Derbys Italien

Category: Derbys Italien – Author: admin – 7:05 pm

Dass das Mailänder Derby della Madonnina die Marienstatue des einheimischen Doms im Namen trägt, verweist seit eh und je darauf, dass das Duell zwischen Inter und Milan geradezu religiöse Züge hat: Angesichts des ernüchternden Abschneidens in der laufenden Spielzeit laufen derzeit jedoch die Anhänger gleich beider Klubs Gefahr, vom liebgewonnenen Glauben abzufallen. Am Sonntag wird die jeweilige Trostlosigkeit nun zu einem Gebräu der schlechten Laune vermengt – folglich darf dieses Mal noch nicht einmal der Sieger hoffen, dass die Saison dank des Dreiers im Derby möglicherweise doch noch ein versöhnliches Ende nimmt.

Derweil sich die beiden Klubs, auf den Tabellenplätzen 8 und 9 liegend, aktuell auch in der Serie A in unmittelbaren nachbarschaftlichen Beziehungen befinden, ist anzunehmen, dass die Stimmung in diesen Tagen vor allem bei den Gastgebern am Boden ist: Während die Rossoneri spätestens seit dem verkorksten Vorjahr schon eine Menge Übung darin haben, die eigenen Zielstellungen deutlich zu verfehlen, muss man sich bei Inter schließlich noch immer daran gewöhnen, dass sich inzwischen selbst die Qualifikation für die Europa League als eine zu große Hausnummer erweist. Dabei hatte der Verein in den vergangenen Monaten nichts unversucht gelassen, um sich der drohenden Nieten-Saison entgegenzustemmen – bislang hat jedoch keine der ergriffenen Maßnahmen für den entscheidenden Dreh gesorgt.

Podolski lacht auch bei Inter nicht das Glück

Insbesondere die in den Wintermonaten gestartete Transferoffensive hat bei den Nerazzurri die erhoffte Wirkung verfehlt; dass sich der Klub mit der Verpflichtung von Spielern wie Shaqiri, Podolski oder Brozovic reichlich internationale Erfahrung sicherte, konnte die Auftritte der Mannschaft nie in der beabsichtigten Weise beleben. Da neben dem zuletzt oftmals nur noch auf der Bank schmorenden Poldi auch der Bayern-Zuzügler Shaqiri regelmäßig unter seinen Möglichkeiten bleibt, fielen die Leistungen in der Rückrunde sogar noch einmal ab – hat sich der Lokalrivale Milan in der zweiten Saison-Hälfte immerhin den sechsten Tabellenplatz gesichert, tritt Inter mit der ausgeglichenen Bilanz von 4 Siegen, 3 Unentschieden und 4 Niederlagen zunehmend als graue Maus des italienischen Fußballs in Erscheinung.

Das Ausbleiben des erhofften Aufschwungs fällt naturgemäß auch auf Trainer Roberto Mancini zurück, der sich mittlerweile schon seit rund einem halben Jahr daran versucht, den spielerischen Problemen mit schlüssigen Konzepten zu Leibe zu rücken. Dass der 50-Jährige diesbezüglich noch nicht weit gekommen ist, wurde den enttäuschten Anhängern gerade erst wieder beim letzten Heimspiel gegen den Pleite-Klub aus Parma vor Augen geführt. Obwohl die in Not befindlichen Gäste als abgeschlagenes Schlusslicht im San Siro gastierten, kamen die Nerazzurri nicht über ein Unentschieden hinaus – während der enttäuschenden 90 Minuten versuchte der ratlose Manicini gleich mit drei verschiedenen taktischen Formationen sein Glück.

Milan scheint sich allmählich zu stabilisieren

Zunehmend wird somit deutlich, dass sich Inter mit der Entlassung von Walter Mazzarri offensichtlich keinen Gefallen getan hat: Dass sich Trainerwechsel nicht automatisch als ein Selbstläufer in Sachen Aufschwung erweisen, bekam Milan dagegen schon in der Vorsaison zu spüren. Nachdem sich das Experiment mit dem unerfahrenen Clarence Seedorf als ein Fehlschlag erwies, haben die Rossoneri aber immerhin ihre Lektion gelernt: Obwohl der Verein mit der Verpflichtung von Filippo Inzaghi gleich der nächsten verdienten Spieler-Legende zum Debüt auf dem Trainerstuhl verhalf, ist man inzwischen offensichtlich durchaus dazu bereit, dem einstigen Publikumsliebling  eine “Zwischen-Saison” zuzugestehen.

In Anbetracht der hohen Ansprüche ist es schon eine mittlere Überraschung, dass Inzaghi trotz des Ausbleibens der erhofften Erfolge noch immer seinen Posten behaupten kann: Da Milan zuletzt jedoch lediglich eines seiner jüngsten acht Pflichtspiele verloren hat, scheint sich die Geduld des Klubs so langsam aber sicher auszuzahlen. Ein “Auswärtssieg” im Derby böte Inzaghi deshalb nun vielleicht bereits die Möglichkeit, sich auch für die Zukunft das freie Geleit des Vereins zu sichern – somit ist das Derby della Madonnina für die sportliche Gegenwart zwar kaum von Belang; perspektivisch könnte die Stadt-Meisterschaft dagegen durchaus von richtungsweisender Bedeutung sein.

Category: Derbys Italien – Author: admin – 5:18 pm

Eine Woche nach dem Mailänder Derby zwischen Milan und Inter, das mit einem 1:1-Unentschieden endete, steht in Italien in Turin ein weiteres traditionsreiches Stadtderby auf dem Programm. Während sich allerdings die beiden Mailänder Topklubs zumeist auf Augenhöhe begegnen, weist das „Derby di Torino“ eine deutliche Schlagseite in Richtung Juventus auf.

Erfolgsbilanz: Starkes Übergewicht von Juventus

Das wird vor allem anhand der Trophäensammlung deutlich ersichtlich. Während Juventus zu den erfolgreichsten Teams der Welt zählt, nimmt sich die Erfolgsbilanz des FC Turin vergleichsweise bescheiden aus. Zwei Siege in der Champions League (bzw. Europapokal der Landesmeister) und im Weltpokal, vier weitere Siege in europäischen Pokalbewerben (Europacup der Pokalsieger, UEFA-Pokal), 30 nationale Meistertitel und 9 Pokalsiege darf sich Juventus auf die Fahnen heften.

Zwar hatte auch der FC Turin eine ganz große Zeit, die liegt allerdings 70 Jahre  zurück. Sieben Mal wurde man italienischer Meister, davon allein fünf Mal zwischen 1942 und 1949. Die große Ära, der „Grande Torino“ ging allerdings zu Ende, als bei einem Flugzeugabsturz am 4. Mai 1949 fast die gesamte Mannschaft ums Leben kam. An die Erfolge von damals konnte der Klub nie wieder anschließen. 1976 wurde Torino zum letzten Mal Meister, der letzte große Erfolg war der fünfte Pokalsieg in der Saison 1992/93.

Aber auch die direkte Bilanz der beiden Klubs spricht für Juventus. Von 164 Meisterschaftsspielen gewannen die „Zebras“ 69, der Stadtrivale war 49 Mal erfolgreich. Dieses Verhältnis ändert sich auch nur unwesentlich, wenn man alle Pflichtspiele (188) oder alle direkten Duelle – 229 Begegnungen inklusive Freundschaftsspiele – heranzieht.

Fast 20 Jahre ohne Derbysieg

Vor allem in den letzten Jahren wurde die Kluft zwischen den beiden Klubs immer größer. Mittlerweile wartet der FC Turin bereits seit fast 20 Jahren auf einen Derbysieg. Als die „Granatroten“ am 9. April 1995 einen 2:1-Sieg über Juve feierten, hieß der Verein noch „AC Torino“ bzw. „Torino Calcio“. Zehn Jahre später musste der Verein Insolvenz anmelden und wurde in der Folge als „FC Torino“ neu gegründet.

Mehrfach stieg der FC Turin aus der Serie A ab, zuletzt gelang 2012 wieder der Aufstieg in die höchste Spielklasse. Gegen den Stadtrivalen gab es allerdings weiterhin nichts zu holen. Seit 1995 gewann Juventus 12 von 16 Meisterschafts-Derbys gegen den FC Turin, der lediglich vier Mal wenigstens einen Punkt holte. Die letzten sechs Duelle in der Serie gewann ausnahmslos Juventus, in den letzten zehn Derbys ließ die „Alte Dame“ nicht einen einzigen Gegentreffer zu. Beim 2:2 am 24. Februar 2002 gelang “I Granata” letztmals ein Torerfolg in einem Stadtderby.

Alles spricht für Juventus

Ob diese schwarze Serie am Sonntag zu Ende geht, erscheint allerdings fraglich. Denn während Juventus mit 10 Siegen aus 12 Spielen die Tabelle erneut souverän anführt, rangiert der FC Turin nur auf Platz 15, der Vorsprung auf die Abstiegsplätze beträgt nur drei Punkte. Zudem haben die „Granatroten“ bisher erst sieben Tore erzielt, nur Atalanta Bergamo traf noch seltener ins Tor (fünf Mal).

Das sah letzte Saison noch anders aus, da erzielte der FC Turin in 38 Spielen 58 Tore und qualifizierte sich als Siebenter für die Europa League. Damals hatte die Mannschaft aber auch noch Ciro Immobile in ihren Reihen, der sich mit 22 Toren zum Torschützenkönig krönte. Sein Abgang zu Borussia Dortmund hinterließ eine große Lücke.

Allerdings gelang auch mit ihm kein Derbysieg gegen Juventus. Daher ist im Derby am Sonntag nicht von einer Trendwende auszugehen. Das bestätigt sich auch bei den Fußball-Wetten. Während die Buchmacher für einen Sieg von Juventus nur Quoten um 1,3 in Aussicht stellen, könnte mit einem Sieg des Außenseiters das bis zu 12-fache des Wetteinsatzes gewonnen werden.

Category: Derbys Italien – Author: admin – 12:19 pm

Wenn am kommenden Sonntag im Mailänder Giuseppe Meazza Stadion der AC Milan und Internazionale Mailand zum „Derby della Madonnina“ aufeinander treffen, ist das nicht nur ein Stadtderby, sondern gleichzeitig das Duell zweier Mannschaften, die zu den weltweit erfolgreichsten der letzten Jahrzehnte zählen.

Beide Vereine holten jeweils 18 Mal den „Scudetto“ und gewannen gemeinsam 15 Europapokalbewerbe (Milan 9, Inter 6), davon allein zehn Mal die Champions League bzw. den Europapokal der Landesmeister (Milan 7, Inter 3). In der Saison 2009/10 holte Inter Mailand zum großen Schlag aus. Da gewannen die Nerazzurri die Champions League, die italienische Meisterschaft und die Coppa Italia und holten damit das Triple nach Mailand. Im Jahr darauf gewann Inter noch einmal den nationalen Pokalbwerb und Stadtrivale Milan wurde Meister. Seitdem ging es allerdings mit beiden Vereinen stetig bergab.

Neue Trainer bei beiden Teams

Aktuell rangieren die beiden norditalienischen Traditionsklubs in der Serie A nur auf den Plätzen 7 (Milan) und 9 (Inter). Der Rückstand auf Titelverteidiger und Tabellenführer Juventus Turin beträgt bereits 11 bzw. 12 Punkte. Die mäßigen Erfolge in den letzten Jahren führten auch zu Änderungen in der sportlichen Führung. Beim AC Mailand hat seit Saisonbeginn Klublegende Filippo Inzaghi das Traineramt inne, nachdem unter Vorgänger Clarence Seedorf die Qualifikation für einen internationalen Bewerb verpasst wurde. Das hattes es seit Ende der 1990er-Jahre nicht mehr gegeben.

Inter Mailand war dagegen in der Saison 2013/14 international nicht vertreten. In der vergangenen Saison gelang zumindest die Qualifikation für die Europa League. Dennoch kam es auch bei Inter erst vor wenigen Tagen ebenfalls zu einem Trainerwechsel. Roberto Mancini ersetzte Walter Mazzarri und kehrte damit vor dem Stadtderby zu jenem Klub zurück, den er zwischen 2004 und 2008 bereits einmal betreut und dabei drei Meistertitel geholt hatte. Nun soll er die Nerazzurri zu neuen Erfolgen führen.

Milan und Inter brauchen ein Erfolgserlebnis

Zuletzt war Inter in der Liga zwei Mal sieglos geblieben. Nach einer peinlichen 0:2-Niederlage beim Tabellen-Letzten FC Parma – der in der Woche darauf bei Spitzenreiter Juventus mit 0:7 unterging – gab es im letzten Heimspiel gegen Hellas Verona nur ein mageres 2:2. Trotz zweier Treffer von Mauro Icardi, der den 0:1-Rückstand nach einem Treffer von Ex-Bayern-Spieler Luca Toni ausgeglichen hatte, reichte es nach einem Torerfolg von Veronas Lopez in der vorletzten Minute nur zu einem Unentschieden. Davor hatte Inter-Keeper Handanovic noch einen Elfmeter von Toni entschärft.

Ebenfalls nur ein 2:2 erreichte der AC Mailand im letzten Meisterschaftsspiel bei Sampdoria Genua. Nach dem Führungstreffer von El Shaarawy gerieten die Rossoneri kurz nach der Pause mit 1:2 in Rückstand und benötigten schließlich einen von Jeremy Menez verwandelten Elfmeter, um zumindest einen Punkt mitzunehmen. Damit ist Milan bereits seit vier Spielen sieglos, denn eine Woche davor war das Heimspiel gegen Palermo sang- und klanglos mit 0:2 verloren gegangen und auch in Cagliari und daheim gegen Florenz kamen die Mailänder über ein 1:1-Remis nicht hinaus.

Kein klarer Derby-Favorit

Es wird auch darauf ankommen, welches Team offensiv Akzente setzen kann. Ausgerechnet der ehemalige Toptorjäger Filippo Inzaghi sieht sich einer hartnäckigen Stürmerkrise gegenüber. Der Treffer in Genua war das erste Saisontor von El Shaarawy und auch der Spanier Fernando Torres traf in neun Saisonspielen erst ein Mal. Somit ist der japanische Mittelfeldspieler Keisuke Honda mit sechs Treffern der mit Abstand torgefährlichste Akteur der Rossoneri. Dagegen brachte es Inters Icardi bereits auf sieben Saisontore und zeichnet damit fast für die Hälfte aller Inter-Tore in dieser Saison (17) verantwortlich.

Für beide Teams geht es im Derby am Sonntag um viel. Der Sieger kann einen Sprung aus der Krise machen, in der der Unterlegene umso mehr festsitzt. Aus Sicht der Fußball-Wetten ist der Ausgang offen. Einige Wettanbieter sehen – trotz einmonatiger Sieglosigkeit – leichte Vorteile für Milan.

Category: Derbys Italien – Author: admin – 1:44 pm

Inter Mailand gegen AC Milan ist ein Duell, das nicht nur elektrisiert, sondern die Mailänder Bevölkerung in zwei Teile spaltet. Auf der einen Seite die Nerazzurri, die in der „Curva Nord“ des Giuseppe Meazza-Stadion beheimatet sind, auf der anderen die Anhänger des AC Milan, die sich traditionellerweise in der Südkurve befinden. Beiden gemeinsam ist, dass bei einem Mailänder Derby immer wieder besondere Choreographien zur Aufführung gelangen. Am Sonntag (20:45 Uhr) ist es wieder soweit: der AC Mailand und Inter treffen sich in der Liga zum 182. Mal, um den Sieger im Mailänder Derby zu küren.

Das Derby de Madonnina, wie das Duell der Stadtrivalen nach der Madonnenstatue auf der zentralen Turmspitze des Mailänder Doms auch genannt wird, hat bereits bessere Zeiten gesehen. Lag der Scudetto um die Mitte der 2000er Jahre fest in Mailänder Hand (fünf Mal sicherte sich Inter die Meisterschaft, zwei Mal Milan, auch aufgrund des Zwangsabstiegs von Juve, Anm.) haben die beiden Mailänder Großklubs mit der Meisterschaftsentscheidung heuer nichts zu tun. Während Inter mit der Europa League vorlieb nehmen muss, droht den Rossoneri gar eine Saison ohne internationale Beteiligung.

Milan braucht unbedingt Sieg für die Europa League

Dementsprechend ist vor allem Gastgeber Milan unter enormen Druck. Der Rückstand auf Inter, das sich auf Platz fünf befindet, beträgt vor dem 36. Spieltag der Serie A sechs Zähler. Nur mit einem Sieg könnten sich die Rossoneri noch Chancen auf einen internationalen Bewerb ausrechnen. Die beiden Mailänder Klubs sind heuer nur ein Schatten ihrer selbst. Jeweils 18 Mal sicherten sich die beiden Lokalrivalen den Scudetto, doch in den letzten beiden Jahren hat Juventus Turin das Kommando übernommen. Milan und Inter sind in dieser Saison nur noch Mitläufer.

Dennoch ist das Stadtderby eine extrem wichtige Angelegenheit. In der höchsten Spielklasse sind die beiden Mannschaften bereits 181 Mal aufeinander getroffen. Milan hat mit 60:68 Siegen etwas Nachholbedarf. Nimmt man jedoch alle, auch die inoffiziellen Partien, zusammen, dann haben die Rossoneri die Nase vorne. Von insgesamt 294 Aufeinandertreffen konnte der AC Mailand 110 für sich entscheiden, Inter gewann 106 Partien. 78 Mal gab es ein Unentschieden.

In den letzten Wochen hat sich der AC allerdings recht gut geschlagen. Die Mannschaft von Clarence Seedorf hat fünf Siege in Serie feiern können. Am vergangenen Wochenende setzte es allerdings wieder einen Rückschlag. Gegen den Tabellenzweiten AS Rom kassierten die Rossoneri mit 0:2 die erste Pleite seit Mitte März.

Inter muss um internationalen Startplatz zittern

Auch bei den Nerazzurri läuft die Saison alles andere als zufriedenstellend. Die Champions League wird neuerlich nicht erreicht werden, die Mannschaft wird sich aller Voraussicht nach mit der Europa League zufrieden geben müssen. Der fünfte Platz ist zwar mit fünf Zählern abgesichert, doch im Falle einer Niederlage im Derby könnte es für die Elf von Walter Mazzarri noch einmal eng werden.

Inter hat zwar die letzten sechs Liga-Spiele nicht verloren, allerdings davon auch nur zwei gewonnen. Durch die vielen Unentschieden haben es die Nerazzurri verabsäumt, eine Vorentscheidung im Kampf um die EL-Plätze herbeizuführen. Vor allem die Punkteverluste gegen Nachzügler wie Udine, Bologna oder Livorno taten den Fans extrem weh. Ein Sieg im Derby de Madonnina würde einerseits diese Wunden wieder schließen und andererseits wohl den endgültige Teilnahme an der Europa League sichern. Dementsprechend können sich die Fans auf eine überaus interessante Partie freuen, auch wenn es beim 182. Mailänder Liga-Derby bei weitem nicht um die Meisterschaft geht.

Mailänder Derbys sorgen immer für Emotionen

Die Emotionen bei einem Stadtderby in der Modemetropole sind ohnehin immer besonders hoch. Allerdings nicht aufgrund von lokaler, sozialer oder politischer Unterschiede, sondern aufgrund der vielen Gemeinsamkeiten. Inter Mailand ist im Jahre 1908 aus dem “Milan Cricket and Football Club“ (dem heutigen AC Mailand) entstanden. Beide Klubs haben 18. Mal die Meisterschaft gewonnen und nutzen das San Siro-Stadion als gemeinsame Heimstätte. Zudem ist Mailand die einzige Stadt, die zwei Champions League-Sieger in ihren Mauern hat.

Die Wettanbieter gehen bei ihren Fußballwetten von einer knappen Angelegenheit aus, sehen allerdings in ihren Prognosen leichte Vorteile auf Seiten des AC Milan. Allerdings hat Inter Mailand vier der letzten fünf Mailänder Derbys für sich entscheiden können. Im Februar 2013 gab es ein Unentschieden. Den letzten Derby-Sieg der Rossoneri in der Serie A gab es vor fast genau drei Jahren.

Category: Derbys Italien – Author: admin – 10:24 am

Derbyzeit und Spaß dabei: Mutete das Derby della Capitale in den vergangenen Jahren auf Außenstehende häufig wie die Therapiesitzung zweier in fußballerischen Sinnkrisen gefangener Rivalen an, fanden nach der Roma zuletzt auch die Laziali behutsam in die Erfolgsspur zurück. Doch während dem Klose-Klub allenfalls die neuerliche Qualifikation für die Europa League eine sportliche Perspektive bietet, wähnen sich die Giallorossi noch immer im Kampf um die Meisterschaft. Vorsichtshalber wird dem sonntäglichen Duell im Olympiastadion deshalb auch von Juventus Turin besondere Beachtung geschenkt.

Dabei hat es die Roma ausgerechnet seinen städtischen Nachbarn zu verdanken, dass man sich bei der alten Dame derzeit wieder ein bisschen Sorgen um die Titelverteidigung machen muss: Nur weil der Spitzenreiter nämlich vor 14 Tagen beim 1:1 gegen Lazio zwei fest eingeplante Punkte in der Hauptstadt liegenließ, schrumpfte der Vorsprung auf den ersten Verfolger auf „virtuelle“ sechs Zähler zusammen. Wie groß das Poster tatsächlich ist, wird sich erst am 19. Februar entscheiden. Da die Partie zwischen der Roma und dem FC Parma am vergangenen Wochenende wegen sintflutartiger Regenfälle nach wenigen Minuten abgebrochen werden musste, zeichnet das Tableau der Serie A momentan eine gewisse Unschärfe an der Tabellenspitze aus.

Die Aufholjagd fiel zuletzt ins Wasser

Allerdings war es fast schon symptomatisch, dass die Aufholjagd der Römer derzeit nur durch höhere Gewalt auszubremsen ist. Seitdem sich die Mannschaft von Rudi Garcia nämlich vor einem guten Monat ebenso klar wie unglücklich mit 0:3 im Juventus Stadium untergegangen war, schlugen die Gelb-Roten bei ihren folgenden Auftritten mit aller Entschlossenheit zurück. Die insgesamt durchaus überzeugende Vorstellung beim Spitzenreiter scheint die Meisterschaftsambitionen der Spieler trotz des deprimierenden Endresultats also sogar noch zusätzlich beflügelt zu haben: Drei deutliche Siege in der Serie A sowie zwei Erfolge im Coppa – darunter nicht zuletzt ein Revanche-Triumph gegen Turin – müssen zwangsläufig als Kampfansage an die Konkurrenz verstanden werden.

Entsprechend ist davon auszugehen, dass die Giallosrossi nun auch im Derby umgehend das Heft des Handels an sich reißen: Denn ungeachtet dessen, dass die Partie gegen Lazio laut Spielplan unter der Bezeichnung „Auswärtsspiel“ firmiert, dürfte der Mannschaft die natürlich dennoch bestens vertraute Umgebung die gewohnten Flügel verleihen. Im heimischen Olympiastadion hat die Roma bislang immerhin eine nahezu makellose Bilanz von neun Siegen und zwei Unentschieden vorzuweisen – und in der Auflistung der bereits zustande gebrachten Erfolge nimmt selbstverständlich der 2:0-Sieg im Hinspiel eine besonders bevorzugte Stellung ein.

Taugt Klose noch zum Derby-Helden?

Die beste Hinrunde der Vereinsgeschichte wurde von der Mannschaft unter anderem auch dazu genutzt, endlich den legendären „Klose-Fluch“ zu bezwingen: Hatte Lazio seit der Verpflichtung des deutschen Nationalstürmers in den Derbys drei Siege und ein Unentschieden zusammengekickt, wusste im vergangenen September selbst der 35-Jährige Routinier nichts mehr gegen den bemerkenswerten Aufschwung des Lokalrivalen auszurichten. In Gestalt des „neuen“ Trainers Edy Reja haben die Laziali jedoch längst einen alternativen Hoffnungsträger entdeckt, der die Roma am Sonntagnachmittag in die Schranken weisen soll. Innerhalb von nur vier Wochen ist es dem Nachfolger von Vladimir Petkovic in unnachahmlicher Art und Weise gelungen, dem am Boden liegenden Verein neues Selbstvertrauen einzuimpfen.

Versank Lazio noch zum Jahreswechsel hoffnungslos im tabellarischen Mittelmaß, hat sich das Team mittlerweile dank einer kleinen Serie wieder auf Schlagdistanz zu den europäischen Startplätzen gebracht. Da Reja namentlich der notorischen Auswärtsschwäche erfolgreich zu Leibe rückte, blieben die Römer in allen fünf Ligaspielen unter seiner Führung unbesiegt (3 Siege, 2 Unentschieden). Einen Wermutstropfen steuerte somit lediglich das Pokal-Aus in Neapel bei – für den Gesamtsieger des Vorjahres bedeute im laufenden Wettbewerb nun bereits das Viertelfinale die Endstation.

Die Wettanbieter setzen auf die „Gäste“

Vor dem anstehenden Highlight darf Lazio nun jedoch vor allem aus dem erwähnten 1:1 gegen Juventus berechtigte Hoffnung schöpfen – obwohl die Roma ihren Vorsprung in der ewigen Bilanz des Derby della Capitale zuletzt erstmals wieder ein wenig ausbauen konnte (49 Siege – 55 Unentschieden – 37 Niederlagen), scheint der Stadtrivale beim erneuten Aufeinandertreffen doch keinesfalls zum leichten Opfer zu taugen. Dennoch ist es ganz selbstverständlich, dass die Wettanbieter die Giallorossi im Vorteil sehen: Das „Abenteuer Meisterschaft“ soll schließlich nicht ausgerechnet am Tiber zu den Akten gelegt werden müssen.

Category: Derbys Italien – Author: admin – 5:54 pm

Das Mailänder Derby bzw. „Derby della Madonnina“ zwischen Internazionale und dem AC Milan, das am Sonntag, den 22. Dezember zum 181. Mal stattfindet, hat schon bessere Zeiten gesehen. Mit jeweils 18 nationalen Meistertiteln gehören die beiden Mailänder Klubs neben Juventus Turin zu den Topvereinen in Italien und zu den weltweit besten Adressen. So gewann Inter Mailand 2010 alle Trophäen, die es zu gewinnen gab. Neben dem Titel in der Serie A und dem nationalen Pokalbewerb, siegten die Nerazzurri auch in der Champions League und bei der Klub-WM. Der Sieg in der Königsklasse war der sechste Titelgewinn im Europacup.

Seit damals ging es jedoch bergab und die großen Titel blieben – bis auf den Sieg in der Coppa Italia im Jahr darauf – aus. Ein ähnliches Schicksal erlitt zuletzt der AC Mailand, der auf europäischer Ebene sogar neun Titel holte, allein sieben davon in der Champions League bzw. dem Europacup der Landesmeister. Der letzte derartige Erfolg aus dem Jahr 2007 liegt jedoch auch bereits über sechs Jahre zurück. Den Meistertitel in der Serie A – den Scudetto – holten die Rossoneri zuletzt 2011.

Milan nicht im Europapokal?

Aktuell liegt Milan in der italienischen Meisterschaft nur auf Rang 10 und der Punkteabstand zu einem Abstiegsplatz ist mit sechs Punkten geringer als jener auf einen Startplatz für die Europa League. Den hält derzeit Inter als Tabellenfünfter und einem Vorsprung von neun Punkten auf den Stadtrivalen.

Der dritte Tabellenplatz, der zur Teilnahme an der Champions League berechtigt und den derzeit der SSC Neapel hält, ist jedoch bereits sieben Punkte entfernt. Für die Nerazzurri ist der Status Quo dennoch eine Verbesserung zur letzten Saison, wo man am Ende als Neunter im Kampf um die internationalen Plätze völlig leer ausging. Für einen Klub mit dieser Reputation stellt das eine Blamage ersten Ranges dar.

Dieses Schicksal droht nun in dieser Saison den AC Milan zu ereilen. Als Tabellen-Dritter der letzten Saison qualifizierte man sich noch für die Champions League, in der man zuletzt – mit Mühe, aber doch – das Achtelfinale erreichte. Um in der nächsten Saison erneut am internationalen Parkett vertreten zu sein, muss sich die Mannschaft von Trainer Massimiliano Allegri aber deutlich steigern. Nur vier Siege in 16 Ligaspielen sind für die Ansprüche der Rossoneri eindeutig zu wenig.

Inter ohne Fans

Zumindest in den letzten Spielen ging es aber etwas aufwärts, seit der 0:2-Niederlage im Heimspiel gegen den AC Florenz blieb Milan in fünf Ligaspielen ungeschlagen, gewann jedoch nur eines davon. Am vergangenen Wochenende gab es ein 2:2 gegen den AS Rom. Dabei wurde Stürmerstar Mario Balotelli einmal mehr rassistisch beschimpft, weswegen die Römer in den nächsten beiden Spielen ihre Fankurve schließen müssen.

Ähnlich bestraft wurde Inter Mailand nach der 2:4-Niederlage beim SSC Neapel. Zwar muss Inter wegen des Anstimmens diskriminierender Gesänge die Nordkurve im Giuseppe-Meazza-Stadion nur für ein Spiel sperren, aber dass dies gerade im Stadtderby gegen den AC Milan eintrifft, ist für die Nerazzurri besonders bitter.

Aus Sicht der Fußballwetten ist das Derby der beiden Traditionsvereine völlig offen. Für einen Sieg von Inter liegen die Quoten zwischen 2,5 und 2,7, im Falle eines Erfolges von Milan reichen diese von 2,6 bis 2,8. Ein Tipp auf ein Unentschieden bringt fast übereinstimmend bei allen Wettanbietern den 3,3-fachen Wetteinsatz.

Category: Derbys Italien – Author: admin – 3:13 pm

Schon in den vergangenen Monaten gab das Derby della Capitale mehrfach einen willkommenen Anlass, unsere Aufmerksamkeit auf die italienische Hauptstadt zu richten – zuletzt wurde die ewige Stadt im Wonnemonat Mai durch das Lokalderby im Endspiel um die Coppa Italia in den Ausnahmezustand versetzt. Nun bietet das Aufeinandertreffen in der Meisterschaft beiden Klubs die Gelegenheit, einen insgesamt gelungenen Saisonauftakt vorläufig zu krönen: Vor allem die formell gastgebende Roma muss dabei zeigen, dass die makellose Siegesserie der vergangenen Wochen nicht allein der Schwäche der Gegner geschuldet war.

Die Giallorossi berauschen sich an ihrem Traumstart

Zwar sind die Gialorossi unter ihrem neuen Trainer Rudi Garcia zuletzt von Sieg zu Sieg geeilt, angesichts des wohlmeinenden Spielplans besitzt der mit weißer Weste eingenommene zweite Tabellenplatz bislang jedoch nur eine begrenzte Aussagekraft. Da die bezwungenen Teams aus Livorno, Verona und Parma nicht gerade zur Elite des italienischen Fußballs zählen, stellt das sonntägliche Derby den ersten echten Wahrsager dar, ob der Umbruch zur Sommerpause tatsächlich gelungen ist. In der Transferperiode konnte auch die Roma von dem Kaufrausch der neureichen französischen Klubs profitieren: Neben der Königspersonalie Marquinhos (Paris) haben zudem die Verkäufe von Lamela (Tottenham) und Oswaldo (Southampton) Unsummen auf das vereinseigene Konto gespült.

Angesichts der zuletzt nur äußerst überschaubaren Leistungen der Mannschaft musste dieser Geldsegen natürlich wie gerufen kommen; dem neu an Bord geholten französischen Coach bot sich somit immerhin die Möglichkeit, seinen Vorstellungen entsprechende Akteure in den Kader einzubringen. Aus den zahlreichen Neuverpflichtungen ragen vor allem die international erfahrenen Maicon, Gervinho und Strootman heraus; mit Innenverteidiger Benatia und Stürmer Ljajic trieb der Verein aber auch in der Serie A einige kostspielige Filetstücke auf. Hat sich die rundum erneuerte Mannschaft mit ihren ersten Auftritten bereits Respekt verschafft, könnte sie sich nun mit einem Triumph im Derby direkt in die Herzen der Anhänger spielen: In Anbetracht der quälend langen Durststrecke würde den fanatischen Fans ein Sieg gegen den Stadtrivalen schließlich über alles gehen.

Nach vier sieglosen Duellen in der Meisterschaft hatte aus Sicht des AS Rom zuletzt die Niederlage im Pokalfinale für den vorläufigen Tiefpunkt gesorgt; nach einer jahrzehntelangen Dominanz des dreifachen italienischen Meisters droht es inzwischen fast schon zu einem gewohnten Bild zu werden, dass die gegnerischen Biancocelesti im Olympiastadion die Richtung bestimmen. Damit dieser unhaltbare Zustand nicht zur Regel wird, stehen nun aber keineswegs nur die Neuzugänge in der Pflicht: Einmal mehr soll im 175. römischen Derby die Vereinslegende Totti die Funktion des Heilbringers übernehmen. Dass der mittlerweile 36-jährige Weltmeister bei der Roma nach wie vor unabkömmlich ist, hat dabei nicht nur der vorentscheidende Führungstreffer in Parma am vergangenen Wochenende belegt – auch die vor wenigen Tagen erfolgte Vertragsverlängerung bis 2016 dürfte vor allem dazu dienen, den Verein und seine Anhänger pünktlich zum Lokalderby in eine Kuschelweich-Wohlfühl-Atmosphäre zu versetzen.

Klose soll es wieder richten

Allerdings wird auch von dem rivalisierenden Lazio weiterhin auf einen Methusalem gesetzt: Wenngleich Miro Klose gerade einmal etwas mehr als zwei Jahre am Fuße des Tibers kickt, scheint er innerhalb der Mannschaft von Vladimir Petkovic fast schon zum Inventar zu gehören. Entsprechend arbeitet die Vereinsführung engagiert daran, den 35-Jährigen mit einem Rentenvertrag ein paar zusätzliche Jährchen an den Klub zu binden: Zwar ist bekannt, dass der deutsche Nationalspieler seine Karriere eigentlich in der Heimat austrudeln lassen wollte – die ihm in Rom entgegengebrachte Liebe könnte ihn dennoch durchaus noch einmal ins Grübeln bringen. Dass Lazio Klose partout nicht gehenlassen möchte, ist dabei nicht zuletzt auf seine Rolle als Derby-Maskottchen zurückzuführen: Just mit seinem später Siegtreffer im Oktober 2011 hatte schließlich die lange Siegesserie gegen den AS Rom seinen Anfang genommen.

Damit der gebürtige Pole nun auch am Sonntag wieder für Glücksgefühle sorgen kann, bekam dieser den Europa-League-Erfolg seines Klubs über Legia Warschau am Donnerstagabend nur als Zuschauer zu sehen – angesichts seines fast schon biblischen Fußballeralters ist Klose für Dauer-Einsätze in den englischen Wochen schließlich viel zu schade. Seinen enormen Wert stellt er immerhin noch immer mit Vorliebe in den Spitzenspielen unter Beweis – so war es kaum ein Zufall, dass er seinen bislang einzigen Saisontreffer gegen den amtierenden Meister Juventus Turin verbucht. Wenngleich das Tor in Anbetracht der deftigen 1:4-Niederlage zu einer Randnotiz geriet, scheint er dennoch für neue Heldentaten im Derby bereitzustehen: Steigt er nun auch in seinem sechsten Duell gegen die Roma erneut zum Matchwinner auf, dürfte sich eine Rückkehr nach Deutschland endgültig erledigt haben: Es wäre dann immerhin nur sehr schwer vorstellbar, dass ihn Lazio nicht vom Fußballplatz direkt ins vereinseigene Museum transportiert.

Category: Derbys Italien – Author: admin – 6:10 pm

Nur wenige Wochen nach dem 140. „Derby della Capitale“ in der Serie treffen die beiden römischen Traditionsklub im Finale der „Coppa Italia“ erneut aufeinander. Am 8. April gab es ein 1:1-Unentschieden. Seit diesem Duell haben Roma und Lazio in der Tabelle die Plätze getauscht, allerdings reichten die Ränge sechs und sieben nach dem letzten Spieltag der Liga für keinen der beiden Klubs für einen internationalen Startplatz.

Daher ist nun der Sieg im Pokalbewerb neben dem Gewinn eines Titels für die Klubs auch die Möglichkeit, sich für die Europa League zu qualifizieren. Während sich Lazio bereits seit dem 2:1-Heimsieg über Meister Juventus am 29. Januar als Finalist fühlen darf, dauerte es beim AS Rom fast drei Monate länger. Nach dem 2:1-Heimsieg der Römer am 23. Januar über Inter Mailand fand das Rückspiel im Giuseppe-Meazza-Stadion erst am 17. April statt. Vor über 52.000 Zuschauern setzten sich die Gäste mit 3:2 durch und erreichten das Endspiel.

10. Pokalsieg für den AS Rom?

Keine Seltenheit für die Giallorossi, die seit 2003 bereits zum siebenten Mal im Finale der Coppa Italia stehen und nach dem insgesamt 10. Pokalgewinn greifen. Von den letzten sechs Finalteilnahmen hat die Roma allerdings vier verloren, den letzten Sieg im Pokal gab es 2008. Im Jahr darauf holte sich Lazio den Pokal zum insgesamt fünften und bisher letzten Mal.

Beide Klubs mussten auf dem Weg ins Endspiel nur drei Gegner aus dem Weg räumen. Der AS Rom setzte sich zunächst im Achtelfinale gegen Atalanta Bergamo mit 3:0 durch, musste aber im anschließenden Viertelfinale beim AC Fiorentina in die Verlängerung, wo sich die Römer dank eines Treffers von Mattia Destro mit 1:0 durchsetzten. Destro war auch der Matchwinner im Halbfinale. Zunächst steuerte er einen Treffer beim 2:1-Heimsieg über Inter bei und im Rückspiel in Mailand traf er beim 3:2-Auswärtssieg gleich zwei Mal.

Last-Minute-Lazio

Gegner Lazio hat dagegen nur mit viel Glück überhaupt die erste Hürde überstanden. Im ersten Antreten im Achtelfinale lagen die Biancocelesti im Olympiastadion gegen den AC Siena bis zur Schlussminute mit 0:1 zurück, ehe sie sich durch einen Treffer von Michael Ciani doch noch in die Verlängerung retteten. Schließlich erreicht Lazio erst nach dem Elfmeterschießen das Viertelfinale, wo man sich gegen Catania aber mit 3:0 deutlich durchsetzte.

Im Halbfinale bei Meister Juventus erreicht man durch ein spätes Tor durch Stefano Mauri in Turin ein 1:1. Dramatisch verlief auch das Rückspiel im Olympiastadion, wo Lazio bis zur 90. Minute mit 1:0 voran lag, ehe Vidal für Juventus ausglich. Aber in der Nachspielzeit fixierte der eingewechselte Sergio Floccari den 2:1 und damit den Finaleinzug der Römer.

Die Wettanbieter sehen den AS Roma in der Favoritenrolle – die Quoten für einen Sieg der Giallorossi bewegen sich zwischen 2,2 und 2,35. Dagegen wäre ein Siegertipp Lazio das 3 bis 3,3-fache des Wetteinsatzes wert.

 

Category: Derbys Italien – Author: admin – 9:57 am

Zum 186. Mal in einem Bewerbspiel treffen am Sonntag der FC Turin und Juventus im „Derby di Torino“ bzw. „Derby della Mole“ aufeinander. In der Serie A gab es bisher 135 Begegnungen, in denen Juventus nach Siegen mit 60:34 voran liegt. 41 Mal gab es ein Unentschieden.

In den 1970er- und 1980er-Jahren war das Turiner Derby in Italien von sehr hohem Stellenwert und noch stets besonders hart umkämpft, wenn auch schon damals die Schwarz-Weißen zumeist als das erfolgreichere Team aus den Auseinandersetzungen hervorgingen. Seit damals wurde die Dominanz der „Alten Dame“ aber noch deutlicher. So wartet der FC Turin bereits seit dem 2:1-Erfolg am 9. April 1995 auf einen Derbysieg.

Im Jahr darauf stiegen die „I Granata“ ab und gerieten in der Folge auch in wirtschaftliche Turbulenzen. Im Jahr 2005 – fast 100 Jahre nach der Klubgründung – musste der Verein Insolvenz anmelden. Der neu gegründete „FC Turin“ trat an die Stelle des „AC Turin“.

Die Superga-Tragödie

Dieser hatte seine erfolgreichste Zeit in der Zeit zwischen 1942 und 1949, in der die Mannschaft fünf von insgesamt sieben italienischen Meistertiteln des Klubs fixierte. Diese größe Ära der „Grande Torino“ ging am 4. Mai 1949 jäh zu Ende. Bei einem Flugzeugabsturz, der „Tragödie von Superga“, kam fast die gesamte Mannschaft ums Leben.

An die Erfolge von damals konnte der Verein nie wieder anschließen. In der Saison 1975/76 gewann der AC Turin noch einmal den Meistertitel. Drei Mal siegte man in der „Coppa Italia“ und in der Saison 1991/92 drang man bis ins Finale des UEFA-Pokals vor und scheiterte dort erst an Ajax Amsterdam.

Juve an der Spitze Europas

In Turin galt der FC Turin lange Zeit als die populärere Mannschaft. Durch die vielen Erfolge lief Juventus in den letzten Jahrzehnten aber dem Stadtrivalen den Rang ab. Eine Parallele zu München, wo im Laufe der Zeit die “Löwen” vom TSV 1860 auch vom weitaus erfolgreicheren FC Bayern in den Schatten gestellt wurden.

Juventus wurde 1897 gegründet und holte bereits 1905 den ersten nationalen Meistertitel. Die großen Erfolge kamen für „Juve“ aber mit dem Einstieg des Agnellli-Clans in den 1920er-Jahren. Von 1931 bis 1935 holten die „Zebras“ fünf Titel in Folge. Ab den 1970er-Jahren kamen zu den nationalen auch die großen internationalen Erfolge. Mit insgesamt sechs Europacup-Titeln – darunter auch zwei Mal die Champions League (bzw. „Europapokal der Landemeister“) gehört Juventus zu den erfolgreichsten Klubs der Welt. Nur Real Madrid und der FC Barcelona (je 11), der AC Mailand (9) und der FC Liverpool (8) holten mehr Europacup-Titel als die Turiner.

Vor dem 29. Scudetto

In der laufenden Saison steuert Juventus auf eine erfolgreiche Titelverteidigung und damit den 29. Meistertitel der Klubgeschichte zu. Am vergangenen Sonntag behaupteten die Schwarz-Weißen mit einem 1:0-Sieg in der Juventus-Arena über den AC Mailand den 11-Punkte-Vorsprung in der Tabelle. Mit einem Sieg im Stadtderby könnte bereits an diesem Wochenende der Meistertitel fixiert werden – falls der nächste Verfolger Neapel im Spiel am Samstag bei Schlusslicht Pescara Punkte lassen sollte. Aber selbst wenn die Entscheidung noch um eine Woche vertagt werden sollte, gibt es keine Zweifel am erneuten Titelgewinn.

Der FC Turin hat keines der letzten vier Saisonspiele gewonnen, nur beim 2:2 in Bologna gab es einen Punktegewinn. Gegen den SSC Neapel (3:5) und am vergangenen Wochenende beim AC Florenz (3:4) gab es zuletzt torreiche Niederlagen. Im Falle einer Derby-Niederlage könnte der Aufsteiger noch einmal in Abstiegsnöte geraten. Als Tabellen-Sechzehnter beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsplätze fünf Spieltage vor Schluss sieben Punkte.

Aus Sicht der internationalen Wettanbieter ist die Favoritenrolle auch diesmal klar verteilt. Während für einen Sieg von Juventus der 1,7-fache Wetteinsatz ausbezahlt wird (Bestquote Stand 26.4. beim Anbieter Tipico, ohne Wettsteuer), könnte man sich im Falle eines Außenseitersieges des FC Turin über das 5,5 bis 6-fache des eingesetzten Kapitals freuen. Bei einem Unentschieden springt schließlich eine Wettquote von rund 3,5 heraus.

Category: Derbys Italien – Author: admin – 7:21 pm

Am kommenden Montag findet im Römer Olympiastadion zum 140. Mal in der Serie A das „Derby della Capitale“ zwischen dem AS Rom und Lazio statt. Darüber hinaus gab es noch 17 Aufeinandertreffen in der Coppa Italia, sodass die Zahl der Römer Derbys die 150er-Marke bereits deutlich übersteigt. In der Gesamtbilanz liegt der AS Rom in der Meisterschaft mit 48:37-Siegen voran. Gleich 54 direkte Duelle endeten unentschieden.

Der AS Rom wurde 1927 als Zusammenschluss mehrerer römischer Vereine gegründet, zwei Jahre später wurde in der Saison 1929/30 die erste gesamtitalienische Meisterschaft ausgetragen, in der es auch zu den ersten Duellen mit dem bereits 1900 gegründeten Stadtrivalen Lazio kam. Der AS Rom gewann die ersten beiden Derbys mit 1:0 sowie 3:1 und es dauerte bis zum Jahr 1932, bis auch Lazio mit 2:1 den ersten Derbysieg landen konnte.

Harte Konkurrenz im eigenen Land

Was die Erfolge betrifft, so können die beiden Römer Klubs nicht mit jenen der Vereine aus Norditalien wie dem AC Mailand, Internazionale oder Juventus Turin mithalten. Insgesamt holten der AS Rom (1942, 1983 und 2011) und Lazio (1974, 2000) nur fünf Mal den italienischen Meistertitel in die Hauptstadt. Auch die internationalen Erfolge sind im Vergleich eher dünn gesät. So gewann der AS Rom 1961 den Messepokal und stand zwei Mal im Endspiel eines europäischen Wettbewerbs. 1984 verlor man im Europapokal der Meister nach Elfmeterschießen gegen den FC Liverpool, 1991 musste man sich im UEFA-Cup Inter Mailand geschlagen geben. Lazio feierte 1999 den größten Erfolg mit dem Sieg im Europapokal der Pokalsieger und dem anschließenden Gewinn des europäischen Supercups.

Die besondere Brisanz liegt in der unterschiedlichen Herkunft der beiden Klubs. Während die Wurzeln des AS Rom in den Arbeiterbezirken der Stadt liegen, ist Lazio im wohlhabenderen Teil im Norden Roms beheimatet. Die sozialen Grenzen haben sich allerdings wie in vielen anderen Städten im Laufe der Jahrzehnte verwischt. Heute wird die Rivalität vor allem von den jeweiligen Ultra-Gruppierungen geprägt, die beide als rechtsgerichtet angesehen werden. Lazio wurde national und international bereits mehrfach wegen des Verhaltens seiner Fans bestraft. So mussten die Italiener ihr letztes  Europa-League-Heimspiel wegen rassistischer Sprechchöre vor leeren Rängen ausgetragen.

Lazio zuletzt erfolgreicher

Seit 1960 werden die Derbys im für die Olympischen Spiele erbauten Olympiastadion ausgetragen, das beiden Vereinen als Heimstätte dient.

In den direkten Duellen hatte zuletzt meist Lazio das bessere Ende für sich. Die letzten drei Stadtderbys endeten allesamt mit Siegen der Adler. Der AS Rom siegte zuletzt am 13. März 2011 in einem Derby. Damals erzielte Roma-Urgestein Francesco Totti beide Tore zum 2:0-Sieg.

In der Tabelle liegen die beiden nach 30 Spieltagen unmittelbar hintereinander auf den Plätzen sechs (Lazio) und sieben (AS Rom) und auch bei den diversen Sportwetten zeichnet sich anhand der Wettquoten ein völlig ausgeglichenes Kräfteverhältnis in diesem Spiel ab. Mit einem Derbysieg könnten die Giallorossi den Stadtrivalen überholen und sich weiter Hoffnungen auf die Teilnahme an der nächstjährigen Europa League machen.

Wobei es auch im Endspiel der Coppa Italia noch einmal zu einem Römer Derby kommen könnte. Während Lazio nach einem Sieg über Juventus bereits im Finale des Pokalbewerbs steht, muss der AS Rom noch Inter aus dem Weg räumen. Im Rückspiel in Mailand haben die Römer aus dem Heimspiel einen 2:1-Vorsprung zu verteidigen.

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