die Bühne geht, muss nach der Überzeugung der geschichtsgläubigen Anhänger der Rot-Weißen noch nicht einmal ein schlechtes Omen sein: In der anekdotenreichen Historie des städtischen Derby haben schließlich vor allem die Pokalendspiele in der Arena des großen Rivalen für die seltenen Lichtblicke gesorgt. Während das einzige vor heimischer Kulisse ausgetragene Endspiel erwartungsgemäß verlorenging (1975), hielt Atletico nach den drei Partien im Bernabéu stets aufs Neue den begehrten Cup in der Hand (1960, 1961, 1992).

Mit Blick auf die Gesamtbilanz muss es allerdings schon beinahe als schlechter Witz erscheinen, dass die Copa nach den finalen Derbys mehrheitlich in den Süden der Hauptstadt ging: Dass Real als Weltmacht des Fußballs gilt, schlägt ansonsten nämlich auch in den regelmäßigen Vergleichen mit Atletico überdeutlich durch. Konnte das weiße Ballett in den bisherigen 151 Duellen stolze 81 Siege verbuchen, entschied Atletico lediglich 35 Matches für sich – und der letzte dieser Triumphe liegt mittlerweile schon unfassbare 14 lange Jahre zurück.

Der Koloss Real scheint unbezwingbar

Im neuen Jahrtausend war der Mannschaft von Diego Simeone folglich noch kein einziger Sieg im Derby vergönnt – dabei wurden seit dem Wiederaufstieg Atleticos im Jahre 2002 schon ganze 21 Mal die Klingen gekreuzt. Mit 16 Siegen und fünf Unentschieden unterstrichen die Königlichen hier regelmäßig ihre Dominanz: Und ähnlich wie in den erwähnten Pokalendspielen, schlug Real auch hier auf dem Platz des Gegners stets besonders unbarmherzig zu. Doch obwohl den letzten zehn Heimspielen der Colchoneros nur ein mageres Unentschieden entsprungen ist, übt sich das Team vor der anstehenden Neuauflage in ungewohnter Zuversicht – und wohl niemanden dürfte es weiter verwundern, dass daran auch Borussia Dortmund einen entscheidenden Anteil hat.

Der Umstand, dass das Derbi madrileno dieses Mal nämlich nur die Wartezeit auf das Rückspiel im Champions-League-Halbfinale verkürzt, dürfte entscheidenden Einfluss auf die Startaufstellung der Gäste nehmen: Auch wenn sich Real nach dem Debakel im Signal-Iduna-Park nun gewiss nicht auch noch die Blöße eines verlorenen Derbys geben möchte, hat Jose Mourinho dennoch vor allem ein Fußball-Wunder am kommenden Dienstagabend im Blick. Um die benötigte Aufholjagd dann mit halbwegs frischen Kräften in Angriff nehmen zu können, wird am Wochenende mit Sicherheit so mancher Leistungsträger auf der Ersatzbank zu finden sein.

Die Wettanbieter erwarten ein völlig offenes Derby

Dennoch darf natürlich mit Spannung erwartet werden, wie sich das weiße Ballett nach der 1:4-Pleite in Dortmund präsentiert: Immerhin sollte es zum Standardrepertoire einer jeden Spitzenmannschaft gehören, dass sie auf eine herbe Enttäuschung eine angemessene Trotzreaktion folgen lässt. Gerade auch für die Stimmung im Umfeld könte es von enormer Bedeutung sein, dass das Starensemble ein erkennbares Lebenszeichen zeigt: Wenn in wenigen Tagen der vorjährige deutsche Meister kommt, wird Real mehr denn je auf die Unterstützung der eigenen Anhänger angewiesen sein.

Doch wenngleich die Königlichen am Samstagabend verlorengegangenen Kredit zurückgewinnen möchten, wird bei Atletico verständlicherweise auf einen gleichermaßen angeschlagenen wie abgelenkten Gegner gehofft. Nicht zuletzt dank der ausgeglichenen Quoten der Wettanbieter, ist bei den Hausherren unverhohlene Zuversicht zu spüren – und sollte die Partie letztlich doch in den gewohnten Bahnen verlaufen, werden die Karten dann vielleicht ja im Copa del Rey neu gemischt.

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