Werder Bremen

Category: Derbys Deutschland,Hamburger SV,Werder Bremen – Author: admin – 8:19 am

Ein Nordderby zwischen dem Hamburger SV und Werder Bremen ist an sich bereits eine extrem spannende und emotionale Angelegenheit.

Wenn jedoch die beiden Erzrivalen am Freitag (20:30 Uhr) zum Auftakt des 31. Spieltages der Bundesliga die Klingen kreuzen, dann wird aufgrund der Tabellenkonstellation noch einmal eine Prise an Brisanz nachgelegt.

Hamburg muss doch wieder zittern

Denn ausgerechnet beim Gastspiel von Werder droht den “Rothosen” endgültig ein Abrutschen in den Abstiegskampf. An sich hatten sich die Hamburger bereits in sicheren Gefilden gewähnt, belegten noch Anfang des Monats Rang zehn und hatten ein recht veritables Polster auf den Abstieg.

Doch nach den beiden Pleiten gegen Darmstadt und Dortmund ist die Situation wieder dramatisch geworden. Nun kommt ausgerechnet der Erzrivale aus Bremen und könnte die Hamburger endgültig wieder in die “Hot Zone” hinunterziehen.

 


Die letzten 10 Duelle zwischen HSV und Werder Bremen:

Datum Bewerb Heimteam Auswärtsteam Ergebnis
28.11.2015 Bundesliga Bremen HSV 1:3
19.04.2015 Bundesliga Bremen HSV 1:0
23.11.2014 Bundesliga HSV Bremen 2:0
01.03.2014 Bundesliga Bremen HSV 1:0
21.09.2013 Bundesliga HSV Bremen 0:2
27.01.2013 Bundesliga HSV Bremen 3:2
01.09.2012 Bundesliga Bremen HSV 2:0
18.02.2012 Bundesliga HSV Bremen 1:3
10.09.2011 Bundesliga Bremen HSV 2:0
19.02.2011 Bundesliga HSV Bremen 4:0

 

Denn mit Werder ist nicht nur der Erzrivale im Volksparkstadion zu Gast, sondern ausgerechnet der Klub, der sich vier Spieltage vor Saisonende auf dem Schleudersitz Richtung 2. Liga befindet. Die Ausgangsposition könnte vor dem 104. Nordderby kaum brisanter sein.

In der Bundesliga hat es kein Duell öfter gegeben als ein Aufeinandertreffen der Nordrivalen Hamburger SV und Werder Bremen. Von den bisherigen 103 Nordderbys hat Werder mit 37:33 Siegen die Nase vorne, in 33 Spielen gab es keinen Sieger.

 

Muss der HSV schon wieder in die Relegation?

An sich war das große Ziel der Hamburger, sich heuer aus dem Abstiegskampf fernzuhalten, doch wieder einmal müssen die “Rothosen” um den Klassenerhalt zittern. Gerade einmal drei Punkte beträgt der Vorsprung auf die Relegation, die der HSV zuletzt zwei Mal in Folge bestreiten musste.

Aktuell befinden sich die Rothosen zwar auf Platz zwölf, doch das hört sich um einiges besser an als es tatsächlich ist. Während Hoffenheim, Augsburg und auch Werder im Saisonfinish aufsteigende Tendenz zeigen, geht es für die Hamburger nach unten.

 

Mit dem 3:2-Heimerfolg über Wolfsburg hat Werder Bremen rechtzeitig vor dem Nordderby gegen den Hamburger SV ein kräftiges Lebenszeichen von sich gegeben. Kapitän Clemens Fritz gibt die Marschrichtung vor. (Quelle: YouTube/Werder Bremen)


 

Beim HSV haben einige Spieler Blessuren vom jüngsten Spiel gegen den BVB davon getragen. Lasogga laboriert an Knieproblemen, Ekdal hat eine leichte Oberschenkelzerrung und Diekmeier musste zu Wochenbeginn das Training abbrechen.

Während Rene Adler nach seiner roten Karte gesperrt ist, könnte Hunt rechtzeitig fit werden.

 

Bremen will den Schleudersitz loswerden

Bei Werder Bremen wird man abwarten müssen, wie sich der Pokalfight gegen den FC Bayern ausgewirkt hat. Die Elf von Viktor Skripnik schied im Halbfinale am Dienstag gegen die Münchner aus, zeigte aber bei der 0:2-Niederlage eine starke Leistung.

Bleibt aus Bremer Sicht zu hoffen, dass drei Tage Regeneration genügen, um in Top-Besetzung zum extrem wichtigen Nordderby nach Hamburg reisen zu können. Der SVW könnte mit einem Auswärtssieg endlich den Sprung weg vom Relegationsplatz schaffen.

 


Die Quoten für HSV gegen Werder Bremen im Wettanbieter Vergleich:

Tipico Bet365 Mybet Interwetten Bet3000
Sieg HSV 2,40 2,40 2,35 2,40 2,50
Unentschieden 3,50 3,60 3.55 3,30 3,70
Sieg Bremen 2,90 2,80 2,90 2,75 3,00

 

Der 3:2-Erfolg gegen Wolfsburg hat die Chancen der Bremer, doch noch den Klassenerhalt zu schaffen, am Leben gehalten. Im Falle einer Niederlage wäre der Abstand auf das rettende Ufer auf fünf Punkte angewachsen.

So kann Werder am Freitag einen großen Befreiungsschlag landen, sollte ein Auswärtsdreier beim HSV gelingen.

Die Bremer gehen recht optimistisch in 104. Nordderby und wollen endlich den Relegationsplatz abgeben. Die Wettanbieter teilen bei ihren Fußball-Wetten den SVW-Optimismus nicht ganz.

Es wird zwar eine knappe Angelegenheit erwartet, allerdings sehen Bet365 und Co. die besseren Siegeschancen auf Seiten der Hamburger.

 

Category: Derbys Deutschland,Hamburger SV,Werder Bremen – Author: admin – 9:43 am

Nicht nur Derby-Liebhaber kommen an dem Nord-Gipfel zwischen den beiden Hansestädten aus Hamburg und Bremen nicht vorbei: Da die Bundesliga bislang keinen Vergleich öfter zu sehen bekam, fühlen sich auch sämtlichen Traditionalisten dem nunmehr schon 101. Schlagabtausch am kommenden Sonntagnachmittag verpflichtet. Verpassen sollte man das Städte-Duell jedoch vor allem deshalb nicht, weil die nächste Auflage in dem Imtech Arena möglicherweise etwas länger auf sich warten lässt.

Nur der Blick zurück macht richtig Spaß

Eigentlich scheint die deutsche Elite-Liga ohne die beiden großen Nord-Klubs gar nicht denkbar zu sein: Während der HSV aus seiner permanenten Anwesenheit in der Bundesliga als „Dino“ längst einen erheblichen Teil seiner Identität bezieht, hat auch der grün-weiße Rivale bislang nur eine einzige Spielzeit sausen lassen. Nach dem Abstieg im Jahr 1980 kehrte Werder jedoch schon nach Jahresfrist umgehend wieder zurück, um dann fortan dauerhaft auf der großen Bühne sesshaft zu werden – angesichts seines langen Atems ist das norddeutsche Duo folglich sogar den sportlich mittlerweile unerreichbaren Bayern noch immer weit voraus, wenn es um die Treue zur ersten Liga geht.

Da die beiden Teams somit die dienstältesten Bundesligisten stellen, erklärt es sich von selbst, dass das direkte Aufeinandertreffen zugleich auch der größte Klassiker des deutschen Fußballs ist: Während der HSV und Bremen bereits vor dem 101. Schlagabtausch stehen, hat es bis dato keine andere Partie in den „Kreis der Einhunderter“ geschafft. Nach exakt 100 ausgetragenen Derbys haben bislang übrigens die Gäste von der Weser knapp die Nase vorn: Derweil es der vierfache Meister auf insgesamt 36 Siege bringt, hatte der Europapokalsieger der Landesmeister von 1983 bisher nur in 31 Fällen das bessere Ende für sich.

Die ebenso lange wie erfolgreiche Historie beider Mannschaften will allerdings nicht so recht zu der Stimmungslage passen, mit der sich die Dauer-Rivalen nun am 12. Spieltag gegenüberstehen: Da sich die Fußballwelt in den letzten Jahren immer weiter drehte, scheinen mittlerweile schließlich sowohl die Rautenträger als aus die Weser-Städter zu zum Aussterben verdammten Überbleibseln einer vermeintlich besseren Vergangenheit geworden zu sein. Würde zum jetzigen Zeitpunkt Bilanz gezogen, wäre den Hamburger als Tabellenvorletztem der bereits im Vorjahr angekündigte Gang in die Zweitklassigkeit gewiss – die auf Rang 16 geführten Bremer dürften sich dagegen immerhin noch einmal in der Relegation ihrer Haut erwehren.

Neue Trainer, neue Hoffnung

Macht den in inniger Feindschaft verbundenen Rivalen seit etlichen Jahren ein schleichender Abwärtstrend zu schaffen, scheint nun der Tag der fälligen Abrechnung stetig näherzurücken: Da die Zahl der potentiellen Abstiegskandidaten derzeit äußerst überschaubar ist, käme es wohl schon einem mittleren Wunder gleich, wenn es zum Saisonende nicht zumindest einen der beiden Klubs erwischt. Das so traditionsreiche Derby gleicht in der Neuauflage folglich einem Tanz auf dem Totenbett, in dem möglicherweise nur der Sieger dem Gevatter Tod noch das eine oder andere zusätzliche Jährchen abringen kann.

Dass man zum Saisonende dann bestenfalls aber doch über derartige Horror-Szenarien lachen darf, ist auf die hier wie dort frühzeitig erfolgten Trainerwechsel zurückzuführen: So ist es Joe Zinnbauer und Viktor Skripnik an ihren neuen Wirkungsstätten jeweils gelungen, eine lange vermisste Aufbruchsstimmung zu initiieren. Dass dabei gleich beide Trainer aufgrund klammer Kassen aus dem eigenen „Nachwuchs“ stammten, zeigt erneut, dass bei aller Rivalität die Gemeinsamkeiten mehr denn je das Trennende überlagern – obwohl sich der HSV traditionell für das etwas großspurige Auftreten entscheidet, scheint man im Norden doch vornehmlich aus demselben Holz geschnitzt zu sein.

Werder war zuletzt besser drauf

Allerdings haben die Parallelen ein Ende, wenn es um die aktuellen Formkurven vor dem direkten Aufeinandertreffen geht: Während Zinnbauer beim HSV seit seinem Amtsantritt im September mit großen Siegen gegen den BVB und Leverkusen, aber auch schon vier kassierten Niederlagen bereits etliche Hochs und Tiefs einer Trainerlaufbahn im Schnelldurchlauf erlebte, bringt sein Gegenüber Skripnik bislang nur einen reichen Erfahrungsschatz in Sachen Gewinnen mit. Die zuvor noch ohne jeden Dreier am Tabellenende platzierten Bremer machten mit den Erfolgen gegen Mainz und Stuttgart unmittelbar vor der Länderspielpause in Windeseile reichlich Menge Boden gut – obendrein ist den Grün-Weißen die nicht zuletzt in finanzieller Hinsicht wertvolle Qualifikation für das Achtelfinale des DFB-Pokals geglückt.

Angesichts dieses kleinen Laufs scheint sich das Momentum derzeit ganz eindeutig auf Seiten der Gäste zu befinden; eine Annahme, die man durchaus aber auch beim Blick auf die letzten Derbys gewinnen kann. Immerhin hatte Werder fünf der jüngsten sechs direkten Vergleiche für sich entscheiden können – so war den Bremern etwa bereits in der Vorsaison in einer ähnlich bedrängten Lage mit einem 2:0-Triumph in dem Imtech Arena ein richtungsweisender Befreiungsschlag gelungen. Dass der Trend jedoch ziemlich klar für die Gäste zu sprechen scheint, lässt neben dem HSV auch die Wettanbieter kalt – diese gehen mit Favoritenquoten von knapp über 2,0 davon aus, dass es der Dino am Sonntag mithilfe der eigenen Anhängerschaft schon richten wird.

Category: Hamburger SV,Werder Bremen – Author: admin – 12:29 am

Werder Bremen bleibt die Nummer 1 im Norden Deutschlands, mit einem 3:1 Auswärtssieg beim Rivalen Hamburger SV bekräftigten die Werderaner ihre Ambitionen um die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb, während der HSV einen Rückschlag hinnehmen musste im 96. Nord-Derby.

Eine Zusammenfassung aus dem Stadion und aus dem Block hat der User Rachepfeil auf Youtube hochgeladen:

Category: Hamburger SV,Werder Bremen – Author: admin – 11:51 pm

Das Nord-Derby in der deutschen Bundesliga zwischen dem SV Werder Bremen und dem Hamburger SV steht wieder an. Pünktlich zu diesem ist ein schöner Trailer auf Youtube aufgetaucht. Das Motto: “Auf geht´s in letzte Derby in Bremen”, es wird sich die Frage gestellt, wird dies das letzte Nord-Derby in Bremen sein? Nach 4 Spieltagen steht der HSV auf Platz 18 der Bundesliga, nach 4 Spieltagen wohl bemerkt, aber für viele gehören die Hamburger schon jetzt zu den Abstiegskandidaten.

Category: Hamburger SV,Werder Bremen – Author: admin – 7:13 pm
Nordderby

Nord Derby

In gut zwei Wochen kommt es in der ersten Bundesliga wieder zum traditionsreichen Derby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV, dabei ist Bremen Gastgeber und würde zu gerne den HSV weiter in die Krise schießen.

Werder ist für viele überraschend gut gestartet, von 12 möglichen haben die Bremer 9 geholt und hat sich nach vier Spieltagen auf Platz 3 eingependelt. Noch vier Monate sind es bis Weihnachten, doch in Hamburg brennt schon jetzt der Baum. Tabellenplatz 18, erst einen Punkt und schon 14 Gegentore kassiert, somit die schwächste Abwehr der Bundesliga. Und jetzt das Derby, da kommt die Länderspiele gerade recht.

Tim Wiese ist bekannt für Sticheleien gegenüber dem Rivalen, so auch diesmal, es sei genau der richtige Zeitpunkt für das Derby, unterschwellig darauf bezogen die Hamburger noch tiefer ins Schlamassel zu befördern.

Beim letzten Derby in Hamburg ging Werder mit 4:0 unter, Zeit für eine Wiedergutmachung auf der einen Seite, auf der anderen Seite hat der HSV nun die Möglichkeit ein wenig Wind aus den Segeln zu nehmen, zwar steht Hamburg mit dem Rücken zur Wand, doch ein Derby kann Flügel verleihen, wir werden es sehen.

Anpfiff ist am Sa. 10.09. 18:30

Category: Hamburger SV,Werder Bremen – Author: admin – 9:33 am

Der schwer verletzte HSV-Fan ist aus dem Koma erwacht und schwebt nicht mehr in Lebensgefahr. Der 44 jährigen Anhänger des Hamburger SV verletzte sich bei der Massenpanik im Bremer Weserstadion so schwer, sodass er in ein künstliches Koma versetzt wurden musste. Zwischenzeitlich musste der Mann aus Neumünster sogar wiederbelebt werden.

Zu dem Gedränge kam es, nachdem die Polizei den Block der Hamburger mehr als 20 Minuten sperrten und die Fans beim Verlassen des Stadions hinderte. Den weiteren 24 Verletzten, darunter auch viele Polizisten, geht es den Umständen entsprechend gut.

Gute Nachrichten soweit, an dieser Stelle alles Gute weiterhin für alle Verletzten dieses Unfalls und deren Angehörige und Freunde.

Category: Hamburger SV,Werder Bremen – Author: admin – 10:03 pm

Es war DAS Duell zum Ende der vergangenen Saison, als sich der SV Werder Bremen und der Hamburger SV im Halbfinale des DFB-Pokals und des UEFA-Pokals gegenüberstanden. Die Werderaner sorgten durch ihre Erfolge für großen Katzenjammer bei den Rothosen, die wieder einmal am Ende ohne Titel blieben. Dieses Mal sind die Vorzeichen umgekehrt und der HSV könnte den Grün-Weißen im Saisonabschluss vor eigener Kulisse die Suppe ordentlich versalzen.

HSV und die letzte Chance
Nach der Trennung von Problem-Bruno Labbadia zeigten die Hamburger zuletzt beim unglücklichen Aus in der Europa League gegen Fulham und vor allem beim deutlichen 4:0-Erfolg gegen den 1. FC Nürnberg eine ordentliche Reaktion, nachdem man den ehemaligen Übungsleiter zuvor mit einer klassischen Arbeitsverweigerung in Hoffenheim (1:5) erfolgreich absägte. Ausgerechnet Mladen Petric, einer der größten Kritiker Labbadias, brachte den HSV in die Erfolgsspur zurück. Außerdem sammelte Ruud van Nistelrooy nach seiner Einwechslung mit einem Treffer Pluspunkte im Kampf um einen Platz bei der Weltmeisterschaft in Hollands Star-Aufgebot. So bleibt immerhin die theoretische Möglichkeit, sich im Falle eines VfB-Ausrutschers und eines eigenen Erfolges am letzten Spieltag doch noch für die Europa-League zu qualifizieren. Nach einem starken Saisonauftakt schmierten die Hamburger förmlich ab und könnten nun doch noch, ausgerechnet gegen den Erzrivalen, einen versöhnlichen Saisonabschluss feiern und das Mindestziel erreichen. Andernfalls droht dem Bundesliga-Dino ein erneuter Umbruch und auf Vorstands-Boss Hoffmann, dem bereits kräftig der Wind ins Gesicht bläst, würden stürmische Zeiten zukommen.

Werder will Rückrunde krönen
Beim Gegner aus Bremen herrscht dagegen derzeit eitel Sonnenschein. Mit einer imposanten Rückrunde arbeitete sich die Schaaf-Truppe bis auf Platz 3 vor, der am Saisonende zur Qualifikation für die Champions League berechtigen würde. Zudem steht Werder wieder einmal im Finale des DFB-Pokals und trifft dort auf den frisch gekürten Meister aus München. Am vergangenen Samstag beendete man die Titelträume von Schalke 04 durch einen 2:0-Auswärtserfolg, Mesut Özil zeigte sich dabei in WM-Form, und geht voller Selbstvertrauen in das letzte Bundesliga-Spiel Um jedoch Platz 3 gegenüber Leverkusen sicher zu verteidigen, benötigt Werder einen Sieg im ausverkauften Weserstadion.

Marc Strasser

Category: Hamburger SV,Werder Bremen – Author: admin – 6:23 pm

Der Hamburger SV hat sein „Trauma“ aus der Vorsaison, Werder Bremen, am Sonntag mit unbändigem Kampfeswillen und Engagement überwunden. Zum Abschluss der Hinrunde gewannen die „Rothosen“ in einem packenden Derby trotz widriger Boden- und Wetterverhältnisse mit 2:1 und schoben sich an Werder vorbei auf Tabellenplatz 4. Die Bremer indes mussten sich binnen 8 Tagen zum zweiten Mal einem unmittelbaren Konkurrenten um die Tabellenspitze geschlagen geben und überwintern nach dem Ende ihrer großartigen Serie aus der Vorrunde lediglich auf Rang 6.

Unter stehenden Ovationen wurden die Hamburger zum Jahresausklang von ihren begeisterten Anhängern in die Winterpause verabschiedet. Nach dem Vierfachderby im Frühjahr (Meisterschaft, Halbfinale DFB- und zweimal UEFA-Pokal), als der Nordrivale binnen 19 Tage alle Titelträume des HSV zerstörte, gelang in der mit 57 000 Zuschauern restlos ausverkauften HSH-Nordbank-Arena die lang ersehnte Revanche.

Ein wesentlicher Faktor beim wieder erstarkten HSV ist an der Rückkehr von Stürmerstar Mladen Petric festzumachen: Mit ihm in der Startelf holte man in zwei Spielen sechs Punkte, während man ohne den Kroaten in sieben Bundesliga-Partien sieglos blieb. Wenngleich der Angreifer noch nicht ganz zu alter Stärke zurückgefunden hat, so schafft allein seine Präsenz mehr Raum vor allem für Eljero Elia. Der Niederländer lieferte eine beeindruckende Vorstellung und ließ sich selbst durch den Schneeboden nicht ausbremsen, sondern bestach durch zahlreiche technische Finessen und unglaubliche Schnelligkeit. Das vorentscheidende 2:0 durch Marcel Jansen in Unterzahl bereite er mit einem Geniestreich und genau getimten Steilpass in die Nahtstelle der weit aufgerückten Werder-Abwehr mustergültig vor. Kurz zuvor war Jerome Boateng nach einem Foul an Marko Marin des Feldes verwiesen worden, der HSV musste darauf 60 Minuten in Unterzahl antreten.

Bei Werder dagegen wurden die Probleme auf den defensiven Außenbahnen nach den Ausfällen von Clemens Fritz und Sebastian Boenisch überdeutlich. Mit Petri Pasanen (links) und Sebastian Prödl (rechts) boten die Bremen vier gelernte Manndecker auf. Insgesamt erinnerte die defensive Leistung allzu oft an die der vergangenen Saison, als man sich selbst das Leben schwer machte und den Gegner zum Toreschießen einlud. Beim ersten Gegentreffer durch Mathijsen war weit und breit kein Gegenspieler zu sehen, das 2:0 resultiere im Anschluss an eine eigene Ecke, als das Umschalten auf Defensive erneut schlafmützig in Angriff genommen wurde und außerdem die Abseitsfalle nicht zuschnappte.

Obwohl Werder nie aufsteckte und durch Hunt, Marin und Naldo, der bei seinem Seitfallzieher immerhin die Höchstnote in der B-Note abräumte, am Querbalken scheiterte, fehlte den Werderanern um den enttäuschenden Spielmacher Özil der entscheidende Funke Esprit. Der HSV dagegen hat seine jüngste Vergangenheit nun erfolgreich aufgearbeitet und kann optimistisch in das neue Jahr blicken.

Marc Strasser

Category: Hamburger SV,Werder Bremen – Author: admin – 12:03 pm

Hamburg. Fußballer mit dem Satz “Wir wollen gewinnen” zu zitieren, ist eigentlich Unsinn. Schließlich käme niemand auf die Idee, ein anderes Ziel zu formulieren, etwa dieses: “Wir wollen verlieren.”

Vor dem 91. Nordderby zwischen dem HSV und Werder Bremen am Sonntag (15.30 Uhr) wurde aber besonders viel über das Siegen gesprochen. Und das verwundert nicht. “Das ist vielleicht das wichtigste Spiel des Jahres”, sagte Mladen Petric ungewöhnlich deutlich. Nach dem Dreifach-Knock-out innerhalb von 19 Tagen in der vergangenen Saison, als Werder dem Nordrivalen die Finalspiele im DFB-Pokal und Uefa-Cup verwehrte und dann noch aus allen Meisterschaftsträumen riss, wollen die HSV-Spieler ein neues Kapitel in der langen Geschichte der Duelle zwischen beiden Klubs schreiben – ein viel schöneres. “Werder hat uns eine ganze Saison zerstört, da ist noch eine Rechnung offen”, sagte Guy Demel.

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Category: Hamburger SV,Werder Bremen – Author: admin – 4:53 pm

Als am gestrigen Abend der Hamburger SV im Nordderby 1:0 in Führung ging, sangen die HSV Fans “Istanbul ist viel schöner als Berlin”, da wussten die Rothosen aber noch nicht, dass eine Papierkugel, die Teil ihrer eigenen Choregrafie war, das Spiel zugunsten von Werder Bremen entscheiden würde. Was war passiert?

Den anschließenden Eckball verwandelte Baumann zum vorentscheidenen 1:3. Nun fahnden Fans des HSVs nach dem Täter. Prügel bis lebenslanges Stadionverbot wird gefordert. Die Papierkugel landet übriges im Weser-Museum und dürfte wie der Büchsenwurf oder Pfostenbruch von Gladbach in die Geschichte des deutschen Fußballs eingehen.

Die Derbywochen im Norden gehen am Sonntag in die nächste Runde, nämlich dann stehen sich die beiden Nordclubs in der Bundesliga wieder gegenüber. Der HSV ist dabei alles zu verlieren, die Meisterschaft scheint in aller Ferne gerückt zu sein, sogar um die CL-Teilnahme und die des UEFA Cups muss gebangt werden, allein deswegen muss ein Dreier am Wochenende her. Bremen hingegen fährt nach Istanbul zum UEFA Cup Finale gegen Schachtjor Donetsk und nach Berlin, nachdem man ebenfalls den HSV ausgeschaltet hatte.

Möge Werder den UEFA Cup holen und der HSV wenigstens die Saison erfolgreich beenden, denn irgendwie können se einem leid tun, die Rothosen aus Hamburg.