Derbys Großbritannien

Category: Derbys Großbritannien – Author: admin – 2:33 pm

Der FC Chelsea legte in der neuen Saison mit nur vier Punkten aus fünf Spielen in der Premier League den schlechtesten Saisonstart in der Ära von Klubeigner Roman Abramowitsch (seit 2003) hin. Bereits drei Spiele gingen verloren, so viele Niederlagen mussten die Londoner in der gesamten letzten Saison einstecken und wurden damit Meister. Aktuell rangiert der Titelverteidiger nur auf dem 17. Tabellenplatz. Derartige Platzierungen gehörten für den FC Chelsea seit den 1980er-Jahren, als man zuletzt in die 2. Liga abstieg, der Vergangenheit an.

Dafür konnten die „Blues“ als einzige Mannschaft der hochdotierten englischen Premier League am ersten Spieltag der Champions League einen Sieg feiern. Die anderen Topklubs Manchester City, Manchester United und Arsenal fuhren allesamt zum Teil blamable Niederlagen ein. Vor allem das 1:2 von Arsenal bei Dinamo Zagreb ist als große Überraschung zu werten. Dabei hatte die Mannschaft von Arsene Wenger nach missglücktem Saisonstart (0:2 daheim gegen West Ham United) mit drei Siegen in vier Partien wieder in die Spur gefunden und in den letzten drei Partien auch keinen Gegentreffer zugelassen.

 


Die Quoten für Chelsea gegen Arsenal im Wettanbieter Vergleich:

Tipico Bet365 Mybet Interwetten Bet3000 Bet-at-home
Sieg Chelsea 2,35 2,30 2,35 2,30 2,40 2,32
Unentschieden 3,30 3,40 3,45 3,20 3,50 3,38
Sieg Arsenal 3,00 3,00 3,05 3,00 3,00 2,92

 

Chelsea zuletzt mit der besseren Derby-Bilanz

Eine Prognose für das Aufeinandertreffen der beiden Londoner Topklubs am kommenden Wochenende ist daher recht schwierig. In der Premier League hat Chelsea die letzten sieben Duelle gegen Arsenal nicht verloren, vier davon gewonnen und in den jüngsten vier Partien keinen einzigen Gegentreffer der Gunners hinnehmen müssen. Der letzte Meisterschaftssieg gelang Arsenal auswärts, beim 5:3-Erfolg am 29. Oktober 2011 im Stadion Stamford Bridge. Das jüngste Duell der beiden Teams fand aber am 2. August 2015 in Wembley statt. Im Spiel um den Community Shield setzte sich FA-Cupsieger Arsenal gegen Meister Chelsea mit 1:0 durch.

Dieser Erfolg war jedoch eher eine Ausnahme der Regel. Denn im vergangenen Jahrzehnt gewann Chelsea 11 von 22 Ligaduellen. Sieben Mal gab es ein Remis und nur vier Mal war Arsenal erfolgreich. Mit den Meistertiteln 2005, 2006, 2010 und 2015 sowie dem Sieg in der Champions League 2013 ist Chelsea damit der zuletzt deutlich erfolgreichere der Londoner Klubs. Das war allerdings nicht immer so.

 


Das 0:6-Debakel gegen Chelsea beim Jubiläumsspiel von Arsene Wenger im Jahr 2014 ist den Arsenal-Fans noch in schmerzlicher Erinnerung.
(Quelle: YouTube/The Soccer HQ)

 

Arsenal in der Gesamtbilanz voran

Der seit 1886 bestehende Arsenal FC kann auf mehr als doppelt so viele Meistertitel (13) verweisen wie der erst knapp zwei Jahrzehnte später gegründete FC Chelsea (5 Meistertitel). Allerdings warten die Gunners bereits seit 2004 auf einen weiteren Gewinn der Premier League. Zumindest im FA-Cup konnte sich Arsenal dafür in den vergangenen beiden Jahren in Szene setzen und ist mit 12 Titeln auch der Rekordsieger in diesem Bewerb.

Dementsprechend lag Arsenal auch in der direkten Bilanz gegenüber Chelsea stets voran. Daran wird sich auch so schnell nichts ändern, denn in der Liga ist Chelsea trotz des so erfolgreichen vergangenen Jahrzehnts nach 155 Begegnungen noch mit 47:61-Siegen im Nachteil. An die letzten Auswärtsspiele an der Stamford Bridge hat Arsenal aber ganz schlechte Erinnerungen. Seit dem letzten Sieg in der Saison 2011/12 hat Chelsea alle drei Heimderbys gewonnen und fügte den Gunners am 22. März 2014 mit 6:0 ausgerechnet im 1.000 Pflichtspiel Arsenals unter Arsene Wenger eines der schlimmsten Debakel der Klubgeschichte zu.

 

Category: Derbys Großbritannien – Author: admin – 6:24 pm

Im Manchester-Derby zwischen United und den Citizens schien sich zuletzt regelmäßig die vollzogene Wachablösung in der Industrie-Metropole zu zementieren; schließlich hatte der amtierende Titelverteidiger in den vergangenen beiden Jahren vier Mal in Folge über den englischen Rekordmeister triumphiert. Im nun anstehenden 169. Duell bietet sich den Red Devils jedoch die Chance, wieder die gewohnte Ordnung herzustellen – immerhin findet sich die Mannschaft von Louis van Gaal tabellarisch schon vor dem Heimspiel im “Theater der Träume” vor dem großen Rivalen ein.

In Manchester wird derzeit einmal mehr im Kleinen deutlich, wie schnelllebig das Geschäft mit dem runden Leder ist: Wurde van Gaal noch vor einem knappen Monat nach dem Ausscheiden aus dem FA Cup gegen den FC Arsenal das bevorstehende Ende seines Engagements auf der Insel prophezeit, waren die Anhänger des Klubs nach dem jüngsten 3:1-Erfolg über Aston Villa nicht mehr weit davon entfernt, den Holländer auf den Schultern aus dem Stadion zu tragen. Ein richtig guter Lauf in der Premiere League hat die Klagen über eine weitere Saison ohne echte Titel-Option binnen kürzester Zeit verstummen lassen – zumal mittlerweile selbst der Trainer trotz des (virtuellen) 11-Punkte-Rückstandes auf Spitzenreiter Chelsea verlautbaren ließ, sich fortan nur noch nach oben orientieren zu wollen.

ManU wähnt sich auf der Überholspur

Nach einer anderthalbjährigen Depression werden die jüngsten Erfolgserlebnisse mit einer Begeisterung aufgenommen, dass dem Tabellendritten offenbar nicht einmal mehr die Rückkehr in das Meisterschafts-Rennen unmöglich erscheint. Zwar dürfte es angesichts der konstanten Auftritte des Londoner Tabellenführers nach wie vor um einiges wahrscheinlicher sein, dass ManUnited die direkte Qualifikation für die Champions League verpasst, als dass es in Sachen Titel noch einmal spannend wird; umso mehr macht die veränderte Stimmungslage rund um das Old Trafford aber deutlich, dass der Verein zumindest hinsichtlich des Selbstbewusstseins schon wieder auf dem Niveau der Ferguson-Ära angekommen ist.

Nun soll am Sonntag natürlich ein Sieg im Derby dafür sorgen, dass sich der Aufschwung auch in der Tabelle unverkennbar niederschlägt; nachdem United vor zwei Wochen den ewigen Rivalen aus Liverpool an der Anfield Road mit 2:1 niederrang, werden nun sämtliche Anstrengungen darauf gerichtet, sich obendrein auch noch beim städtischen Nachbarn für die zuletzt erlittenen Demütigungen zu revanchieren. Bei den Roten Teufeln hat schließlich niemand vergessen, wie viel Unheil die Citizens bei ihren letzten Abstechern im eigenen Stadion angerichtet haben – angesichts solch historischer Schlappen wie dem 1:6 aus dem Jahr 2011 und dem in der Vorsaison kassierten 0:3 werden bei den Gastgebern nun mit aller Entschlossenheit die Messer gewetzt.

Die Citizens sind völlig von der Rolle

Wäre allerdings trotz des momentanen Formhochs noch vor ein paar Wochen kaum daran zu denken gewesen, dass Manchester United als Favorit in das Derby startet, steuert nun insbesondere die unerwartete Krise der Gäste den Löwenanteil zur Vorfreude der Hausherren bei. Von den fünf(!) Pleiten in den letzten sieben Pflichtspielen scheinen schließlich nur die beiden obligatorischen Niederlagen gegen den FC Barcelona im Achtelfinale der Champions League verzeihlich zu sein. Während das Scheitern in der Königsklasse für die Citizens praktisch zur Vereins-Folklore gehört, hatten zuletzt die peinlichen Ausrutscher gegen den FC Burnley und Crystal Palace obendrein zur Folge, dass mittlerweile auch von der Titelverteidigung in der Premier League keine Rede mehr ist.

Seit der vor der Entthronung stehende Meister sogar um den Wiedereinzug in die Champions Legaue zittern muss, wird dafür umso mehr über Trainer Manuel Pellegrini gesprochen. Obwohl das Beispiel von Louis van Gaal zeigt, dass solche Diskussionen bisweilen nur eine kurze Halbwertszeit besitzen, dürfte das Gastspiel des Chilenen spätestens nach dem Abschluss der Saison zu Ende gehen. Sollte nun allerdings ausgerechnet im Derby die Trendwende gelingen, könnte auch dies schon bald Geschwätz von gestern sein – Siege gegen die Red Devils haben Manchester City schließlich selbst in deutlich schlechteren Zeiten stets dabei geholfen, den Frieden mit der sportlich eher tristen Gegenwart zu machen.

Category: Derbys Großbritannien – Author: admin – 6:17 pm

Eigentlich haben die Hammers ihren Derby-Tiefpunkt der Saison schon vor zwei Wochen im eigenen Stadion erlebt: Schließlich hatte dem ungeliebten FC Chelsea ein bestenfalls durchschnittlicher Auftritt genügt, um die Tabellenführung mit einem 1:0-Erfolg im Upton Park noch ein bisschen weiter auszubauen. Nach der Niederlage gegen den Liga-Primus wartet West Ham United in der Premier League mittlerweile bereits seit sieben Spieltagen auf einen Sieg – folglich tritt das Team aus East End nun auch am Samstag nur mit geringen Erfolgsaussichten zum nächsten Derby im Emirates Stadium an.

Arsenal vertreibt die Krise

Blickt man auf die Londoner Derby-Geschichte, hat es allerdings ohnehin Tradition, dass West Ham gegen die Gunners nicht allzu viel zu bestellen hat: Zwar liegt der letzte Auswärtssieg in der Höhle des Löwen aus dem Jahr 2007 noch gar nicht so lange zurück, zumindest in den jüngsten acht Duellen behielt dann aber stets die Mannschaft von Arsene Wenger die Oberhand. Da der Hausherr aus dem Norden die drei Punkte auch in dieser Saison dringend zur Verteidigung des direkten Startplatzes für die Champions League braucht, scheint nun aus Sicht der Hammers der neunte Fehlschlag in Serie fast schon vorgezeichnet zu sein – zumal sich die Kanoniere ausnahmsweise einmal in gehobener Stimmung zum Hauptstadt-Duell begeben werden.

Zwar hatte das bittere 1:3 im europäischen Achtelfinal-Hinspiel gegen den AS Monaco erst vor kurzem für den absoluten Saison-Tiefpunkt bei den Gunners gesorgt; in der Folge halfen dann aber die siegreichen Auftritte gegen den FC Everton und die Queens Park Rangers, die sich häufenden kritischen Stimmen wieder etwas in den Hintergrund zu drängen. Den ganz großen Stimmungsumschwung führte allerdings erst der am Montag eingefahrene Sieg bei Manchester United im Viertelfinale des FA Cup herbei: Nachdem Arsenal erstmals seit neun Jahren in Old Trafford triumphierte, scheint die Titelverteidigung im nationalen Cup-Wettbewerb nur noch einen Steinwurf weit entfernt zu sein.

Das Losglück sorgte schließlich dafür, dass es Özil & Co. in der Vorschlussrunde wahlweise mit dem Zweitligisten FC Reading oder dem drittklassigen FC Bradford zu tun bekommen: Den im vergangenen Jahrzehnt nicht gerade mit Titeln überhäuften Gunners wurde durch den starken Auftritt bei den Red Devils somit fast schon der rote Teppich nach Wembley ausgerollt. Was für eine befreiende Wirkung die Wahrung der Titelchance hatte, war nicht zuletzt dem gemeinsamen Tänzchen von Per Mertesacker und Aaron Ramsey unmittelbar nach dem Abpfiff in Manchester zu entnehmen – insbesondere der nach der Pleite gegen die Monegassen noch an den Pranger gestellte Weltmeister scheint durch den derzeitigen Lauf von einer Last befreit zu sein.

Die Hammers sind im Mittelmaß angekommen

Während sich die Perspektiven der Gastgeber somit innerhalb weniger Wochen wieder deutlich verbesserten, haben die Hammers in den vergangenen anderthalb Monaten die Chance auf eine historisch erfolgreiche Saison verspielt: Mischte die Truppe von Sam Allardyce noch im Januar sensationell im Kampf um die europäischen Startplätze mit, wurde dieses Thema aufgrund der nun schon seit etlichen Spieltagen ausbleibenden Siege inzwischen längst zu den Akten gelegt. Durch die in den zuletzt absolvierten Topspiel-Wochen kassierten Niederlagen gegen Liverpool und Chelsea sowie die Unentschieden gegen Man United, Southampton und Tottenham wurde dem von höheren Weihen träumenden Verein der Kopf mittlerweile wieder gerade gerückt.

Das heißt: So ganz gerade scheint der Kopf doch noch nicht wieder auf den Schultern zu sitzen. Obwohl die im Vorjahr noch gegen den Abstieg kämpfenden Hammers im Großen und Ganzen nach wie vor eine bemerkenswert gute Saison absolvieren, wird bei West Ham United schon seit geraumer Zeit nicht mehr an einem Strang gezogen. Insbesondere Teammanager Allardyce sieht sich heftiger Kritik des Umfeldes ausgesetzt – längst pfeifen die Spatzen deshalb von den Dächern, dass dessen Tätigkeit bei den Hammers in diesem Sommer beendet wird. Aufgrund der sich abzeichnenden Veränderungen dürfte es der im gesicherten Mittelfeld feststeckenden Mannschaft einige Mühe bereiten, bis zum letzten Spieltag hochmotiviert zu Werke zu gehen – zumindest im anstehenden Derby müssen die Anhänger aber ganz sicher noch keinen halbherzigen Auftritt von West Ham United fürchten.

Category: Derbys Großbritannien – Author: admin – 6:10 pm

Gleich zwei Londoner Derbys erwarten die englischen Fußballfans am Boxing Day, dem 26. Dezember. Bereits um 13:45 empfängt der Tabellenführer FC Chelsea an der Stamford Bridge West Ham United, einige Stunden später hat Arsenal im Emirates Stadium um 18:30 Uhr die Queens Park Rangers zu Gast.

Der Spitzenreiter empfängt den Tabellen-Vierten

Wobei beide Derbys eines gemeinsam haben, nämlich die deutliche Favoritenrolle für die Heimmannschaft. Während Chelsea und Arsenal seit vielen Jahren nicht nur in London, sondern auch auf englischer und auch internationaler Ebene eine bedeutende Rolle spielen, bleibt den „Hammers“ und den „Super Hoops“ nur die Rolle des Underdogs.

Dabei ist der FC Chelsea der mit Abstand jüngste Verein dieses Quartetts, aktuell aber wohl der erfolgreichste. Das hat vor allem mit der Übernahme durch den russischen Geschäftsmann Roman Abramowitsch zu tun, der seit 2003 die Geschicke des Vereins leitet und unter dessen Führung der Verein seine größten Erfolge feierte. Dazu zählen drei englische Meistertitel (2005, 2006, 2010) und als Krönung der Sieg in der Champions League 2012.

Davor war Chelsea nur mäßig erfolgreich und im innerstädtischen Ranking hinter Arsenal und Tottenham bestenfalls die Nummer gewesen. Der zehn Jahre früher gegründete Klub von West Ham United kam an die ganz großen Erfolge noch nicht heran. Drei Mal holte man den FA-Cup und in der Folge gewannen die „Hammers“ 1965 den Europapokal der Pokalsieger.

Aktuell ist West Ham allerdings gut in Schuss und rangiert in der Premier League hinter Chelsea und den beiden Klubs aus Manchester auf Platz vier. Daher wird Chelsea das Duell nicht auf die leichte Schulter nehmen, vor allem, da Titelverteidiger Manchester City nach Verlustpunkten nur noch drei Zähler zurück liegt.

QPR-Highlights sind rar

Ganz anders sind die Verhältnisse im zweiten Derby des Tages zwischen Arsenal und den Queens Park Rangers. Zwar sind die 1882 im Westen Londons gegründeten Super Hoops der älteste der vier an den beiden Derbys beteiligten Vereinen, an Erfolgen steht QPR aber deutlich zurück. Zumeist pendelte der an der Loftus Road beheimatete Verein zwischen Ligen 1 bis 3. Der einzige Titelgewinn resultiert aus dem Gewinn des Liga-Cups im Jahr 1967. 1976 wurden die Rangers immerhin englischer Vizemeister.

Aktuell kämpft man nach dem Aufstieg in der letzten Saison aber wieder einmal um den Klassenerhalt. Der Vorsprung auf Rang 18 beträgt gerade einmal zwei Punkte. Daher könnte sich der Klub im Falle einer zu erwartenden Niederlage im Emirates Stadium auf einem Abstiegsplatz wiederfinden.

Arsenal wiederum mischt seit Jahren in England an der Spitze mit, ohne allerdings den großen Wurf landen zu können. Der letzte Meistertitel aus dem Jahr 2014 liegt bereits über 10 Jahre zurück, dafür holten die Gunners allerdings letzte Saison den Sieg im FA-Cup. In der Meisterschaft sieht es auch in dieser Saison nicht nach dem 14. Titelgewinn aus.

Arsenal braucht einen Sieg über den Underdog

Aktuell rangiert das Team von Arsene Wenger nach einer durchwachsenen Herbstsaison nur auf Platz sieben – unmittelbar vor dem Stadtrivalen Tottenham. Damit wären die beiden Londoner Klubs nicht einmal für die Europa League qualifiziert. Spitzenreiter Chelsea ist bereits um 13 Punkte einteilt.

Mit einem Sieg über QPR würde Arsenal zumindest an der Spitze dranbleiben und sich damit die Chance offen halten, sich wieder für die Champions League zu qualifizieren. In der laufenden Saison haben die Gunners bereits das Achtelfinale der Königsklasse erreicht.

Aus Sicht der Fußballwetten sind sowohl Chelsea gegen West Ham, als auch Arsenal gegen die Queens Park Rangers klar zu favorisieren.

Category: Derbys Großbritannien – Author: admin – 1:55 pm

Am kommenden Wochenende steht das 168. Stadtderby zwischen Manchester City und Manchester United auf dem Programm. Mit 69:48-Siegen liegen die Red Devils in der Gesamtbilanz klar voran, allerdings haben sich die Kräfteverhältnisse in den vergangenen Jahren deutlich zugunsten der Citizens verschoben.

Fergusons Fußstapfen sind zu groß

Seit dem Abgang von Trainerlegende Alex Ferguson, der 27 Jahre lang die Verantwortung trug und der sich 2013 mit dem Gewinn des 13. Meistertitels in seiner Ära verabschiedete, hinkt Manchester United meilenweit hinter den eigenen Ansprüchen hinterher. Nachdem Ferguson 1.500 Mal auf der Trainerbank des englischen Rekordmeisters saß, hielt sich dessen schottischer Landsmann David Moyes als Nachfolger nicht einmal 50 Spiele lang. Unter ihm verkam United zu einer Durchschnittsmannschaft, die sogar die Qualifikation für einen europäischen Bewerb verpasste.

Zu Saisonbeginn wurde er vom holländischen Erfolgscoach Louis van Gaal abgelöst, aber auch er konnte die Roten Teufel bisher nicht zu altem Glanz führen. Nach neun Spieltagen rangiert Man United mit drei Siegen und zwei Niederlagen auf dem achten Tabellenplatz. Der Rückstand auf Tabellenführer Chelsea beträgt bereits zehn Punkte. Aus dieser Sicht war das 1:1-Remis am vergangenen Wochenende im Duell mit dem Spitzenreiter schon fast als Erfolg zu werten, vor allem da der Ausgleichstreffer durch Robin van Persie erst in der Nachspielzeit erzielt wurde.

Die Citizens noch nicht in der Vorjahrsform

Auf den Stadtrivalen holte United damit sogar einen Punkt auf, da sich die Citizens bei West Ham United überraschend mit 1:2 geschlagen geben mussten. Damit hat auch der regierende als Tabellendritter bereits sechs Punkte Rückstand auf Chelsea, womit eine erfolgreiche Titelverteidigung immer weiter in die Ferne rückt. Vor dem Stadtderby musste man nun sogar das Überraschungsteam aus Southampton in der Tabelle an sich vorbeiziehen lassen.

Dass Manchester City heuer nicht an die Leistungen in der Meistersaison anschließen kann, zeigte sich auch bereits in der Champions League, wo die Engländer nach drei Spieltagen noch sieglos sind und in der Bayern-Gruppe hart zu kämpfen haben, um sich für das Achtelfinale zu qualifizieren. In der Liga hat es die Mannschaft von Manuel Pellegrini vor allem dem argentinischen Torjäger Sergio Aguero – der in 9 Spielen ebenso oft traf – zu verdanken, dass sie nicht noch weiter zurück liegt und weiterhin mit dem Gewinn des fünften Meistertitels der Klubgeschichte spekulieren darf.

Man City in der Favoritenrolle

In den Derbys behielt Manchester City in der jüngeren Vergangenheit zumeist die Oberhand. Von den letzten sechs Duellen mit United gewannen die Citizens fünf, darunter alle drei im gegnerischen Old-Trafford-Stadion. Am Beginn dieser Serie stand am 23. Oktober 2011 das heute bereits legendäre 6:1 über den damaligen Meister. Manchester United konnte sich im Jahr darauf mit einem 3:2-Auswärtssieg für diese Schmach nur unzureichend revanchieren. Zudem blieb es das einzige Erfolgserlebnis der Red Devils in den letzten Derbys.

Auch vor dem neuerlichen Duell sieht es ganz danach aus, als ob Manchester City die Oberhand behalten würden. Die Wettanbieter stellen sich mit Quoten um 1,8 klar auf die Seite der Sky Blues. Bereits ein Unentschieden wäre fast den vierfachen Wetteinsatz wert, ein Erfolg von Manchester United ginge darüber noch etwas hinaus.

Category: Derbys Großbritannien – Author: admin – 4:06 pm

Eine Woche nach dem traditionellen Nordlondoner Derby gegen Tottenham steht für Arsenal das nächste innerstädtische Duell auf dem Programm. Die Begegnungen der Gunners mit dem FC Chelsea haben zwar nicht so eine lange Tradition wie jene mit den Spurs, gewannen jedoch durch den Aufstieg der Blues in den vergangenen Jahren stark an Brisanz.

Die frühen Jahre gehörten Arsenal

Das erste Aufeinandertreffen der beiden Vereine fand am 9. November 1907 statt und endete mit einem 2:1-Sieg von Chelsea. Der Klub war erst 1905 gegründet worden – fast 20 Jahre nach dem 1886 gegründeten FC Arsenal – stieg aber zwei Jahre später bereits in die höchste Spielklasse auf. In den darauf folgenden Jahren hatte in den direkten Duellen aber meist Arsenal das bessere Ende für sich, während Chelsea häufig um den Klassenerhalt kämpfen musste, nicht immer mit Erfolg.

Allerdings zählten beide Vereine in den ersten Jahrzehnten ihres Bestehens nicht zu den englischen Spitzenteams. Die größte Zeit hatte Arsenal in den 1930er-Jahren unter dem legendären Manager Herbert Chapman. Zwischen 1931 und 1938 wurden die Londoner fünf Mal Meister und holten zwei Mal den FA-Cup.

Chelseas später Aufstieg

Von derartigen Erfolgen konnte der FC Chelsea jahrzehntelang nur träumen. Erst nach dem 2. Weltkrieg stellten sich vereinzelt Erfolge ein, wie der Gewinn des Meistertitels 1955 und der Sieg im FA-Cup 1970, dem im Jahr darauf gleich der Gewinn des Europapokals der Pokalsieger folgte. Ähnliches gelang den Blues 1997, als man zum zweiten Mal den FA-Cup holte und im Jahr darauf erneut den Europapokal gewann.

Seitdem – und vor allem seit der Übernahme durch den russischen Milliardär Roman Abramowitsch – zählt der FC Chelsea zu den Spitzenteams Europas. Seit 2005 fügte Chelsea dem Championat von 1955 drei weitere englische Meistertitel hinzu. Den FA-Cup gewannen die Blues seit 1997 fünf weitere Male. Der größte Erfolg bisher war 2012 der Gewinn der Champions League, im Jahr darauf holte sich Chelsea auch noch den Sieg in der Europa League.

Arsenal im direkten Vergleich voran

Diese Erfolge auf internationaler Ebene kann Arsenal bisher nicht aufweisen. Zwar sind auch die Gunners in den letzten 25 Jahren stets in der obersten Liga der europäischen Spitzenklubs vertreten, Titel wurden aber nur 1970 (Messestädte-Cup) und 1994 (Europapokal der Pokalsieger) gewonnen. National ist Arsenal mit 13 Meistertiteln (zuletzt 2014) und 11 Siegen im FA-Cup (zuletzt 2014) dagegen deutlich erfolgreicher als Chelsea.

Das schlägt sich in den direkten Duellen nieder. Von 154 Begegnungen in der höchsten Spielklasse gewann Arsenal 61. 47 Mal war Chelsea erfolgreich, 46 Duelle endeten unentschieden. Alle Pflichtspiele zusammengenommen liegen die Gunners nach 185 Aufeinandertreffen mit 71:59-Siegen voran. Zuletzt hatten allerdings zumeist die Blues das bessere Ende für sich.

Die Tendenz geht zu Chelsea

Aktuell sind Chelsea und Arsenal in der Premier League die beiden einzigen noch ungeschlagenen Teams. Allerdings gewann die Mannschaft von José Mourinho fünf von sechs Meisterschaftsspielen und führt die Tabelle überlegen an. Arsenal spielte bereits vier Mal unentschieden und hat als Tabellen-Vierter bereits sechs Punkte Rückstand auf den Stadtrivalen.

Um den Rückstand zu verkürzen, braucht Arsenal den ersten Sieg über Chelsea seit dem 5:3 am 29. Oktober 2011. Im letzten Aufeinandertreffen am 22. März 2014 setzte es für Arsenal mit 0:6 an der Stamford Bridge die bisher höchste Niederlage in einem Duell mit Chelsea.

Die Anbieter von Fußballwetten glauben auch diesmal an eine Fortsetzung der Erfolgsserie des FC Chelsea und an einen Heimsieg über Arsenal.

Category: Derbys Großbritannien – Author: admin – 7:00 pm

Schon allein weil in der englischen Hauptstadt gefühlt an jedem zweiten Wochenende ein „heißes“ Derby steigt, kommt der FC Chelsea in diesem Blog in aller Regel viel zu kurz: Im Vergleich zu dem enormen Prestige des North London Derbys zwischen den Spurs und dem FC Arsenal, scheint es bei den Stadtduellen der Blues dann eben regelmäßig doch nur um gewöhnliche Punkte zu gehen. Immerhin spricht es Bände, dass der Klub eigens seine Fans befragen musste, um sich über die Derby-Befindlichkeiten seiner Anhänger zu informieren – am Samstag sorgen neben dem aktuellen Tabellenstand jedoch vor allem die jeweiligen Trainer dafür, dass nun auch einmal das Duell Tottenham vs. Chelsea eine besondere Würdigung verdient.

Portugiesisches „Derby“ auf der Trainerbank

Während die beiden Teams zum Auftakt des 6. Spieltages um den vorübergehenden Sprung an die Tabellenspitze kicken, bekommt der vierte Offizielle an der Seitenlinie ein portugiesisches Trainerduell zu sehen. Da die Fußball-Welt spätestens im Zuge der Globalisierung zu einem Dorf geworden ist, könnten Tottenham-Coach André Villas-Boas und Chelsea-Guru Jose Mourinho im Umfeld des Londoner Derbys nach Herzenslust in Erinnerungen schwelgen. Dass es dazu aber wirklich kommt, dürfte so gut wie ausgeschlossen sein: Seit sich Villas-Boas nach den gemeinsamen Tagen in Porto und bei Inter Mailand von seinem langjährigen Ziehvater emanzipierte, wäre es geradezu ein Euphemismus, das Verhältnis der Beiden als „unterkühlt“ zu bezeichnen.

Angesichts des bisweilen etwas eigenwilligen Auftretens von Mourinho hätte es jedoch auch überraschen müssen, wäre der Lehrer-Schüler-Beziehung eine tief verwurzelte Freundschaft entwachsen: Immerhin lebt „the special one“ frei nach der Devise, dass im Profi-Fußball vor allem offen gelebte Rivalitäten für Schlagzeilen sorgen können. Über den Bruch dieses Männerbündnisses weiß allerdings nur Villas-Boas Erhellendes zu berichten – offenbar wurde Mourinho insbesondere deshalb um seinen zuvor treu ergebenen Wasserträger gebracht, weil es den nunmehrigen Trainer der Spurs selbst mit aller Macht ins Rampenlicht zog: „Ich wollte stärker in die Trainerarbeit involviert sein, aber er wollte das nicht“.

In der Folge ging Villas-Boas seiner Wege, unmittelbar bevor Mourinho mit den Nerazzurri den europäischen Thron erklomm – doch auch in späteren Jahren hatte der mittlerweile 45-Jährige bezüglich der Champions League kein rechtes Glück gehabt. So wurde er bei seinem eigenen kurzen Abstecher zum FC Chelsea entlassen, bevor er für die Blues in die entscheidenden Spiele ging: Statt des Portugiesen konnte daher am Ende der Interimstrainer di Matteo den Bayern im „Finale dahoam“ in die Quere kommen. Seinen Titelinstinkt stellte Villas-Boas bislang somit lediglich beim FC Porto unter Beweis – mit der Europa League, der Meisterschaft und dem Pokal wurde von ihm vor zwei Jahren dafür aber alles abgeräumt, was es auf dem Markt zu haben gab.

Nur der Sieger bleibt oben dran

Schon allein aufgrund seiner zurückhaltenderen Persönlichkeit ist Villas-Boas trotzdem noch immer weit davon entfernt, den großen Schatten von Mourinho loszuwerden: Das Londoner Derby bietet nun folglich eine selten günstige Gelegenheit, den Emanzipationsprozess entscheidend voranzutreiben. Ein Erfolg über den FC Chelsea hätte immerhin zur Folge, dass sich die Spurs erst einmal an der Tabellenspitze etablieren: Bedenkt man, dass die Mannschaft zum Ende der Transferperiode mit Gareth Bale sein absolutes Herzstück verlor, wäre dies deutlich mehr, als zu Saisonbeginn zu erwarten gewesen war. Bislang wird die gute Bilanz von vier Siegen in fünf Partien jedoch noch durch dem Umstand getrübt, dass es Tottenham nahezu ausschließlich mit Kanonenfutter zu tun bekam – bei dem einzigen hochkarätigen Vergleich mit dem FC Arsenal hatten die Spurs dagegen kaum etwas zu bestellen gehabt.

Eine – nach der Statistik fast schon vorhersehbare – Niederlage gegen die Blues dürfte den Hausherren somit wohl zwangsläufig den Weg zu einer weiteren mäßigen Spielzeit weisen: Dennoch müsste der FC Chelsea zweifelsohne sehr viel härter von einer Pleite im Derby getroffen werden. Allein die Rückkehr vom Mourinho war von den Anhängern des Klubs schließlich als ein Titel-Versprechen verstanden worden: Dass es nun gleich zu Beginn unnötige bis peinliche Rückschläge in Everton und gegen den FC Basel setzte, droht der so wichtigen Aufbruchsstimmung ein jähes Ende zu bereiten. Nach dem Stotter-Start halten es aber zumindest die Wettanbieter für sehr wohl möglich, dass den Blues ein ernüchterndes Wochenende blüht: Angesichts der ausgeglichenen Quoten kann ein weiterer enttäuschender Auftritt der Gäste schließlich keineswegs ausgeschlossen werden.

Category: Derbys Großbritannien – Author: admin – 4:11 pm

Zum 166. Mal seit 1891 treffen am kommenden Sonntag Manchester City und Manchester United im Stadtderby aufeinander. Von den bisherigen 165 Pflichtspiel-Begegnungen entfielen 148 auf Ligaspiele in der höchsten und zweithöchsten Spielklasse. Neun Mal traf man im FA-Cup aufeinander und weitere sechs Mal im Ligacup. Dazu kommen noch zwei Spiele um den Community Shield. Als 20-facher englischer Rekordmeister hat Manchester United auch in der Gesamtbilanz gegenüber Manchester City (3 Mal englischer Meister) mit 69:46-Siegen die Nase vorn.

Auf Augenhöhe

In den letzten Jahren wurde Manchester City allerdings zunehmend wieder zu einem ernst zu nehmenden Rivalen für die „Red Devils“. In der Saison 2011/12 holten die „Citizens“ erstmals seit 44 Jahren wieder den Meistertitel aufgrund der besseren Tordifferenz vor dem punktgleichen Stadtrivalen. Die Konkurrenz wurde deutliche distanziert, Arsenal wies als Dritter bereits einen Rückstand von 19 Punkt auf. Das absolute Highlight der Meistersaison war der 6:1-Triumph im Derby gegen United am 23. Oktober 2011 – noch dazu an dessen Heimstätte in Old Trafford.

Nachdem man sich bei Man City in der vergangenen Saison 2012/13 mit dem Vizemeistertitel hinter United begnügen müsste – und man sich auch im Finale des FA-Cups Absteiger Wigan geschlagen geben musste – soll nun erneut der Angriff auf den Titel in der Premier League erfolgen. Der Saisonstart unter dem neuen Trainer Manuel Pellegrini verlief allerdings nicht nach Wunsch. Zwar feierte man im Auftaktspiel einen klaren 4:0-Erfolg über Newcastle United, aber eine Woche darauf setzte es eine unerwartete 2:3-Niederlage in Cardiff. In den beiden weiteren Spielen blieb man zwar ohne Gegentreffer, aber in Stoke reichte es nur zu einem torlosen Unentschieden.

Dem Stadtrivalen ging es allerdings im Jahr eins nach Alex Ferguson nicht besser. Unter dem neuen Chefcoach David Moyes gewann United – im Gegensatz zu den Citizens – zwar ein Spiel in Wales gegen Swansea mit 4:1, aber nach einem 0:0 gegen den Mitkonkurrenten Chelsea verlor man das Prestigeduell gegen nun derzeitigen Tabellenführer Liverpool an der Anfield Road mit 0:1. Somit liegen die beiden Klubs aus Manchester nach vier Spieltagen mit jeweils sieben Punkten in der Tabelle auf den Plätzen vier und fünf.

Man City als Favorit der Wettanbieter

Obwohl die Formkurven der beiden Klubs einander recht ähnlich sind, geht Manchester City aus Sicht der Wettanbieter – wohl auch aufgrund des Heimvorteils – als Favorit ins Derby. Allerdings haben die Gastgeber von bisher 10 Derbys im seit 2004 bespielten Etihad Stadium nur vier gewonnen, zuletzt am 30. April 2012mit 1:0. Fünf Mal ging United als Sieger vom gegnerischen Platz – wie auch im letzten Aufeinandertreffen am 9. Dezember 2012 mit 3:2. Allerdings revanchierten sich die Citizens für die Heimniederlage mit einem neuerlichen Erfolg in Old Trafford am 8. April 2013 mit 2:1.

Unter der Woche brachten beide Vereine ihren ersten Auftritt in der Champions League gut hinter sich. Während Manchester City auswärts bei Viktoria Pilsen einen ungefährdeten 3:0-Erfolg landete, setzte sich Manchester United gegen den Bundesligisten Bayer Leverkusen mit 4:2 durch.

Category: Derbys Großbritannien – Author: admin – 12:08 pm

Am kommenden Sonntag kommt es in Liverpool zur 220. Auflage des „Merseyside Derbys“. In der Liga findet es zum 188. Mal statt. In der Gesamtbilanz liegt der FC Liverpool mit 88:66-Siegen voran.

Das erste Aufeinandertreffen fand bereits am 13. Oktober 1894 statt, es ist somit eines der traditionsreichsten Derbys der Fußballgeschichte. Der FC Everton gewann das erste Derby im heimischen Goodison Park mit 3:0, das Retourspiel an der Anfield Road endete einen Monat später 2:2.

Gemeinsame Wurzeln

Die Blues waren zunächst auch das erfolgreichere der beiden Teams aus Liverpool. Den ersten Meistertitel gewann der 1878 gegründete FC Everton – 1888 auch eines der 12 Gründungsmitglieder der englischen Liga – bereits 1891. Ein Jahr, bevor der FC Liverpool gegründet wurde. Diese Gründung hängt eng mit dem heutigen Stadtrivalen zusammen. Nach dem Gewinn des Meistertitels 1891 beschloss der Brauereibesitzer John Houlding als Inhaber des Grundstücks an der Anfield Road – auf dem der FC Everton bis dahin seine Heimspiele austrug – eine kräftige Mieterhöhung.

Das wollten sich einige Vereinsmitglieder nicht gefallen lassen und zogen auf ein anderes Grundstück an der nahe gelegenen Goodison Road um. Die an der Anfield Road verbliebenen Mitglieder gründeten unter der Führung Houldings den FC Liverpool, der von nun an seine Spiele an der Anfield Road austrug. In der Saison 1900/01 wurden die Reds erstmals englischer Meister und zogen damit an Titelgewinnen mit dem Stadtrivalen gleich.

Friendly Derby

Trotz aller Rivalität gilt das Aufeinandertreffen des FC Everton mit dem FC Liverpool als „Friendly Derby“. Im Gegensatz zu den meisten anderen Stadtderbys werden die rivalisierenden Anhänger nicht durch unterschiedliche politische und religiöse Einstellungen oder soziale Zugehörigkeit getrennt. Vielmehr sind in vielen Familien sowohl „Blues“ als auch „Reds“ zu finden.

Besonders in der Zwischenkriegszeit zwischen 1919 und 1939 gehörten die beiden Klubs aus Liverpool zu den besten des Landes. Während der FC Liverpool in den Jahren 1922 und 1923 zwei Mal in Folge den Titel holte, hatte anschließend der FC Everton mit den Titelgewinnen 1928, 1932 und 1939 seine erfolgreichste Zeit.

Der Siegeszug des FC Liverpool

Bis zu Beginn der 1970er-Jahre hielten sich die Erfolge der beiden Klubs in Waage. Dann begann unter den erfolgreichen Managern Bill Shankly und Bob Paisley der Siegeszug der Reds durch Europa. 1973 gewann der FC Liverpool neben dem Meistertitel mit dem UEFA-Pokal seine erste internationale Trophäe. 1976 wiederholten sie diesen Triumph und thronten 1977 und 1978 mit dem Sieg im Europapokal der Landesmeister an der Spitze des europäischen Klubfußballs. Auch 1981 und 1984 ging die begehrteste Trophäe Europas an den FC Liverpool. Zwischen 1976 und 1990 holten die Reds 10 Mal den englischen Meistertitel.

Mitten in der großen Zeit des Stadtrivalen feierte auch der FC Everton seinen größten internationalen Erfolg. 1985 wurden die Toffees nicht nur erstmals seit 15 Jahren wieder englischer Meister, sondern holten auch den Europapokal der Pokalsieger.

Die Heysel-Tragödie und die Folgen

Zwei Wochen nach diesem Triumph kam es vor dem Meistercup-Finale im Brüsseler Heyselstadion zwischen dem FC Liverpool und Juventus zu Fanausschreitungen, bei denen 39 Menschen ums Leben kamen. Aufgrund dieser Vorkommnisse wurden die englischen Klubs im Allgemeinen und der FC Liverpool im Speziellen für mehrere Jahre von den internationalen Bewerben ausgeschlossen. Auch der FC Everton durfte als regierender Meister weder 1985 noch 1987 am Europapokal teilnehmen.

Seit 1990 wurde keiner der beiden Vereine aus Liverpool englischer Meister. Während Everton seit dem 5. Sieg im FA-Cup 1995 keinen Titel mehr holte, konnten sich die Reds – neben den FA-Cup-Siegen 2001 und 2006 – auch international in Szene setzen. 2001 holte der FC Liverpool den UEFA-Cup und 2005 gewann er mit einem Sieg im Elfmeterschießen über den AC Mailand sogar die Champions League. In der nationalen Meisterschaft belegten die Reds in dieser Saison hinter Everton nur Platz fünf.

Ziel Europa League

In den letzten drei Saisonen landeten beide Liverpooler Klubs in der Premier League jeweils zwischen den Rängen sechs und acht und traten damit international zumeist nur in der Europa League in Erscheinung. Dennoch sind der FC Liverpool und Everton an Punkten gemessen weiterhin die beiden erfolgreichsten Vereine der englischen Ligageschichte. Erst 2009 löste der FC Liverpool in der ewigen Tabelle (seit 1888) die Blues nach Punkten an der Spitze ab. Der FC Everton spielt 2012/13 seine 110. Saison in der höchsten Spielklasse, kein anderer Verein kann hier mit den Toffees mithalten. (Aston Villa: 102. Saison; FC Liverpool: 98; Arsenal: 96; Manchester United: 88)

Merseyside Derby

Das traditionelle Merseyside Derby zwischen dem FC Liverpool und dem Stadtrivalen Everton FC – in England wird diese Begegnung auch als das “Friendly Derby” bezeichnet. Quelle: wikimedia.org

 

Vor dem Derby am kommenden Wochenende liegt der FC Everton in der Tabelle unmittelbar vor dem Stadtrivalen auf Platz sechs. Allerdings haben die Blues fünf Punkte Vorsprung und damit im Gegensatz zum FC Liverpool noch Chancen auf einen Europa League-Startplatz. Dennoch wird den Gastgebern im Derby an der Anfield Road von den internationalen Wettanbietern die Favoritenrolle eingeräumt. Während bei einem Heimsieg des FC Liverpool lediglich das 1,9 bis 2-fache (bei Tipico, Info und Porträt hier) des Wetteinsatzes zu gewinnen ist, stehen die Quoten bei einem Sieg von Everton zwischen 3,6 und 4,2 (bei Bet365).

Der letzte Sieg in einem Merseyside-Derby gelang dem FC Everton am 17. Oktober 2010, mit 2:0 im Goodison Park, seither blieben die Blues in fünf Derbys sieglos – drei Mal siegten die Reds, zwei Mal gab es ein Unentschieden. An der Anfield Road hat Everton seit dem 27. September 1999 (1:0) nicht mehr gewonnen.

Category: Derbys Großbritannien – Author: admin – 10:50 am

Schon seit 1881 wird von den beiden großen Klubs aus Manchester regelmäßig um die sportliche Vorherrschaft gerungen – vor reichlich 130 Jahren traten allerdings noch die jeweiligen Vorläufer Newton Heath (United) und St. Marks’s (City) im Kampf um die begehrte Stadtmeisterschaft gegeneinander an. Die enorme Bedeutung des Derbys wird nicht zuletzt auch daran erkennbar, dass über die heißblütig geführten Duelle sogar ein eigenständiger Artikel auf Wikipedia zu finden ist: Am kommenden Montagabend wird der ohnehin schon endlos erscheinenden Story nun das 165. Kapitel hinzugefügt.

United war lange Zeit weit voraus

Aufgrund der wechselvollen Gesichte beider Klubs, hat auch das Derby in der Vergangenheit bereits einige Wendepunkte erlebt; zwar konnten in aller Regel die Red Devils von Manchester United das Geschehen diktieren; in den 70er-Jahren des 20. Jahrhundert wurde der Spieß von den Citizens dann aber zumindest vorübergehend umgedreht. Als der Weg von ManU nämlich kurzzeitig sogar in die zweite Liga führte, war der blaugewandete Verein die klare Nummer 1 in der Stadt – spätestens der Beginn der Ära von Alex Ferguson leitete für die Citizens dann jedoch eine bleierne Zeit des Leidens ein.

Vor allem die langjährige Existenz als Fahrstuhlmannschaft ließ den dreifachen englischen Meister auch stadtintern ins Hintertreffen geraten; seit der 13-jährigen „Epoche“ ohne einen einzigen Derbysieg vor der Jahrtausendwende, haftet den Citizens der Ruf des ewigen Underdogs im Duell der beiden Rivalen an. Für den Understatement-Charakter des Vereins konnte sich in der Folge allerdings auch jede Menge Prominenz begeistern: Von Mark E. Smith über Joy-Division-Legende Ian Curtis bis zu den Gallagher-Brüdern hatten beziehungsweise haben sich etliche Stars einen Schal von Manchester City an die Wohnzimmerwand gehängt.

Heutzutage ist der große Reiz des Manchester-Derbys jedoch auch darauf zurückzuführen, dass bei diesem Duell noch immer die weitestgehend der Vergangenheit angehörende Atmosphäre des vielerorts heißblütig geliebten englischen Fußballs zu spüren ist. Denn während sich die Premier League in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend zu einem weltweit vermarkteten Premium-Produkt verwandelte, bestimmt hier noch immer größtenteils die angestammten Anhänger das Bild. Die klassische Klientel fällt dabei allerdings nach wie vor immer einmal wieder mit Grenzüberschreitungen unangenehm auf: So warf etwa beim jüngsten Aufeinandertreffen ein erboster Citizen-Fan dem United-Spieler Rio Ferdinand beim Torjubel eine Münze an den Kopf.

Die Kräfteverhältnisse wandeln sich

Während sich manche unschöne Randerscheinungen also wohl niemals ändern werden, stellen die Vergleiche zwischen United und den Citizens in sportlicher Hinsicht mittlerweile mehr denn je den absoluten Höhepunkte des englischen Liga-Fußballs dar – noch ist es schließlich ein ganz neues Phänomen, dass die beiden Teams aus Manchester den Takt der Premier League bestimmen: Sorgte in der Vergangenheit meist das Duell zwischen großem Favorit und vermeintlich hoffnungslosen Außenseiter für den bekannten Reiz, wird im Stadtderby mittlerweile die Vorherrschaft des britischen Fußballs ausgespielt.

Wettquoten Manchester Derby

Die Wettquoten zum Manchester-Derby: United zu Hause leichter Favorit gegen City, im Stadtderby geht es mittlerweile um die Vorherrschaft im englischen Fußball. Quelle: wettfreunde.net

 

So bereiteten etwa die beiden Siege der Citizens in der zurückliegenden Saison dem ersten Meistertitel seit 44 Jahren den Weg – im Vorjahr hatte das Team von Roberto Mancini den Red Devils dabei insbesondere mit dem 6:1 in Old Trafford eine vernichtende Niederlage für die Geschichtsbücher beigebracht. In dieser Saison konnte sich die Elf von Alex Ferguson jedoch bereits mit einem späten Sieg im Etihad Stadium für die damalige Blamage revanchieren: Die Rache Uniteds wird zudem durch den Umstand komplettiert, dass das Team zum Jahressende auch in der Premier League wieder vor dem Stadtrivalen zu finden sein wird.

Acht Spieltage vor Schluss führt ManU die Tabelle der englischen Liga schließlich bereits mit einem schier uneinholbaren Vorsprung von 15 Zählern an; der FA Cup hält für den Vorjahresmeister längst die letzte Titelchance des Jahres bereit. Dass sich das Kräfteverhältnis somit zumindest vorübergehend wieder klar zu den Red Devils verschoben hat, sollte den Citizens am Montagabend jedoch nur noch ein zusätzlicher Ansporn sein, nun wenigstens im Derby wieder für Aufsehen zu sorgen.