Sportwetten und Derbys scheinen schon von jeher eine nahezu symbiotische Beziehung einzugehen: Schließlich gehört es beinahe schon zum guten Ton, dass an Arbeitsstätten und in Freundeskreisen vor wichtigen Duellen zweier städtischer Rivalen im privaten Kreis auf den Spielausgang gewettet wird. In den vergangenen Jahren haben jedoch mehr und mehr seriöse Online-Wettanbieter für eine enorme Professionalisierung der Sportwetten gesorgt: Angesichts der ausufernden Angebots haben Wetten deshalb mittlerweile auch dann Hochkonjunktur, wenn ausnahmsweise einmal kein prestigeträchtiges Derby auf dem Spielplan zu finden ist.

Für all jene Derby-Fanatiker, für die der Kosmos der Fußballwetten noch immer ein Buch mit sieben Siegeln ist, haben wir im Folgenden die wichtigsten Fakten zur schönen neuen Welt der Online-Buchmacher zusammengestellt – und gehen dabei natürlich nicht zuletzt auch auf die Besonderheiten der Derby-Wetten ein.

 

Sind professionelle Wettanbieter ein neues Phänomen?

Angesichts der enormen Marketing-Aktivitäten der Online-Wettanbieter, kommt heutzutage jeder Sportfan früher oder später mit dem Thema Wetten in Kontakt: Durch die mediale Dauerpräsenz sind Branchengrößen wie Bwin, Tipico & Co inzwischen selbst absoluten Sportmuffeln ein Begriff. Doch auch wenn die Sportwetten durch den Siegeszug des Internets einen enormen Schub erhielten, reichen die Anfänge der ersten professionellen Fußall-Buchmacher mittlerweile schon gute 100 Jahre zurück: Einmal mehr tat sich dabei das Mutterland des Fußballs als entscheidender Geburtshelfer hervor.

War es in Großbritannien bereits im 18. Jahrhundert üblich, auf den Zieleinlauf von Pferderennen zu tippen, konnte mit der Einführung des Toto-Angebotes erstmals im Jahre 1921 auf die Resultate von Fußballspielen gewettet werden. Etwa zehn Jahre danach brachte dann auch Schweden das erste stattliche Angebot an den Start – in Deutschland versuchen sportbegeisterte Kenner dagegen erst seit 1948 ihr Glück.

 

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Mit der erstmaligen Legalisierung privater Wettanbieter wurde von der englischen Regierung dann im Jahre 1961 der Grundstein für den endgültigen Durchbruch der Fußball-Wetten gesorgt: In der Folgezeit sind lokale Wettgeschäfte in England buchstäblich wie Pilze aus dem Boden geschossen. Noch heute wird das Straßenbild etlicher britischer Städte erheblich von den tausenden Filialen diverser Buchmacher geprägt: Und selbst wenn sich das Wettgeschäft mittlerweile längst in das Internet verlagert hat, können auch hierzulande noch beinahe täglich Neueröffnungen von neuen Wettshops vermeldet werden.

Abbildung oben: ein typischer Wettshop im englischen Stadtbild – Ladbrokes ist nicht nur der größte Wettanbieter auf der Insel, sondern war auch einer der ersten, die auf professioneller Basis Sportwetten angeboten haben

 

Welche Online-Wettanbieter gibt es – und welcher ist der Beste?

Entscheidende Pluspunkte – etwa die ständige Verfügbarkeit, exzellenter Kundenservice und Bequemlichkeit – lassen die Wettabgabe bei einem Online-Buchmacher als besonders attraktiv erscheinen; wenig überraschend wird der Löwenanteil der Umsätze von den Wettanbietern längst im Internet gemacht. Von dem harten Konkurrenzkampf der zahlreichen Anbieter können Freunde von Fußballwetten nur profitieren: Ist der nächste Anbieter lediglich einen Mausklick entfernt, fordert dies die Buchmacher eben zu besonders großzügigen Angeboten heraus.

Die offenbar nicht aus der Welt zu schaffende Legende, dass es sich beim Internet um einen „rechtsfreien Raum“ handeln würde, wird dabei von den etablierten Wettanbietern mühelos widerlegt: So garantiert etwa der Besitz der EU-Lizenz für Sportwetten, dass das Angebot in jeglicher Hinsicht unbedenklich ist. Mussten sich beispielsweise Tipper bei in verrauchten Hinterzimmern abgeschlossen Wetten noch um die Auszahlung der zustehenden Gewinne sorgen, stehen hier die erspielten Beträge binnen kürzester Zeit zur Überweisung bereit – darüber hinaus nehmen die Online-Wettanbieter seit jeher auch beim Thema Datenschutz eine lobenswerte Vorreiterrolle ein.

Da der Wettmarkt in den vergangenen 15 Jahren zunehmend unüberschaubar geworden ist, ist es mittlerweile beinahe ein Ding der Unmöglichkeit, einen erschöpfenden Überblick über sämtliche seriösen Wettanbieter zu liefern – die folgende Aufzählung empfehlenswerter Buchmacher muss sich deshalb auch zwangsläufig auf eine unvollständige Auswahl beschränken:

 

Derbysieg.com kann unter anderem diese Online-Wettanbieter empfehlen:*

– Bet365
– Interwetten
– Bwin
– Tipico
– Sportingbet
– Mybet
– Bet3000

* Weitere Anbieter von Fußballwetten im Internet sowie ausführliche Informationen und Testberichte zu jedem Wettanbieter findet man z.B. auf dem deutschen Fachportal wettanbieter.de

Dass im Übrigen ausnahmslos alle Buchmacher Neukunden mit einem attraktiven Willkommens-Bonus begrüßen, sollte sowohl für komplette Neulinge als auch für alte Wett-Hasen ein Anreiz sein, die eigene Wettabgabe nicht nur auf einen einzelnen Anbieter zu beschränken.

Da sich über Geschmack und Qualität bekanntlich trefflich streiten lässt, treibt die Frage nach dem besten aller Wettanbieter Heerscharen von Wett-Experten um – eine endgültige Antwort darauf wird jedoch trotz aller Bemühungen kaum zu finden sein. Dies liegt natürlich zum einen darin begründet, dass jeder Kunde seine ganz eigenen Vorlieben hat; darüber hinaus weichen die Angebote der diversen Wettanbieter in aller Regel lediglich um Nuancen voneinander ab.

 

Die beliebtesten und bekanntesten Wettanbieter in Deutschland

Geht es allein nach der Beliebtheit, dann hat Bwin mit mehr als zehn Millionen Bestandskunden derzeit vor allem im deutschsprachigen Bereich die Nase vorn; dagegen tut sich der auch hierzulande immer beliebter werdende britische Wettanbieter Bet365 regelmäßig mit den attraktivsten Quoten am Markt hervor. Das österreichische Urgestein Interwetten (gegründet 1990, online seit 1997) hat sich dagegen mit besonders hohen Favoritenquoten bei Fußballwetten eine wichtige Nische auf dem Wettmarkt erobert: Der individuell „beste“ Anbieter hängt also ganz offensichtlich allein von den persönlichen Vorlieben ab.

 

Worauf kann gewettet werden?

Die klassische Dreiwege-Wette kann mit gutem Recht als Mutter aller Fußballwetten bezeichnet werden: Wie beim klassischen Toto, werden hier lediglich die drei möglichen Spielausgänge (Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg) zur Wahl gestellt. Neben dieser noch immer gern gewählten Wettart, bieten die Buchmacher jedoch noch eine ganze Reihe weiterer Wetten an: Neben den Spezialwetten, haben in den vergangenen Jahren vor allem auch die Livewetten an enormer Bedeutung gewonnen.

Als Spezialwette werden dabei all jene Tippabgaben bezeichnet, die nicht allein auf die zu erwartende Tendenz eines Fußballspiels gerichtet sind: Mit erstaunlicher Kreativität wird von den Wettanbietern hier eine Vielzahl an möglichen Spielereignissen zur Wahl gestellt. So können Wettkunden sowohl auf das exakte Ergebnis (Ergebniswette) als auch auf einen besonders hohen Sieg (Handicapwette) der beteiligten Mannschaften setzen – darüber hinaus wird gern und häufig auch auf die möglichen Torschützen, die Gesamtzahl der Tore, die Anzahl der gelben und roten Karten, die Nachspielzeit und etliche andere denk- und undenkbaren Eventualitäten getippt.

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Abbildung oben: Spezialwetten in der Kategorie Fußball bei Interwetten – Freunde von Fußballwetten finden hier eine umfangreiche Auswahl an verschiedenen Wettmöglichkeiten zu jedem Fußballspiel

 

Während die Spezialwetten üblicherweise vor dem Beginn eines Fußballspiels getätigt werden, kommen während einer laufenden Partie die Livewetten zu ihrem Recht: Hier passen die Online-Buchmacher ihre Quoten umgehend dem aktuellen Spielgeschehen an. Bis zum Schlusspfiff kann somit neben dem Endresultat auch auf etliche weitere Ereignisse gewettet werden – da die Livewette zu den neueren Phänomen im Bereich der Sportwetten gehört, wird das entsprechende Angebot von etlichen Wettanbietern noch immer kontinuierlich ausgebaut.

 

Je nach Risikobereitschaft: Einzel-, Kombi- und Systemwetten

Bei den Wettarten wird zwischen Einzel-, Kombi- und Systemwetten unterschieden: Für Freunde des spannungsgeladenen Derby sind dabei in aller Regel vornehmlich die Einzelwetten von Belang. Bei dieser wird schließlich lediglich auf ein einzelnes Sportereignis -eben etwa der Spielausgang eines Derbys – gesetzt: Tritt dieses dann tatsächlich ein, ist die Wette gewonnen und der Tipper nimmt seinen Gewinn freudestrahlend in Empfang.

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Bei der Kombiwette werden dagegen mehrere Tipps auf einem Wettschein zusammengefasst: Damit die Wette als gewonnen gilt, müssen dabei alle ausgewählten Ereignisse korrekt vorhergesagt werden. Die deutlich gesteigerte Schwierigkeit wird hier mit besonders hohen Gewinnen belohnt: Da zur Ermittlung des Auszahlungsbetrages eine Multiplikation der einzelnen Wettquoten vorgenommen wird, kann hier bereits ein sehr geringer Einsatz zu stattlichen Auszahlungen führen.

Dies ist auch bei der Systemwette der Fall, die sich insbesondere bei professionellen Tippern großer Beliebtheit erfreut: Die Systemwette stellt dabei so etwas wie eine Weiterentwicklung der normalen Kombiwette dar. Auch in diesem Fall gilt es schließlich, eine Vielzahl an Tipps munter miteinander zu kombinieren – für eine gewonnene Wette ist es hier jedoch nicht in jedem Fall erforderlich, dass auch wirklich jeder abgegebene Tipp ins Schwarze trifft.

Aufgrund ihrer Komplexität können Systemwetten blutigen Anfängern jedoch nicht unbedingt empfohlen werden: Immerhin macht das jeweilige System mit einem Schlag die Abgabe etlicher Wetten erforderlich, was dann entsprechend auch den zu tätigenden Einsatz merklich in die Höhe treibt.

 

Besonderheiten bei Derby-Wetten

Prinzipiell unterscheidet sich das Prozedere bei Derby-Wetten nicht von der Tippabgabe auf ein gewöhnliches Fußballspiel – da das Treffen zweier benachbarter Klubs dann aber eben doch etwas ganz Besonderes ist, sollte diesem Umstand auch bei dem Abstecher zu einem Online-Wettanbieter Rechnung getragen werden: Mit dem stets notwendigen Quäntchen Glück, hat sich schon mancher Tipper die eigenen Gesetzmäßigkeiten von Derbys zu Nutze gemacht.

Zunächst ist jedoch darauf hinzuweisen, dass vor allem die Tippabgabe auf persönliche favorisierte Mannschaften stets als zweischneidiges Schwert zu betrachten ist: Zwar kann die permanente Beschäftigung mit dem eigenen Lieblingsklub auf die Dauer durchaus zu einem stattlichen Insiderwissen führen, das auch die entsprechenden Kenntnisse der Wettanbieter mühelos in den Schatten stellt – dennoch raten etliche Wett-Profis von solchen Wetten kategorisch ab.

Gerade die persönliche Verbundenheit mit einem Verein trübt schließlich nicht selten ganz erheblich den Blick; wenn bei der Tippabgabe allein der Wunsch Vater des Gedanken ist, dürfte die Wette im Endeffekt kaum zu gewinnen sein. Selbst geübte Tipper tun sich oft schwer damit, die emotionale Beteiligung an einem Derby in objektive Bahnen zu lenken: Diesem Umstand sollte deshalb zumindest bei der Höhe des Einsatzes Rechnung getragen werden.

Glücklicherweise werden jedoch nahezu wöchentlich auch solche Derbys zur Aufführung gebracht, bei denen sich die eigene Anteilnahme in Grenzen hält: Der hieraus resultierende kühle Kopf sollte dann auch den eigenen Wettgewinnen förderlich sein. Vor allem der bekannte Ausspruch, dass neben den Pokalspielen auch ein Derby seinen eigenen Gesetzmäßigkeiten folgt, ist für Tipper besonders interessant: Das prinzipiell etwas größere Überraschungspotential der Außenseiter ist bei den Quotierungen der Wettanbieter in aller Regel nämlich nicht eingepreist.

 

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Abbildung links: Der FC Bayern München ist gegen den 1. FC Nürnberg stets der haushohe Favorit in den Wettbüros. Derbies haben allerdings eigene Gesetze, wie die Münchner zuletzt im Bayernderby am 17. November 2012 feststellen mußten – trotz grandioser Siegesserie der Münchener und überlegener Tabellenführung reichte es gegen den schwächelnden Club nur zu einem 1:1 Unentschieden.

 

Obwohl sich vermeintlich hoffnungslos unterlegene Teams bei Derbys immer einmal wieder zu kaum für möglich gehaltenen Heldentaten aufschwingen können, geht das Gros der Buchmacher im Vorfeld von weitgehend geklärten Verhältnissen aus. Der emotionale Ausnahmezustand beider Mannschaften fließt zumeist also nicht in die Einschätzungen der Wettanbieter ein: Dabei hat wohl jeder Fußballfan schon wiederholt die Erfahrung gemacht, dass in Derbys auch schon einmal der zwölfte Mann – der völlig euphorisierte Fan – ein Spiel zugunsten eines ansonsten eher herumstümpernden Underdogs drehen kann.

Doch auch wenn Sensationen bei Derbys keineswegs die absolute Ausnahme sind, stellen Außenseiterwetten natürlich auch hier stets ein erhebliches Wagnis dar – alternativ bieten sich dazu einige Spezialwetten an, die dem besonderen Charakter eines Derbys Rechnung tragen. In den allermeisten Fällen dürfte hier beispielsweise eine Wette auf zahlreiche gelbe Karten vielversprechend sein – da sich die auf den Rängen zu spürende überhitzte Atmosphäre über kurz oder lang auch auf die um die Ehre kämpfenden Mannschaften überträgt, werden bei solchen Partien zudem vergleichsweise häufig Platzverweise ausgesprochen, auf die bei den Online-Wettanbietern vorab gleichfalls gewettet werden kann.

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